DSGV – Kosten aus Konjunktur- und Rettungspaketen nicht auf Sparer abwälzen

Für eine konsequent auf Stabilität ausgerichtete Geldpolitik hat sich der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, heute in einer Pressekonferenz anlässlich der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Istanbul ausgesprochen. „Schrittweise muss parallel zur Gesundung des Finanzsektors Liquidität aus dem Markt genommen werden. Deshalb sind das Ende des historischen Zinstiefs und danach mehrere Schritte nach oben zu erwarten“.
Haasis forderte in diesem Zusammenhang schrittweise Ausstiegsszenarien aus Konjunkturprogrammen der Staaten und Liquiditätsmaßnahmen der Notenbanken. „Auch wenn derzeit die konjunkturelle Lage eine Umsetzung solcher Strategien noch nicht zulässt, sind entsprechende Konzepte notwendig. Denn zuviel Liquidität im Markt und ein zu großer Kapitalbedarf der öffentlichen Hand beinhalten erhebliche Stabilitätsgefahren für die Zukunft.“
Schon heute sei absehbar, dass die Versuchung groß sein werde, die Schuldenberge aus Konjunktur- und Bankenrettungspaketen – zumindest teilweise – ‚wegzuinflationieren‘. Regierungen und Notenbanken sollten aber im Sinne der Sparerinnen und Sparer dieser Versuchung widerstehen, da sie lediglich neue Instabilitäten und einen neuerlichen Vertrauensverlust für die Finanzmärkte bedeuten würde, sagte der DSGV-Präsident. Die Regierungen – auch die neue in Deutschland – stünden deshalb vor der schwierigen Aufgabe, Wachstumskräfte zu unterstützen und gleichzeitig substanzielle Einsparungen vorzunehmen. Haasis: „Für umfassende Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger von Steuern und Abgaben, so wünschenswert sie sein mögen, gibt es deshalb nur geringe Spielräume“, so Haasis. (Pressemitteilung der DSGV)

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