Ratenkredit – die Vor- und Nachteile der wohl am meisten genutzten Kreditart

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Der klassische Ratenkredit zählt zu den am meisten genutzten Krediten in Deutschland und wird in der Bankpraxis oftmals auch als persönlicher Kredit, Anschaffungsdarlehen oder Privatdarlehen bezeichnet. In der Regel handelt es sich dabei um ein sehr standardisiertes Angebot, wobei die Beträge zumeist zwischen 2.500 Euro und 50.000 Euro und einer Laufzeit zwischen 12 bis 84 Monaten liegen.
Die Besonderheiten des Ratenkredits bestehen mitunter darin, dass für ihn im Gegensatz zu vielen anderen Kreditarten keine weiteren Sicherheiten gefordert werden – lediglich ein gesichertes Einkommen ist Voraussetzung. Der Verwendungs- bzw. Finanzierungszweck des Kredits ist hingegen anzugeben, wobei der Betrag selbst schließlich dem Girokonto des Kunden gutgeschrieben wird. Kurz gesagt handelt es sich bei einem Ratenkredit um ein Darlehen, welches der Kreditgeber in Form eines bestimmten Geldbetrags und zu einem im Vorfeld festgelegten Zinssatz an den Kreditnehmer weitergibt, wie auch folgende Seite weiterführend beschreibt. Dieser wiederum zahlt das Darlehen in Raten ab, wobei in der Regel Zinsen und gegebenenfalls auch weitere Gebühren anfallen. Durch die Nutzung ergeben sich für den Anwender eine ganze Reihe praktischer Vorteile, allerdings sollten bei einer solchen Geldleihe auch die Nachteile nicht aus den Augen verloren werden.

Vorteile eines Ratenkredits

1. Gute Planbarkeit
Ratenkredit – die Vor- und Nachteile der wohl am meisten genutzten KreditartEin Ratenkredit ist vor allem deshalb so beliebt und praktisch, weil er eine enorme Planbarkeit bietet. Denn die Höhe der Raten verändert sich während des gesamten Tilgungsraumes nicht, sodass Nutzer stets ganz genau wissen, mit welchen Beträgen sie pro Monat rechnen müssen. Grund dafür ist die Festlegung des Zinssatzes im Vorfeld, wobei auch auf individuelle Lebensumstände eingegangen werden kann. Damit sind Verbraucher in dieser Hinsicht also nicht abhängig von den Entwicklungen auf den Finanzmärkten.

2. Keine Sicherheiten notwendig
Normalerweise zeichnet sich ein Ratenkredit außerdem dadurch aus, dass er als Blankodarlehen vergehen wird, was nichts anderes bedeutet, als dass der Nutzer keine Sicherheiten hinterlegen muss. Allerdings bestehen die meisten Kreditinstitute darauf, dass zumindest einer Lohn- bzw. Gehaltsabtretung zugestimmt wird, denn so kann sich der Kreditgeber die fälligen Raten direkt vom Gehalt des Kreditnehmers holen. Zahlungen können also nicht bewusst durch den Nutzer zurückgehalten werden.

3. Transparenz
Kreditunternehmen sind dazu verpflichtet, ihren Kunden im Vorfeld den effektiven Jahreszins anzugeben. Das ist insofern praktisch, da der normale Jahreszins lediglich die reinen Zinsen beschreibt, die für die geliehene Summe zu bezahlen sind – der effektive Jahreszins hingegen enthält im Gegensatz dazu aber auch alle anderen Kosten des Kredits, sodass der Anwender direkt sehen kann, welche tatsächliche Gesamtsumme auf ihn zukommt.

4. Vielfalt
In Deutschland gibt es eine große Anzahl unterschiedlicher Anbieter von Ratenkrediten, die den Markt stetig beleben und weiterentwickeln. Nutzer eines Kredites haben so die Möglichkeit, von den besten Preisen zu profitieren und sich genau den Kreditgeber auszusuchen, der am besten zu ihren individuellen Anforderungen passt. Zudem können sich Verbraucher an einer ganzen Reihe von Gütesiegeln und Empfehlungen orientieren. Aktuell konnte sich hier beispielsweise der Anbieter easycredit mehrfach beweisen, denn sowohl das Deutsche Institut für Service-Qualität als auch die Zeitschrift FINANZtest oder die DQS – Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen haben den Dienstleister mit guten Noten ausgezeichnet. Nutzer, die sich im Vorfeld also ein wenig informieren, können sich anhand dieser und weiterer Empfehlungen orientieren.

