Kredite, Girokonten und Kreditkarten ohne SCHUFA

Aktuell: SCHUFA-Filialen schließen

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Ab 1. April 2010 tritt die Neuregelung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) in Kraft. Die Kriterien der Kreditwürdigkeitseinstufung von Verbrauchern müssen dann transparenter gestaltet werden. Ab diesem Zeitpunkt können Verbraucher Einsicht in die gespeicherten Daten verlangen. Dies gilt auch für die SCHUFA. Hier werden bisher für jede Auskunft 7,80 Euro fällig. Ab dem 1. April soll die die Eigenauskunft laut dem neuen BDSG einmal pro Jahr kostenlos erfolgen.

Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, schließt die SCHUFA mehrere Filialen im Bundesgebiet. Da in den letzten Jahren ein verstärkter Zugriff auf das Internetportal www.schufa.de sowie auf die Service-Telefonnummer registriert wurde, wird man sich in Zukunft mehr diesen Kanälen widmen und demzufolge die Geschäftsstellen in Bremen, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und Saarbrücken schließen. 2011 sollen Düsseldorf, Mannheim und Stuttgart folgen. Mitarbeitern werden Arbeitsverträge in den verbleibenden Büros in Berlin, Bochum, Hannover, Köln, München und Wiesbaden angeboten. Aber auch die Arbeitsweise in den Filialen ändert sich: Statt sich vor Ort eine SCHUFA-Auskunft erteilen zu lassen, müssen Verbraucher in der Geschäftsstelle ein Formular ausfüllen. Dabei können sie von den Mitarbeitern Hilfestellung erhalten. Die Ergebnisse der Auskunft bekommen Kunden dann jedoch mit der Post nach Hause geschickt.

Weitere Neuerungen des BDSG: Für deutsche Verbraucher ändert sich nicht viel, was die Überprüfung der Kreditwürdigkeit vor Abschluss eines Darlehens betrifft. Der Kreditgeber wird eine so genannte Bonitätsprüfung durchführen, um sicher zu stellen, dass ein Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nachkommt. Dies gilt auch für ausländische Kreditgeber. Diese erhalten Zugriff auf alle nationalen Datenbanken, wie zum Beispiel der deutschen SCHUFA. Wird ein Kreditantrag aufgrund einer solchen Datenbankabfrage abgelehnt, muss der Kreditgeber den Verbraucher nicht nur über den Grund der Ablehnung informieren. Dieser hat außerdem das Recht zu erfahren, welche Angaben in der Datenbank zu der negativen Bonitätsprüfung führten.

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