Bargeld, Maestro- oder Kreditkarte: Das richtige Zahlungsmittel im Ausland

Ob Spanien, Türkei oder gar ein Reiseziel in Übersee – deutsche Urlauber zieht es auch in diesem Sommer wieder ins Ausland. Viele stehen dabei vor der Frage, wie sie im Ausland bezahlen sollen. Die Verbraucher­zentrale NRW hat Tipps dazu parat. Grundsätzlich gilt: Reisende sollten zumeist mehrere Zahlungsmittel im Gepäck haben. Für einen Wochenend­urlaub in Österreich mag es noch ausreichen, sich ganz auf Bargeld zu verlassen. Bei einem einwöchigen Aufenthalt im Ausland sollten Urlauber aber auf mehrere Zahlungsmöglichkeiten setzen. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt die Vor- und Nachteile:

* Bargeld: Bargeld ist unkompliziert und wird überall akzeptiert. Logisch also, dass Scheine und Münzen auch im Ausland zur Grundausstattung eines jeden Geldbeutels gehört. Wie viel Bargeld mitgenommen werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie lange dauert der Aufenthalt? Wie hoch ist das Risiko, dass Geld verloren oder gestohlen wird? Wie unkompliziert lassen sich andere Zahlungsmittel wie Maestro- oder Kreditkarten einsetzen? Zumindest für den ersten Tag sollte jeder Bargeld in der Tasche haben. Geht der Trip in ein Land außerhalb der Eurozone, sollte bereits zu Hause einige Euros umgetauscht werden.

* Maestro-Karten: Was früher die EC-Karte war, ist heute die Bank­kundenkarte mit Maestro-Zeichen. Mit dieser Karte können Urlau­ber zumindest im Euro-Raum in vielen Geschäften und Restaurants bargeldlos zahlen, ohne dass dafür Kosten anfallen. Auch das Geld abheben am Automaten ist im europäischen Ausland normaler­weise möglich – und oft günstiger als das Abheben mit der Kredit­karte. In jedem Fall gilt: Ein Kostenvergleich beim Geldinstitut lohnt.

* Sparkarten: Eine weitere Art von Bankkarten wandelt auf den Spu­ren des alten Postsparbuches, mit dem man in aller Herren Länder Geld abheben konnte. Das geht seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Doch einige große Banken bieten Sparkarten an, mit denen ebenfalls Abhebungen im Ausland möglich sind. Die genauen Bedingungen und die Zahl der Akzeptanzstellen unter­scheiden sich von Bank zu Bank. Bei allen kann jedoch nur über zuvor eingezahltes Guthaben verfügt werden. Zudem ist die Höhe der Abhebungen pro Monat in der Regel begrenzt.

* Kreditkarten: Kreditkarten können im Ausland sehr praktisch sein: Man kann mit ihnen am Automaten Geld abheben und außerdem in vielen Geschäften und Restaurants bezahlen. Die Währung des Landes, in dem man sich befindet, spielt dabei in der Regel keine Rolle. Grundsätzlich ist das Geldabheben mit Kreditkarten im Aus­land aber etwas teurer als mit Maestro-Karten. Ausnahme: Einige Banken bieten Girokonten mit Kreditkarten an, mit denen Kunden weltweit kostenlos Geld abheben können.

* Reiseschecks (Travelerschecks): Reiseschecks werden von Unternehmen wie American Express oder Thomas Cook ausgege­ben und weltweit akzeptiert. Sie sind ein recht sicheres Zahlungs­mittel. Wer Reiseschecks benutzen will, muss jeden Scheck unter­schreiben, wenn er die Schecks in Empfang nimmt. Will er einen Scheck einlösen, muss er erneut unterschreiben und dabei einen Ausweis vorlegen. Zudem sind Reiseschecks bei Verlust versichert. Sie eignen sich besonders für Reisen in unsichere Länder. Trotz­dem haben Reiseschecks auch einige Nachteile, etwa die relativ hohen Kosten. Meist gibt es eine Mindestgebühr von sechs Euro, die schon beim Kauf der Reiseschecks zu zahlen ist. Beim Einlösen fallen weitere Gebühren an.

Wer über diese Tipps hinaus gehende Fragen und Probleme hat, kann ein kostenloses Expertenforum im Internet besuchen, das von der Verbrau­cherzentrale NRW betreut wird. Adresse: www.verbraucherfinanzwissen.de.

Presseinformation der VZ NRW

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