Haftpflicht- und Hausratsversicherungen

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Die Deutschen sind Versicherungsweltmeister. Doch nicht jede Police ist sinnvoll, weshalb es gilt, aus dem breiten Angebot diejenigen herauszufiltern, die wirklich wichtig sind. Im Gegensatz zur in Deutschland verpflichtenden Kranken- und KFZ-Versicherung sind andere Versicherungen freiwillig. „Freiwillig“ bedeutet aber nicht zwangsläufig „unwichtig“, weshalb es essentiell ist, sich entsprechend zu informieren. Im Folgenden betrachten wir Haftpflicht- und Hausratsversicherungen.

Bei Haftpflichtversicherungen die passende Summe absichern

„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus resultierenden Schadens verpflichtet,“ so Paragraph 823 des BGBs zur Schadensersatzpflicht. Besonders Personenschäden können weitreichende Folgen haben. Wird jemand beispielsweise arbeitsunfähig, muss der Schuldige für dessen lebenslange Einbußen aufkommen. Auch muss, wer etwa im Straßenverkehr oder beim Sport einen Unfall verursacht, für Arzt- und Krankenhauskosten aufkommen, Schmerzensgeld entrichten sowie Pflegepersonal und rollstuhlgerechte Umbauten finanzieren. Trotzdem hat nur jeder dritte Deutsche eine Haftpflichtversicherung. Diese schützt vor den hohen Folgekosten eines solchen Unglücks. Familienpolicen decken auch Missgeschicke von Kindern ab. Allerdings variieren verschiedene Versicherungspolicen in Bezug auf die abgedeckte Schadenssumme. Hier sollten sich potentielle Versicherungsnehmer gut informieren und nicht am falschen Ende sparen. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft empfiehlt eine Versicherungssumme von mindestens 3 Millionen Euro.

Eine Haftpflichtversicherung prüft zudem im Schadensfall, ob man überhaupt haftbar zu machen ist und sichert sowohl Personen- als auch Sach- und Vermögensschäden ab. Im Schadensfall müssen sich Versicherungsnehmer um nichts kümmern, ohne Versicherung aber haftet man mit dem gesamten derzeitigen und zukünftigen Vermögen ein Leben lang bis zur Pfändungsgrenze.

Hausratversicherung deckt nicht alles ab

Neben der Haftpflichtversicherung ist der Abschluss einer Hausratversicherung wichtig. Diese bewahrt vor Schäden am persönlichen Eigentum. In der Regel sind Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Einbruch abgedeckt. Im Versicherungsschutz eingeschlossen sind Gegenstände, die Dritten gehören, sich aber zum Zeitpunkt des Unfalls innerhalb der Wohnung der Versicherten befinden. Zudem werden die Folgekosten eines Schadens übernommen, also etwaige Renovierungskosten oder Kosten für Löschwasserschäden. Anderes dagegen sucht man oftmals vergeblich. Will man beispielsweise den teuren Glastisch versichern, muss man bei vielen Versicherungen zusätzlich eine Glasversicherung abschließen.

Die zu zahlenden Versicherungsbeiträge berechnen sich vor allem aus dem Wert des Hausrats. Um diesen beurteilen zu können, werden traditionell die Wohnfläche und die Wohngegend (etwa wegen der Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen) herangezogen. Pro Quadratmeter Wohnfläche kalkulieren Versicherungen in der Regel 600 bis 700 Euro Wert. In diesem Betrag sind Wertsachen aber nur in einem bestimmten Umfang mit abgedeckt, es sei denn, diesbezüglich besteht eine Sonderregelung.

Auch teure Elektronik oder Handys fallen nicht immer unter die generelle Haftpflichtversicherung. Hier gilt es, die Police ausgiebig zu lesen und gegebenenfalls eine zusätzliche Handy- oder Elektronikversicherung abzuschließen. Diese schützt dann auch vor Diebstahl des Handys sowie Wasserschäden und persönlichem Ungeschick.

Bildquelle © pixabay/falco Lizenz: CC0-Lizenz

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