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28.08.2009

Bundestagswahl 2009: Was versprechen die Parteien den Familien?

Bessere Kinderbetreuung und flexibleres Elterngeld

Mehr Kinder braucht das Land. Doch wer will oder kann es sich leisten zu Hause zu bleiben, weil das Kind keinen Kindergartenplatz hat? Damit Mutter und Vater - speziell die Alleinerziehenden - sich auch beruflich verwirklichen können, brauchen die Kinder eine gute Betreuung. Dieses Argument nutzen auch die Parteien im Wahlkampf, denn viele Wähler sind schließlich Eltern.

So sind sich die Parteien in diesem Punkt auch ziemlich einig:

Ein Rechtsanspruch auf einen Platz im Kindergarten wird ab 2013 für alle Kinder ab dem ersten Geburtstag gelten. Das ist bereits beschlossen und soll auch umgesetzt werden. Langfristig soll der Kindergartenbesuch nach den Plänen einzelner Parteien sogar gebührenfrei werden, andere wollen eine Ganztagsbetreuung absichern und die Qualität durch besser ausgebildete und besser bezahlte Erzieher optimieren.

Die FDP ist wie die Grünen gegen die Einführung des Betreuungsgeldes. So soll vermieden werden, dass Eltern ihre Kinder bewusst zu Hause behalten, um ein bisschen mehr Geld in der Haushaltskasse zu haben, das den Kindern vielleicht gar nicht zugute kommt. Die CDU/CSU hingegen will das Betreuungsgeld jedoch ab 2013 realisieren.

Elterngeld ausweiten

Nach Meinung der FDP soll das Elterngeld künftig nicht mehr nach dem Netto- sondern nach dem Bruttogehalt berechnet werden. So könne sich eine ungünstige Steuerklasse nicht zusätzlich negativ auf die Höhe des Elterngeldes auswirken, heißt es im Wahlprogramm der Liberalen. Außerdem solle die Elternzeit flexibler zu regeln sein, besonders für Selbstständige. Hier finden Sie Informationen zum derzeitigen Stand des Elterngeldes.

Auch die Linke will das Elterngeld flexibler gestalten in Form von Elterngeldkonten, von denen Mutter oder Vater bis zum siebten Lebensjahr des Kindes nach Bedarf jeweils zwölf Monate in Anspruch nehmen können. Die Grünen wollen zum Elterngeld einen "bedarfsgerechten Sockelbetrag für Geringverdiener und Studierende" sowie eine paritätische Aufteilung der Monate zwischen Mutter und Vater. Die SPD will den möglichen Elterngeldbezug ausweiten, die Zahl der Partnermonate soll auf vier erhöht werden (12+4 Modell) und die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten von sieben auf 16 Monate. Die CDU will das Elterngeld so weiterentwickeln, dass Vater oder Mutter auch ein Teilelterngeld über insgesamt 28 Monate beziehen und gleichzeitig in Teilzeit arbeiten können.

Frage an den Leser: Was halten Sie von den Wahlprogrammen der Parteien? Werden sie ihre Versprechen einlösen? Was wünschen Sie sich, das unbedingt für Kinder, Familien oder Alleinerziehende getan werden muss? Schreiben Sie Ihre Meinung in unserem Forum: forium Experten - das Forum für Steuern, Versicherungen und Finanzen.

 

 

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