ETF oder Aktien? So unterscheiden sich diese Formen der Geldanlage

ETF oder Aktien? So unterscheiden sich diese Formen der Geldanlage

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Auch wenn beides Investitionen an der Börse sind, gibt es doch einen großen Unterschied zwischen Aktien und ETFs. Während bei einer Investition in Aktien in Einzeltitel investiert wird, bilden ETFs gleich mehrere Aktien oder einen ganzen Index ab.

So funktionieren Aktien

Aktien sind Anteile von Unternehmen, die Anleger käuflich erwerben können. Somit gehört ihnen dann ein kleiner Teil von einer Firma. Über den steigenden oder fallenden Aktienkurs werden sie an Gewinnen oder Verlusten des Unternehmens beteiligt. Allerdings haben viele Faktoren Einfluss auf Aktienkurse, weshalb es keine 1:1-Übersetzung von Unternehmenserfolgen und Misserfolgen und steigenden bzw. fallenden Aktienkursen und andersherum gibt. Auch politische Entscheidungen und andere wirtschaftliche Faktoren wirken auf einen Aktienkurs ein und machen es schwierig, tatsächliche Entwicklungen vorherzusehen.

Aktien gelten daher als risikobehaftet, da schon eine schlechte Nachricht aus der Politik den Kurs abstürzen lassen kann, auch wenn es dem Unternehmen wirtschaftlich eigentlich gut geht. Andersherum können schon alleine die Hoffnungen von Anlegern dazu führen, dass Kurse steigen, selbst wenn die Zahlen gar nicht für die Firma sprechen.

Mit einem Exchange Traded Fund zu mehr Diversifikation

ETFs sind deutlich breiter gestreut, da sie eine Form der Anlage in viele verschiedene Unternehmen abbilden. Ein ETF, also „Exchange Traded Fund“, ist eine Investmentvariante, bei der ein bestimmter Index abgebildet wird. Dies kann zum Beispiel der DAX sein. In einen DAX-ETF zu investieren bedeutet also, gleich auf 30 Unternehmen zu setzen. ETFs sind deutlich weniger volatil als Aktien, da sich die Auf- und Abwärtskurse der vielen Unternehmen gegenseitig stärker ausgleichen. Sie gelten daher als die sicherere Variante, wenn es um Investments an der Börse geht.

Zu kompliziert? Diese alternativen Geldanlagen gibt es

Wem das alles zu komplex ist, der muss sich andere Varianten der Geldanlage suchen. Immobilien oder eine private Rentenversicherung sind weitere Optionen – zwar ist ein Gewinn im Lotto oder Online Casino, wie zum Beispiel dem Wunderino Casino, das über eine große Spielauswahl verfügt, immerhin möglich, aber besonders wenn es um die Altersvorsorge geht, wünscht man sich eine verlässliche und risikoarme Anlageform.

Auch alternative Geldanlagen wie Uhren oder Oldtimer sind denkbar, ebenso ein Bausparvertrag. Doch auch diese Investitionsmöglichkeiten haben klare Schwachpunkte. Sich mit den Vor- und Nachteilen von ETFs und Aktien zu befassen ist daher sinnvoll, um alle Optionen einmal durchdacht zu haben. Schließlich bringt die klassische Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto heutzutage keine Zinsen mehr und wer sein Geld vermehren will, muss selbst aktiv werden.

 

Das sind die Vor- und Nachteile von ETFs

Vorteile

  • ETFs sind flexibel, es gibt keine Mindestlaufzeit, für die das angelegte Geld gebunden ist.
  • Die Gebühren von ETFs sind niedrig, sie kosten im Schnitt 0,2 bis 0,5 Prozent Gebühren pro Jahr. Abschluss- oder Managementkosten entfallen, was die Rendite im Vergleich zu gemanagten Fonds verbessert.
  • Einer der größten Vorteile von ETFs ist die Risikostreuung. Dadurch, dass nicht nur ein Unternehmen, sondern eine Vielzahl von Firmen abgebildet wird, sind ETFs weniger anfällig für starke Schwankungen und Verluste. Somit ist das Wachstum von ETFs in der Regel langsamer als bei Aktien, dafür fallen auch Verluste weniger schwer ins Gewicht. Geht ein Unternehmen insolvent, bedeutet das für den ETF keinen Totalausfall, da noch viele weitere Firmen den Kurs mitbestimmen.