5. Unkompliziert
Nicht zuletzt sei außerdem auch die in der Regel sehr einfache Nutzung eines Ratenkredites zu erwähnen, denn mittlerweile bieten nahezu alle Händler, die zum Beispiel Möbel, Autos oder Elektronik vertreiben, verschiedenste Finanzierungsmöglichkeiten an. Dafür arbeiten die entsprechenden Händler in der Regel direkt mit den Banken zusammen, sodass der Kreditnehmer den Gang zur Bank nicht einmal selbst auf sich nehmen muss.

Nachteile eines Ratenkredits

1. Niedrige Zinsen verleiten zu mehrfacher Nutzung
Ratenkredite sind eine durchaus verlockende Finanzierungsmethode, haben aber natürlich auch einige entscheidende Nachteile. Unter anderem verleiten sie beispielsweise dazu, direkt mehrere Ratenkredite aufzunehmen, denn die monatlichen Raten sind bei einer langen Laufzeit häufig sehr niedrig. Sollten sich allerdings die Einkommensverhältnisse aus welchen Gründen auch immer ändern, so bestehen diese Zahlungsverpflichtungen weiterhin und im gleichen Umfang. Schnell kann in einem solchen Fall eine Überschuldung drohen, denn die ehemals kleinen Beiträge sind aufgrund der schwierigeren Umstände plötzlich sehr viel schwerer abzubezahlen. Im schlimmsten Fall können diese vielleicht gar nicht mehr gezahlt werden und die Bonitätseinstufung durch die Schufa wird daraufhin so schlecht, dass auch Jahre später kein weiterer Kredit mehr bewilligt wird – sogar dann, wenn sich die eigenen finanziellen Verhältnisse wieder deutlich gebessert oder normalisiert haben.

2. Schufaeintrag
Ein Ratenkredit wird grundsätzlich immer an die Schufa gemeldet, ganz gleich, in welcher Höhe dieser gewährleistet wird. Sollte ein Zahlungsrückstand entstehen, so wird auch dieser entsprechend vermerkt, was wiederum Einfluss auf den sogenannten Score der Schufa hat. Gab es hier in der Vergangenheit einmal größere Probleme, so können diese sich auch in der Zukunft noch als schwierig darstellen und erschweren nicht nur die Aufnahme eines beliebigen anderen Kredits, sondern können sogar bei einem Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder ähnlichen kleinen Investitionen zu Komplikationen führen.

3. Kreditkarte – praktisch, aber risikoreich
Ratenkredit – die Vor- und Nachteile der wohl am meisten genutzten KreditartDie vergangenen Jahre zeigten, dass immer mehr Menschen sich für die Nutzung einer Kreditkarte entscheiden. Allerdings kann die angenehm flexible Finanzierung auch schnell zur Schuldenfalle werden, denn häufig werden Kreditkarten mit hohen Zinsen belastet. Gerade die sogenannte „revolving credit card“, die einen Ratenkredit integriert hat, birgt für Verbraucher mitunter hohes Risiko, ist in Deutschland und vielen anderen Ländern jedoch vielfach im Einsatz. Dabei werden bis zum Monatsende alle Verfügungen und Ausgaben zusammengefasst und am Stichtag erhält der Kunde eine Rechnung, die durchaus teuer werden kann. Der Verbraucher hat nun zwar die Möglichkeit, die komplette Summe der Belastungen auf einen Schlag zurückzuzahlen, doch nicht immer stehen dafür auch die finanziellen Mittel zur Verfügung. Nun kommen die Zinsen ins Spiel und die haben sich bei vielen Anbietern gewaschen – denn diese belaufen sich häufig auf bis zu 10 bis 20 Prozent jährlich. Natürlich gibt es aber auch hier durchaus empfehlenswerte und weniger gute Anbieter.
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