Goldpreis bleibt vierstellig

Der Goldpreis bleibt vierstellig, dessen ist sich Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte von ERA Resources, auch nach der kurzfristigen Kurserholung im Oktober sicher. ?Wir haben einige Gewinnmitnahmen gesehen, die auf den Rebound des US-Dollars zurückzuführen sind. Insgesamt bleibt das Käuferinteresse sehr stark.? Insbesondere versteckte Käufe der asiatischen Notenbanken stützen die Notierung über der 1.000er-Marke. Goldminenaktien zeichneten die leichte Korrektur des physischen Metalls nach, könnten kurzfristig aber noch weiter nachgeben. Grund sei die Nähe zu den allgemeinen Aktienmärkten.
Auch für Silber sieht der Rohstoff-Experte den langfristigen Aufwärtstrend intakt. Der Silberpreis hat die Entwicklung von Gold überproportional nachvollzogen und beendete den Oktober dadurch insgesamt mit einem Verlust von 2 Prozent, während der Goldpreis noch die positive Wende auf plus 3,47 Prozent schaffte. Der Markt sei kleiner und reagiere deswegen naturgemäß stärker. ?Mit über 16 USD/Unze bewegt sich der Silberpreis aber nach wie vor auf einem festen Niveau?, sagt Ullmann.
Die Notierungen der Basismetalle sind vergleichsweise stabil geblieben, gestützt von den festen Wirtschaftsdaten aus China. Das Reich der Mitte engagiert sich gleich auf dreierlei Weise: Zum einen nutzt der chinesische Staat Investments in Basismetalle als Hedge gegen den schwachen US-Dollar. Dann ist der chinesische Import an Basismetallen, vor allem von Kupfer und Nickel, weiterhin ungebrochen. Zuletzt beteiligen sich die Chinesen direkt an produzierenden Unternehmen.
Ebenfalls relativ stabil kamen Soft Commodities durch den vergangenen Monat. Die Aktien der Produzenten haben im Zuge der allgemeinen Korrektur der weltweiten Aktienmärkte nur leicht nachgegeben. ?Bei den Produzenten weicher Rohstoffe haben wir in diesem Jahr noch keine Rallye gesehen und die Nachfrage steigt allmählich?, erklärt Ullmann. Potash-Werte haben die Bodenbildung inzwischen gesehen, sind aufgrund schlechter Quartalszahlen und hoher Lagerbestände aber noch verhalten. ?Mittelfristig sehen wir für Düngemittelproduzenten eine sehr positive Entwicklung?, ist sich der Rohstoff-Experte sicher. Wann die Märkte die guten Aussichten vorwegnehmen, bleibe aber noch offen. Die jüngsten Übernahmegerüchte des Kaliproduzenten Potash Corp. durch BHP Billiton untermauern die künftige Bedeutung dieses Sektors.
Da Ullmann die Korrektur bei Soft Commodities aber noch nicht als beendet ansieht, hält er den Cashanteil mit 20 Prozent im STABILITAS?SOFT COMMODITIES weiterhin hoch. Bei Waldinvestments setzt er stärker auf die Wachstumsmärkte China und Südamerika, die schnell wachsenden Eukalyptus anbauen. Eukalyptus eignet sich als Bauholz, aber auch als Brennmaterial und zur Papierherstellung. ?Der Markt ist noch klein, wird vom chinesischen Staat aber stark gefördert ? nicht zuletzt, um sich von den Holzimporten aus Russland unabhängig zu machen?, erklärt der ERA-Experte.
Bei Energie-Werten setzte sich der allgemeine Oktober-Trend der leichten Kurskorrektur fort: Uran- und Ölwerte sind gut gelaufen. Der Produktionsausfall der Olympic Dam Mine in Australien hat den Preis für Uran untermauert, bei anderen Uranproduzenten sei dies jedoch nicht angekommen. Ein Grund, weshalb der ERA-Experte weiterhin zur Vorsicht mahnt. ?Die Märkte sind nach wie vor nervös und die Bereinigung ist nicht abgeschlossen.? Noch sei daher Zurückhaltung geboten.
(Pressemitteilung ERA Resources)

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