Freie Ärzteschaft warnt vor Doppelministerium für Gesundheit und Familie

„Sollte das Bundesgesundheitsministerium in einem Doppel-Ressort aufgehen, wäre das für das Gesundheitswesen in Deutschland in dramatischer Weise kontraproduktiv!“ Martin Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft‘ (FÄ) nahm mit dieser Äußerung Bezug auf Zeitungsmeldungen, wonach die bisherige Familienministerin Ursula von der Leyen unter Beibehaltung dieser Funktion zusätzlich Gesundheitsministerin werden solle. „In einem Doppelministerium werden zwangsläufig beide Ressorts herabgewürdigt, weil auch die Arbeitskraft einer Ministerin oder eines Ministers ihre Grenzen hat und die zur Verfügung stehende Arbeitszeit zum wechselseitigen Schaden der Ressorts aufgeteilt werden muss.“
Für Grauduszus ist es nicht nachvollziehbar, dass angesichts vielfältiger drängender Probleme im Bereich des Gesundheitswesens das zuständige Ministerium in einem Doppel-Ressort aufgehen soll: „Die gesundheitspolitischen Herausforderungen sind so gewaltig, dass hier die ungeteilte Arbeitskraft einer Bundesgesundheitsministerin oder eines Ministers unabdingbar ist!“
Der während des Wahlkampfes vielfach – insbesondere von der FDP – propagierte Wechsel dürfe gerade vor der Gesundheitspolitik nicht haltmachen, „indem man ihr durch Zusammenlegung mit anderen Ressorts den Stempel ‚unter ferner liefen‘ aufdrückt“, warnte der FÄ-Präsident.
Angemessen sei es vielmehr, dass das künftige Bundesgesundheitsministerium in der Wahrnehmung der Koalitionäre den Rang eines sogenannten „Schlüssel-Ressorts“ haben müsse – „als Fulltime-Job für eine kompetente Führungsmannschaft.“ (Pressemitteilung der Freien Ärzteschaft)

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