Steigende Zinsen – Wie lege ich mein Geld jetzt richtig an?

Lohnen sich Tages- und Festgelder?

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Ob es sich lohnt, bei einer längerfristig geplanten Anlage zunächst auf kurzfristige Tages- oder Festgelder zu setzen und darauf zu spekulieren, die Mittel anschließend zu einem höheren Zinssatz längerfristig anlegen zu können, hängt allein von der weiteren Zinsentwicklung ab. Zumindest können Anleger aber im Voraus berechnen, was die Folgeanlage bringen muss, damit sich die Zwei-Schritt-Strategie lohnt.

Dazu ein vereinfachtes Rechenbeispiel: Ein Anleger will sein Geld über fünf Jahre fest binden. Für einen entsprechenden Sparbrief erhält er derzeit 3,0 Prozent im Jahr. Alternativ könnte er das Geld für 1,5 Prozent in einen Sparbrief mit einer Laufzeit von einem Jahr investieren. Der Zinsnachteil im ersten Jahr beträgt also 1,5 Prozentpunkte. Damit er bei der Wiederanlage nach einem Jahr zumindest genauso dasteht wie beim fünfjährigen Sparbrief, muss die Anschlussanlage über vier Jahre mindestens eine Verzinsung von 3,38 Prozent pro Jahr einbringen. Liegt der Zinsertrag höher, hat sich die gewählte Strategie gegenüber der Langfristanlage ausgezahlt.

Anleger sollten nicht nur die Entwicklung der Leitzinsen, sondern vor allem auch die Bewegungen am Markt für langfristige Zinsanlagen aufmerksam beobachten. Wer derzeit vor einer längerfristigen Anlageentscheidung steht, sollte prüfen, wie hoch der konkrete Zinssatz in der Zukunft sein muss, damit sich das Zwischenparken im kurzfristigen Bereich lohnt. Wie die Entscheidung ausfällt, hängt dann von der persönlichen Zinserwartung ab.

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