DSGV: Landwirtschaft ist große Stütze in der Krise

Als „große volkswirtschaftliche Stütze in der Krise“ hat der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland bezeichnet. Die insgesamt gesehen überwiegend stabilen Preise für Lebensmittel seien eine wichtige Stütze für die Binnennachfrage.
„Der gesamte Produktionsprozess zur Erstellung von Nahrungsmitteln ist im Vergleich mit anderen Wirtschaftsbereichen stabil geblieben. Dies ist dem großen Engagement der Landwirte und der enormen Leistungsfähigkeit ihrer Betriebe geschuldet“, so Haasis anlässlich der 22. Agrarkredittagung der Sparkassen-Finanzgruppe in Berlin. So sei es 2008 zum ersten Mal gelungen, mehr Güter der Ernährungsindustrie zu exportieren als zu importieren. Die hervorragende Qualität der deutschen Produkte sei der Schlüssel zu diesem Erfolg gewesen. Schwierigkeiten, wie sie beispielsweise bei den gesunkenen Preisen für Milchlieferungen an Molkereien bestünden, seien zu Recht von der Politik als Handlungsfelder erkannt worden. Die Unterstützung von Absatzförderungen, der Abbau bürokratischer Hürden sowie die Direktzahlungen an Landwirte seien richtige Instrumente zur Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe. „Insbesondere die Direktzahlungen müssen ausgebaut werden. Sie helfen den Landwirten, auch schwierige Zeiten zu überbrücken“, so der DSGV-Präsident. Die Sparkassen-Finanzgruppe als Partner der Landwirtschaft habe bislang Sorge dafür getragen, dass die Finanzhilfen auch zeitgerecht bei den Landwirten ankommen. Nach aktuellen Angaben der Landwirtschaftlichen Rentenbank seien bereits 500 Mio. ? an 9.000 Landwirte aus den vom Bund und Ländern ermöglichten vergünstigen Liquiditätshilfen zugesagt. Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe sind mit einem Marktanteil von über einem Drittel (33,8 Prozent) ein wichtiger Partner der Landwirtschaft und des Ernährungsgewerbe. Haasis: „Und unsere Zahlen zeigen klar an: Es gibt insgesamt keine Kreditklemme – und auch insbesondere keine Kreditklemme für die Landwirtschaft. So ist das Kreditneugeschäft der Sparkassen an Unternehmen und Selbständige erneut auch im Jahresvergleich von September 2008 zu 2009 um 5,2 % gewachsen.“ Nach Angaben der landwirtschaftlichen Rentenbank sei die Finanzierung ihrer Investitionen für die meisten landwirtschaftlichen Betriebe nach wie vor kein Problem. Danach hätten sich für 82 Prozent der Landwirte die Kreditkonditionen im letzten halben Jahr nicht verschlechtert. Haasis: „Dies gewährleisten vor allem Sparkassen und Volksbanken. Sie sind flexibel und schnell, wie dies für mittelständische Unternehmen üblich ist.“ (Pressemitteilung DSGV)

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
* Pflichtfelder