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17.12.2014

Die neuen Steuerrichtlinien 2014/15

Die neuen Steuerrichtlinien 2014/15Jedes Jahr gibt es zum Jahreswechsel Änderungen im Rechnungswesen, die gerade für interne Finanzbuchhalter von großer Wichtigkeit sind. Was sich zum Ende 2014 beziehungsweise für das Jahr 2015 ändert, wird im Folgenden beschrieben. Die Änderungen betreffen nicht nur die Umsatzsteuer, sondern auch die Lohnbuchhaltung, die Sozialversicherung und den Jahresabschluss.

 

Der Mini-One-Stop-Shop (MOSS)

Der Leistungsort im Hinblick auf Telekommunikations-, Fernseh- und Rundfunkleistungen und alle anderen Dienstleistungen, welche auf dem elektronischen Wege an Privatleuten erbracht werden, stimmt mit dem Verbraucherort überein. Deutsche Unternehmen haben die Möglichkeit die Umsätze aus diesen Leistungen, welche auch in den anderen EU Mitgliedstaaten ausgeführt werden, generell auf dem elektronischen Wege über das BZSt erklären zu können. Dort kann auch die Steuer entrichtet werden. Hierzu ist jedoch im Vorfeld die Registrierung beim BZSt erforderlich, die jedoch online erfolgen kann. Ein Vorsteuerabzug bei einer Sammelerklärung jedoch nicht möglich. Darüber hinaus können Vorsteuerbeträge auf Leistungen, die im Inland ausgeführt wurden, geltend gemacht werden. Im aktuellen Magazin "bilanz + buchhaltung" wurde ebenfalls über die Einführung des Mini-Stop-Shop (MOSS) geschrieben. Die renommierte Fachzeitschrift gibt zudem einen umfassenden Überblick zum Thema Rechnungswesen und Steuern für Bilanzbuchhalter.

 

Der Vorsteuerabzug im Hinblick auf Unternehmer-Fahrzeuge

Wird das Fahrzeug eines Unternehmens einem Arbeitnehmer auch für private Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und Fahrten zurück zur Wohnung aufgrund der doppelten Haushaltsführung überlassen, gilt dies als regelmäßige, entgeltliche, sonstige Leistung. Nicht beanstandet wird dies, wenn von lohnsteuerrechtlichen Werten anstelle von Ausgaben ausgegangen wird, da lohnsteuerrechtliche Werte als Bruttowerte gelten, von denen die Umsatzsteuer abgezogen wird. Zudem gilt ab 2015, dass bei der entgeltlich genutzten Fahrzeugüberlassung an Mitarbeiter zu privaten Zwecken der Nutzungswert anhand eines Fahrtenbuchs inklusive Belege ermittelt wird. Das Nutzungsverhältnis, das auf diese Weise ermittelt wird, wird ebenfalls umsatzsteuerlich berücksichtigt.

 

Neues in Bezug auf den Jahresabschluss und Bilanzierungen

Bis zum 20. Juli 2015 muss der Gesetzgeber die Richtlinie der EU-Bilanz in das deutsche Recht übernehmen. Das sogenannte BilRUG liegt bereits in einem Entwurf des BMJV vom 27. Juli 2014 vor. Zudem werden die Schwellenwerte für den einzelnen Abschluss kleiner und mittelgroßer Kapitalgeselschaften auf die Größe angehoben, die innerhalb der EU höchstzulässig ist. Des Weiteren müssen mittelgroße sowie große Kapitalgesellschaften aufgrund dessen keine Angaben mehr zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder Zu- und Abgängen sowie Abschreibungen zu einzelnen Posten eines Anlagevermögens im Anhang machen. Die Schwellenwerte in Höhe von 500.000 Euro bei Umsatzerlösen und 50.000 Euro bei Jahresüberschüssen, die zur Befreiung der Pflicht zur Buchführung und der Erstellung des Inventars führen, beziehen sich im kommenden Jahr nur auf die letzten 12 Monate vor Abschluss eines Geschäftsjahres. Änderungen gibt es auch hinsichtlich der AfA-Dauer bezüglich aktivierter Geschäfts- und Firmenwerte sowie selbst geschaffenem Vermögensgegenständen, welche immateriell sind. Da es hier nicht möglich ist, die Nutzungsdauer auf korrekte Weise zu schätzen, beträgt diese nun mindestens fünf Jahre. Die höchste Afa-Dauer bei selbst erstellten Vermögensgegenständen, welche immateriell sind, sowie aktivierten Geschäfts- und Firmenwerten liegt bei maximal zehn Jahren.

 

Noch ein Tipp aus der Praxis:

Wird der Arbeitslohn vom Arbeitgeber anlässlich Betriebsveranstaltungen gezahlt, kann er nach Paragraph 40 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 des EStG die Lohnsteuer zu einem Pauschalsatz von 25 Prozent erheben.

 

Bildquelle © pixabay/geralt Lizenz: CC0-Lizenz

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