Verbraucherzentrale Niedersachsen rät: Bei Mahnung von PROINKASSO Zahlung verweigern

Aktuell häufen sich bei der Verbraucherzentrale die Beschwerden über unzählige Mahnschreiben des Unternehmens PROINKASSO GmbH aus Neu-Isenburg. Im Auftrage des Gewinnspieleintragungsdienstes Tipp House sei das Inkassobüro bevollmächtigt, für eine Anmeldung zu diesem Gewinnspieldienst eine offene Forderung in Höhe von rund 139 Euro einzuziehen. Die Gesamtforderung sei innerhalb der nächsten sieben Tage zu überweisen. Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, nicht zu zahlen, wenn sie keinen Vertrag geschlossen haben. Das Inkassobüro muss außerdem das Bestehen der Forderung nachweisen. Auch sollte die im Inkassoschreiben vorgeschlagene Ratenzahlungsvereinbarung keinesfalls unterzeichnet werden.
Zahlreiche Verbraucher versicherten glaubhaft gegenüber der Verbraucherzentrale, dass sie weder einen Vertrag mit Tipp House geschlossen noch eine Rechnung dieser Firma erhalten haben. Um Verbraucher einzuschüchtern, droht das Inkassobüro in seinem Schreiben bei Nichtzahlung mit einer Reihe von Maßnahmen wie beispielsweise Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung, Pfändung der Bezüge, auch Arbeitslosengeld und Rente sowie Bankguthaben und Eintragung in entsprechende Schuldnerverzeichnisse.
Karin Goldbeck, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale rät dazu, Ruhe zu bewahren, sich von solchen leeren Drohungen nicht einschüchtern zu lassen und nicht aus Angst oder Unkenntnis zu zahlen. Die Ratenzahlungsvereinbarung sollte deshalb nicht unterzeichnet werden, weil man sich dabei vertraglich zu dieser Zahlung verpflichtet, unabhängig von der Seriosität der Gesamtforderung. Wer also keinen Vertrag mit Tipp House geschlossen hat, kann das PROINKASSO-Schreiben getrost in den Papierkorb schmeißen. Weiteren Rat und Hilfe gibt es am Verbrauchertelefon und in allen Beratungsstellen.
(Pressemitteilung Verbraucherzentrale Niedersachsen)

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