 

Nachteile

  • Das Wachstum ist in der Regel etwas träger als es bei Einzeltiteln möglich ist.
  • Ein ETF kann nicht besser abschneiden als der Index an sich. Eine Outperformance, so wie es sie bei Einzelaktien gibt, ist mit einem Investment in ETFs nicht möglich.
  • Die Rendite fällt meist etwas geringer aus als bei Einzeltiteln
  • Die Gebühren sind zwar niedrig, aber dennoch drücken sie auf die Rendite.
  • Anleger müssen die Unterschiede zwischen physischen und synthetischen Indexfonds sowie ausschüttenden und thesaurierenden ETFs

Das sind die Vor- und Nachteile von Aktien

 

Vorteile

ETF oder Aktien? So unterscheiden sich diese Formen der Geldanlage

  • Mit Aktien können massive Gewinne eingefahren werden, da die Kurse meist viel stärker reagieren als die Kurse von Indexfonds.
  • Der Kauf und Verkauf von Aktien ist jederzeit und binnen Sekunden möglich.
  • Mit einer sorgfältigen Aktienauswahl erfolgreicher Unternehmen lässt sich ein verhältnismäßig stabiles Investment abbilden, besonders wenn es um langfristige Investitionen geht.
  • Die Auswahl an Aktien ist riesig, Anleger können aus einem breit gefächerten Potpourri an Einzeltiteln auswählen.
  • Aktien können für langfristige Investments genutzt werden, eignen sich aber auch für kurzfristige Spekulationen.

 

Nachteile

  • Aktien bergen ein deutlich größeres Risiko als ETFs. Der Kurs einer Aktie bildet in der Regel nicht den tatsächlichen Wert eines Unternehmens ab, sondern wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Konjunkturdaten, Politik- und Wirtschaftsdaten, die Hoffnungen der Anleger und vieles mehr spielen in die Entstehung von Aktienkursen hinein. Solche Entwicklungen können zu keinem Zeitpunkt exakt vorhergesagt werden. Eine Aktie ist in gewisser Weise immer eine Wette auf den Erfolg eines Unternehmens und ein Aktienkurs bezieht immer auch einen Ausblick in die Zukunft mit ein. Das macht die Investition in Aktien so riskant.
  • Geht ein Unternehmen insolvent, droht der Totalverlust des investierten Geldes.
  • Bei einem Börsencrash oder gravierenden globalen Ereignissen können die Kurse massiv einbrechen und es kann lange dauern, bis wieder eine Gewinnzone erreicht ist.
  • Anleger müssen ausgezeichnet informiert sein und das Unternehmen mit seinen Zahlen, Gewinnen und Vorhaben gut im Blick haben, bevor sie ihr Investment in einen Einzeltitel tätigen.

Fazit

Grundsätzlich sollte niemals Geld an der Börse investiert werden, das kurz- beziehungsweise mittelfristig an anderer Stelle benötigt wird. Müssen Aktien zu einem bestimmten Zeitpunkt zwangsweise verkauft werden, werden oft Verluste realisiert und das eingesetzte Geld ist schlichtweg weg.

Wer mit Augenmaß aktiv ist, sich viel informiert und nur mit Geld agiert, das er in den nächsten Monaten oder sogar Jahren nicht benötigt, hat mit Aktien und ETFs eine spannende Möglichkeit zu investieren. Dabei lässt sich unter Umständen eine höhere Rendite einfahren als auf jedem Sparbuch oder Tagesgeldkonto möglich ist.

 

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