Das Einmaleins der Kreditoptionen

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Der Ausgangspunkt ist immer gleich: Der Bedarf an Geld initiiert, sich Gedanken darüber zu machen, wie an das selbige (auf legalem Weg) gelangt werden kann. Da die Redensart „Geld verdirbt die Freundschaft“ noch immer hoch im Kurs steht, ist klar, dass Familie und Freunde nur äußerst ungern um Geld gebeten werden. Nötig ist das heute ohnehin nicht mehr, denn Kreditoptionen gibt es heute fast für jede Ausgangssituation und jedes Portemonnaie. Dieser Beitrag soll ein Wegweiser durch den Dschungel der unterschiedlichen Kreditoptionen sein.

Das Einmaleins der Kreditoptionen_1 Kredite werden oft nach ihrem Investment bezeichnet
Das heißt: Wer ein Auto über einen Kredit finanziert, nimmt einen Autokredit auf. Wer an die Anschaffung einer Immobilie denkt, lässt sich zum Thema Immobilienkredit beraten und wer für die Anschaffung eines Fernsehers zur Fußball-Weltmeisterschaft einen Kredit aufnimmt, der schließt in aller Regel einen Konsumkredit ab. Und daneben kommt zu dieser Vielfalt im Privaten auch noch eine Liste an gewerblich nutzbaren Kreditoptionen, zum Beispiel für spezielle Branchen, aber auch für freiberuflich Tätige. Darauf ist beim Abschluss dieser Kreditoptionen zu achten:

Tabelle_Kreditoptionen

Raten-, Rahmen- oder Dispokredit. Wann ist welche Option sinnvoll?

Das Einmaleins der Kreditoptionen_4Die größten zwei Kreditoptionen (mit Blick auf den Bezugsrahmen) sind der Ratenkredit und der Dispokredit. Der Rahmenkredit, der in der Branche auch als Vario- oder Abruf-Darlehen bezeichnet und häufig als Alternative zum Dispo gehandelt wird, ist indes eine Sonderform des Ratenkredits, die hier nicht expliziter betrachtet werden soll, denn Raten- und Dispositionskredit stehen nun im Fokus.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen Raten- und Dispokredit sind:
– Beim Ratenkredit wird eine festgelegte Kreditsumme vom Kreditgeber an den Kreditnehmer übermittelt. Im Gegenzug dazu werden monatlich vordefinierte Raten zurückgezahlt. Eine nähere Definition des Ratenkredits gibt es hier. Beim Dispokredit hingegen wird keine spezielle Kreditsumme festgelegt, oft aber ein Kreditrahmen, der den maximal möglichen Kredit festlegt.
– Der Ratenkredit wird in regelmäßigen, meist im Vorfeld festgelegten Raten, zurückgezahlt. Der Dispositionskredit muss nicht in regelmäßigen Abständen getilgt werden, jedoch wird der Kreditgeber (der in diesem Fall oft die Hausbank ist) mit dem Kreditnehmer ins Gespräch kommen, falls der Dispositionskredit langfristig vom Kreditnehmer genutzt wird.
– Mit Blick auf die Zinsen zeigt sich: Die Zinsen beim fest vereinbarten Ratenkredit sind weitaus niedriger als für den Dispositionskredit, denn gerade den möglichen „Abruf bei Bedarf“ lassen sich die Banken einiges kosten. Der Grund dafür liegt darin, dass unter Umständen die Bank selbst dadurch gezwungen ist, Geld zu beschaffen, was mit den hohen Dispositionszinsen, die im Übrigen pro Tag abgerechnet werden, refinanziert wird.

Verbrauchertipp: In den meisten Fällen bieten Banken ihren Kunden aktiv einen Dispositionskredit an. In der Praxis wird dafür lediglich eine Unterschrift verlangt. „In der Regel liegt der Rahmen beim Doppelten oder Dreifachen des monatlich eingehenden Nettogehalts. Mit der Willenserklärung macht Ihnen die Bank rechtlich gesehen ein Kreditangebot, das Sie mit der ersten Inanspruchnahme des Dispos annehmen“, heißt es dazu von den Financescout24-Experten. Erfolgt das Angebot nicht seitens der Bank, müssen Kontoinhaber selbst in Verhandlung treten, um den Disporahmen festzulegen oder gegebenenfalls zu erhöhen. Seriöse Unternehmen würden ihre Kunde in jedem Fall zu einem Ratenkredit raten, um einen hoch aufgelaufenen Dispositionskredit umzuschulden.

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