Wenn Prinz George König wird, Teil 2

Prinz George, der diese Woche getauft wird, besteigt unter Umständen den Thron als König George VII. nicht vor seinem 65. Lebensjahr. Zwar wird es vermutlich auch dann  keine interstellaren Reisen oder gar fliegende Autos geben, aber die Art und Weise, wie wir uns 2078 von A nach B bewegen, wird einige bemerkenswerte Veränderungen erfahren haben.

 

Allianz SE
München, 24.10.2013 Zukunftsvisionen Teil 1: Die sich verändernde Welt Teil 3: Erwartet George eine grüne Zukunft?

Bei ihrer Hochzeit fuhren William und Kate in einer Pferdekutsche. Als Prinz Charles geboren wurde, waren Kutschen noch im Londoner Verkehr zu finden – heute eher die Ausnahme.

Teil 2 –- Mobilität: Wie sich die Welt bewegen wird
 

In der Zeit, als Prinz Charles, der Großvater von George, im Jahre 1948 geboren wurde, füllten alle Arten von Fahrzeugen die Straßen: Handkarren, Fahrräder, Autos und sogar noch ein paar Pferdekutschen. Der kleine Prinz Charles und seine Familie konnten die Wochenenden auf Windsor Castle ohne den ständigen ohrenbetäubenden Donner der startenden und landenden Flugzeuge am nahegelegenen Flughafen Heathrow genießen. Damals gab es knapp über 100 Landungen pro Tag, heute hingegen sind es zehn Mal so viele. Global gesprochen gab es nach den Angaben des Kraftfahrzeugforschers Ward in den späten 1940er Jahren vielleicht 60 Millionen Autos auf den Straßen. Sie galten damals noch als Luxus, auf den die meisten Leute sparten. Heute liegt ist die Zahl der Kraftfahrzeuge bei einer Milliarde. Statistisch besitzt jeder siebte Erdenbürger ein Automobil.
 

Wird sich die Anzahl der Autos bis zum Jahr 2078 weiter so rapide entwickeln? Nein. Die Allianz Experten sind sich einig, dass wir künftig Autos anders betrachten werden. Da immer mehr Menschen in die Städte ziehen und die Staaten diesen Zustrom zu bewältigen versuchen, wird die Kfz-Nutzung immer stärker reglementiert. Die Kosten für den Besitz eines Autos werden aufgrund von erhöhten Parkgebühren erheblich ansteigen, auch die City-Maut und andere Maßnahmen werden den Besitz eines Kfz oder auch nur eines Führerscheins unattraktiver machen.

Der sog. „Hyperloop“ wurde kürzlich als Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Los Angeles und San Francisco vorgeschlagen. Ist das die Zukunft?

Quelle: spacex.com

Heute immer häufiger zu sehen: Elektroautos könnten eines Tages zum Alltagsbild gehören – eine gute Nachricht für die Umwelt.

London ist noch immer verstopft, jedoch gibt es weniger Fahrer
 

„Während der Regentschaft von Georg VII. wird es vermutlich immer noch Staus auf den Straßen Londons geben. Aber der Hauptunterschied gegenüber heute besteht darin, dass diese Fahrzeuge von Car-Sharing-Konzepten betrieben werden, und zwar im Wesentlichen aufgrund der hohen Kosten für ein eigenes Auto“, erläutert Tim Pitts, Leiter Product and Technical Support bei Allianz UK.
 

Allianz Experten vermuten, dass Fahrerassistenzsysteme immer ausgereifter und standardmäßiger werden – was die Zahl der Autounfälle reduziert. Dieser Trend ist bereits in Europa und den USA zu beobachten, während die Schwellenländer noch Aufholbedarf haben. „Bei einem Autounfall zu sterben, ist leider ein Armutsrisiko“, bemerkt Jörg Kubitzki, Fachmann für Straßensicherheit im Allianz Zentrum für Technik (AZT). Er hofft, dass sich im Bereich der Sicherheitsstandards noch viel tun wird. In den 1970er Jahren unterstützte das AZT die Verpflichtung zum Anlegen des Sicherheitsgurts in Deutschland – viele Länder müssen sich dem noch anschließen und auch ihre Gesetze anschließend durchsetzen.
 

Ferner erklärt Kubitzki, dass die fahrerlose Zukunft insbesondere den Transportsektor bestimmen wird, weniger den privat Reisenden. Er weist auf ein modernes visionäres Projekt in Kalifornien hin, das einen Hochgeschwindigkeitstunnel für fahrerlose Fahrzeuge zwischen Los Angeles und San Francisco vorschlägt.
 

Frederic Müntzing von Global P&C bei der Allianz SE schließt sich dem an: „Die persönliche Mobilität könnte sich mehr auf Freizeitaktivitäten konzentrieren“, meint er. In 65 Jahren ist der Bedarf an physischer Mobilität vielleicht geringer. Im Gegensatz zu den Experten, die eine zunehmende Urbanisierung prognostizieren, meint er, dass die Menschen von dort arbeiten können, wo sie es vorziehen. So könnte möglicherweise die Notwendigkeit schwinden, in großen städtischen Ballungszentren zu leben. Diejenigen, die reisen, tun das dann unter Umständen nur noch für Wochenendausflüge.
 

„In den nächsten Jahrzehnten wird die Automobilindustrie die derzeitigen Motoren noch weiter optimieren. Aber eines Tages werden die Autos entweder über einen Elektro- oder über einen emissionsfreien Brennstoffzellen-Antrieb verfügen. Die gute Nachricht ist: Die Luft wird endlich viel sauberer sein, wenn der königliche Nachwuchs den Thron besteigt“, verspricht Manfred Boschatzke, Market Management Direktor von Allianz Deutschland.
 

Mehr zur Zukunft von Technologie, Energie und Klima finden Sie im nächsten Teil unserer Serie Zukunftsvision.
 
 

Morgen Teil 3 – Erwartet George eine grüne Zukunft?

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Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:

 

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Pressemitteilung Allianz ( Allianz SE
München, 24.10.2013 )

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