Startseite > Risiko-Lebensversicherung > Tipps > Erbschaftssteuerfalle Lebensversicherung bei unverheirateten Paaren
03.09.2014

Erbschaftssteuerfalle Lebensversicherung bei unverheirateten Paaren

Erbschaftssteuerfalle Lebensversicherung bei unverheirateten PaarenDem qualifizierten Abschluss einer Lebensversicherung geht zwangsläufig eine detaillierte Bedarfsanalyse voraus. Dies gilt sowohl, wenn der Vertrag eine spätere Rentenergänzung darstellen soll, als auch für den Fall der Hinterbliebenenversorgung. Umfangreiche Analysetools ermöglichen es sowohl dem Außendienst als auch dem Verbraucher im Internet, seinen Bedarf zu ermitteln. Wurde der Absicherungsbedarf identifiziert, geht es nun an das Ausfüllen des Vertrages. Dabei begehen Laien, aber auch viele Vertriebler aus Unwissenheit häufig einen Fehler, der gerade bei unverheirateten Paaren im Leistungsfall die gesamte Finanzplanung auf den Kopf stellt. Die Rede ist von der Erbschaftssteuer.

 

Die Beteiligten bei einer Lebensversicherung

Bleiben wir bei dem Beispiel des unverheirateten Paares. Der Versicherungsnehmer ist der Bezieher des höheren Einkommens und möchte den Partner abgesichert wissen. Er fungiert in diesem Fall auch als versicherte Person und als Beitragszahler. Möglichst haben beide Partner zusammen noch ein Haus finanziert, die Restschuld, die es abzusichern gilt, beträgt 200.000 Euro. Der Unglücksfall tritt ein, der Versicherungsnehmer verstirbt. Die Lebensgefährtin denkt, dass sie zumindest die Hypothek mit einem Schlag ablösen kann und finanziell keine Sorgen hat. Weit gefehlt, denn: Die Prämie wurde vom unverheirateten Partner bezahlt, was zur Konsequenz hat, dass die Versicherungsleistung mit der Erbschaftssteuer belegt wird. Wie heftig diese ausfällt, zeigt die Erbschaftssteuertabelle. Die unverheiratete Lebensgefährtin fällt in die Steuerklasse III, und muss bei einem Erbe von bis zu 300.000 Euro 30 Prozent, in diesem Fall 60.000 Euro, an das Finanzamt abführen ? die gesamte Planung wird hinfällig.

Erbschaftssteuerfalle Lebensversicherung bei unverheirateten PaarenDie Lösung

Die Verteilung der Beteiligten an einer Lebensversicherung, gleich ob Kapital- oder Risikolebensversicherung ist entscheidend. Um die Erbschaftssteuer zu vermeiden, sollte die Lebensgefährtin

  • Antragstellerin

  • Bezugsberechtigte und

  • ganz wichtig, Beitragszahlerin

sein. In diesem Fall wird keine Steuer fällig, da die Prämien aus dem eigenen Vermögen entrichtet wurden. Der Partner wird nur als versicherte Person eingetragen. Die Beiträge müssen dabei von einem Konto beglichen werden, bei dem die Versicherungsnehmerin auch alleinige Kontoinhaberin ist. Das Risiko der Erbschaftssteuer trifft aufgrund der hohen Freibeträge bei Ehepaaren den durchschnittlichen Verbraucher weniger, sollte aber gerade bei Immobilienbesitz ebenfalls mit berücksichtigt werden. Wer aus der Praxis kommt, stellt mit Erschrecken fest, wie wenig diese Thematik im Vertrieb berücksichtigt wird und wie häufig es zu einer nachteiligen Vertragsgestaltung durch den Berater kommt. Wie kritisch es um das Thema Beratungshaftung in diesem Fall bestellt ist, zeigt die Stiftung Warentest in ihrer Onlineausgabe vom 2.8.2012 auf.

Eigeninformation ist oberstes Gebot

Verbraucher sind heute nicht mehr in der Situation, dass sie auf die Aussagen der Berater angewiesen sind. Zum einen bieten die jeweiligen Fachportale, sei es für Versicherungen, für Wertpapiere oder andere Finanzdienstleistungen, entsprechende Informationen, zum anderen sind freie Portale, beispielsweise www.finanzfrage.net oder juristische Fachportale Anlaufstellen, um sich im Vorfeld eines Vertragsabschlusses völlig neutral über alle juristischen Fragen zum jeweiligen Thema informieren zu können. Dieses Vorgehen mag im Vorfeld ein wenig Zeit kosten, erspart aber im Nachhinein einen möglicherweise jahrelang dauernden Rechtsstreit mit dem Versicherer in Bezug auf die Beraterhaftung. Versicherungsnehmern kann nur angeraten sein, ihre Policen auf solche, mögliche Fallstricke zu analysieren.

