Investieren vs. Glücksspiel – wo liegen die Unterschiede?

Investieren vs. Glücksspiel - wo liegen die Unterschiede?-Anzeige-

Jeder träumt davon, nicht mehr ins Büro zu müssen, sondern Geld einfach von zu Hause zu verdienen. Die Möglichkeit, heute bei Brokern einfach online ein Depot zu eröffnen und dann selbst spekulative Wertpapiere zu handeln, verlockt. Einige Anleger werden schnell zu Zockern, die das Parkett mit dem Casino verwechseln.

Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind aber auch beim Blackjack oder Poker nicht unbedingt die beste Option. Haben bedächtige Trader, die auf eine nachhaltige Portfolio-Entwicklung setzen, am Ende mehr Glück. Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen einem Anleger mit kühlem Kopf und Tradern, die immer volles Risiko am Limit traden?

 

Volles Risiko: Trading am Limit

Schnelles Geld – ein Eindruck, der sich manchmal aufdrängt, wenn in den Medien über drastische Kurssprünge berichtet wird. Zuletzt 2017 haben Kryptowährungen wie der Bitcoin eine Rallye hingelegt, die über Monate jede Widerstandslinie förmlich zu pulverisieren schien.

Eine Entwicklung, dank derer clevere Investoren zu Millionären wurden. Immer volles Risiko beim Investieren gehen – es scheint sich zu lohnen. Manchmal kommt es Beobachtern wahrscheinlich sogar so vor, dass Börsen zu einer Zockerbude werden.

Gewinne wie im Casino sind allerdings die Seltenheit – zumindest, wenn auch das Thema Substanzerhalt eine Rolle spielt. Denn wie im Casino und an Spielautomaten wie Book of Dead ist das Glück auch beim Geld anlegen wankelmütig. Wer als risikoaffiner Trader nicht aufpasst und immer aus dem Bauch heraus entscheidet, verliert sein Geld auch sehr schnell wieder. Anleger, die so agieren, werden sehr schnell auch hohe Verluste einfahren. Besonders, wenn Hebelprodukte wie:

  • Forex
  • CFDs
  • Futures

mit im Spiel sind, ist das Anlegen am Limit eine mit Vorsicht zu genießende Option.

 

Überlegtes Investieren: Planvoll vorgehen

Geld anlegen vereint in gewisser ein Paradoxon: Anleger wollen Rendite, meiden aber gleichzeitig lieber das Risiko. Leider gibt es hohe Gewinne nicht ohne entsprechende Risiken. Selbst, wenn Anleger auf vermeintlich sichere Wertpapiere aus dem DAX setzen, die laut DAI Renditedreieck relativ stabil sind, kann es in Krisen massiv abwärts gehen.

Aber: Wer überlegt an den Märkten agiert, kann sich vor hohen Verlusten schützen und ein Sicherheitsnetz aufbauen. Grundvoraussetzung ist, dass sich mit den Märkten und Assets intensiv beschäftigt wird. Nur so lassen sich Risiken erkennen und entsprechende Maßnahmen – wie eine angepasste Risikostreuung – ergreifen.

Wer als Trader nachhaltig und planvoll agieren will, muss sich mit Grundlagen wie:

  • Chartanalyse
  • Fundamentaldaten

befassen. Beides miteinander kombiniert zeigt Trends auf und erlaubt deren Bewertung – um hieraus Anlageentscheidungen abzuleiten. Oft bieten Kurskrisen sogar die Möglichkeit, gute Wertpapiere zu relativ günstigen Konditionen kaufen zu können. Doch ohne eine Fundamentalanalyse können Anleger den Wert eines bestimmten Unternehmens nicht richtig bestimmen.

 

Fazit: Trading-Kamikaze oder risikobewusster Anleger?

Minizinsen durch die Leitzinspolitik und quantitative Lockerung setzen Sparer unter Druck. Die Suche nach Alternativen mit besserer Rendite hat schon vor Jahren begonnen. Viele Anleger landen früher oder später an den Börsen. Und müssen sich hier fragen, zu welchem Typ Trader sie gehören. Einige Anleger scheinen planlos und aus dem Bauch heraus zu agieren. Sicher trifft dieser Typ Anleger auch ins Schwarze. Dass Risiko ist allerdings hoch, daneben zu liegen und Verluste einzufahren. Risikobewusste Anleger gehen anders vor. Hier ist der Substanzerhalt wichtiger – und damit auch die Bereitschaft, sich intensiver mit dem Trading und dessen Besonderheiten zu beschäftigen.

 

© pixabay/janeb13 Lizenz: CC0-Lizenz

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