 

Bildquelle 1 © pixabay/ClkerFreeVectorImages Lizenz: CC0-Lizenz

Bildquelle 2 © pixabay/cosmix Lizenz: CC0-Lizenz

Nachgerechnet: Was kostet der Privatkredit wirklich?

0 % Finanzierung, flexible Rückzahlung und blitzschnelle Auszahlung: Zugegeben, diese Versprechen klingen doch recht verlockend. Dabei sind es gerade die Privatkredite, die mit schnellen Auszahlungen oder Zinsfreiheit werben, die unterm Strich den Verbraucher viel teurer zu stehen kommen. Um die einzelnen Fixpunkte besser berechnen zu können

weiter

Kapitallebensversicherung - Jetzt schon fürs Alter vorsorgen

Kapitallebensversicherung - Jetzt schon fürs Alter vorsorgenEs gibt verschiedene Lebensversicherungen, die Kapitallebensversicherung gilt als zuverlässige private Altersvorsorge und eignet sich zur Absicherung Ihrer Familie. Vor Abschluss sollten Sie sich allerdings gut informieren und die Vor- und Nachteile abwägen. Ist eine kapitalbildende Lebensversicherung die richtige Wahl für Sie oder greifen Sie besser auf eine andere Art der Lebensversicherung zurück ... weiter

Produkttests

Geld sparen mit Gebrauchtwaren: medimops.de im Test
Früher ging man auf den Flohmarkt oder durchsuchte die Kleinanzeigen der regionalen Tageszeitungen, wenn man Gebrauchtes kaufen wollte. Heute ist das deutlich leichter, denn im Internet verkaufen nicht nur Privatpersonen ihre alten Schätze über eBay und Co: Viele Händler haben sich auf den Wiederverkauf gut erhaltener Produkte spezialisiert. Doch wie gut ist die Qualität der angebotenen Artikel? Und lässt sich mit dem Kauf von Gebrauchtwaren wirklich Geld sparen? mehr...

Im Test: Die Kfz-Versicherung der AllSecur mit Marten
Es ist Herbst in Deutschland und auf den Straßen treibt ein finsterer Gesell sein Unwesen. Die Opfer: Ahnungslose Autos. Denn ganz egal, ob Hagelschaden, Blechschaden oder Diebstahl: Marder Marten hat seine Finger im Spiel. Sein Gegner ist die Kfz-Versicherungsmarke AllSecur. Ob diese auch im richtigen Leben die Oberhand behält, verraten wir Ihnen in unserem Produkttest der Kfz-Versicherung. mehr...

Im Test: Der Direktkredit der SWK Bank
Bei der SWK Bank kann man einen Ratenkredit direkt online bestellen. Innerhalb von 30 Sekunden soll man dabei eine Antwort erhalten, ob man zwischen 1.000 und 50.000 Euro als Kreditsumme erhalten kann. Das Geld würde dann innerhalb von zwei Arbeitstagen auf dem Konto des Antragsstellers sein. Ob sich das Angebot lohnt, erfahren Sie in unserem Produkttest des Direktkredits der SWK Bank. mehr...

Im Test: Das Festgeld der GarantiBank
Bringen vierblättrige Kleeblätter auch Bankkunden Glück? Die Garantibank versucht es auf jeden Fall und setzt den vermeintlichen Glücksbringer nicht nur in ihr eigenes Logo. Auch im Namen der Festgeldanlage findet sich das Kleeblatt wieder. Ob Sie sich bei dieser Geldanlage nur auf ihr Glück verlassen sollten, erfahren Sie in unserem Test des Kleeblatt-Festgeld-Kontos. mehr...

Im Test: Das Top-Zinskonto der Norisbank
Die Norisbank ist eine Tochter der Deutschen Bank und bezeichnet sich selbst als "ersten Qualitätsdiscounter im deutschen Bankenmarkt." Jetzt hat die Norisbank ihren Tagesgeld-Aktionszins noch einmal erhöht. Wir haben uns das Top-Zinskonto der Norisbank genauer angesehen. Ist der Name Programm? Die Antwort auf diese Frage lesen Sie hier in unserem Produkttest. mehr...