Mieten belasten Berliner trotz niedriger Preise

In Berlin sind die Durchschnittsmieten niedriger als in anderen Großstädten – und belasten die Budgets der Hauptstadtbewohner dennoch stark. Denn die Kaufkraft liegt weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Stetig steigende Preise verschärfen die Situation, wie der Marktbericht des Immobilienportals Immowelt.de zeigt.
Verglichen mit anderen deutschen Großstädten bietet Berlin vergleichsweise günstigen Wohnraum – bei einer Bevölkerung mit unterdurchschnittlicher Kaufkraft. Laut Marktbericht von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, steigen die Preise außerdem stetig an, was es vielen Berliner Haushalten weiter erschwert, für ihre Verhältnisse bezahlbare Wohnungen zu finden.
Im ersten Halbjahr 2009 liegt der Berliner Quadratmeterpreis bei durchschnittlich 6,96 Euro pro Monat (+2% gegenüber dem ersten Halbjahr 2008). Damit ist Berlin eine der günstigsten deutschen Großstädte. Allerdings gehört die Hauptstadt auch zu den ärmsten: Fast 600.000 Menschen leben direkt oder indirekt von Hartz IV. Die Kaufkraft beträgt nur knapp 90 Prozent des Bundesdurchschnitts. Der durchschnittliche Berliner muss deshalb anteilig mehr seines Einkommens in die Miete stecken als Mieter in vielen anderen Städten.
Selbst moderate Mietsteigerungen sind daher für viele Berliner nur schwer zu verkraften, besonders, wenn es sich um Familien mit Kindern handelt: Große Wohnungen mit vier und fünf Zimmern wurden um jeweils drei Prozent teurer und kosten jetzt im Schnitt 6,71 Euro beziehungsweise 7,42 Euro pro Quadratmeter.
Auch Eigentumswohnungen sind für Berliner Einkommensverhältnisse recht teuer, durchschnittlich 1.693 Euro pro Quadratmeter. Jedoch entwickeln sich die Preise unterschiedlich: Während Ein-Zimmer-Wohnungen unverändert 1.362 Euro pro Quadratmeter kosten, sind Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen teurer geworden (je +4%) und kosten 1.804 beziehungsweise 1.831 Euro pro Quadratmeter.
Die Preise für sehr große Wohnungen mit fünf Zimmern oder mehr wiederum sind stark gesunken (-11%) und liegen aktuell bei 1.712 Euro pro Quadratmeter. Dieser Rückgang beim Durchschnittspreis resultiert wahrscheinlich aus dem breit gefächerten Angebot und der erhöhten Vorsicht beim Kauf von Luxusobjekten.
Häuser zum Kauf sind in Berlin recht preisstabil und, gemessen an Größe und Bedeutung der Stadt, im Mittel sehr günstig. Freistehende Häuser kosten durchschnittlich 367.000 Euro, wobei hier die größte Preisspanne zu beobachten ist – von Edel-Anwesen für Millionen-Beträge bis zu kleinen Siedlungshäuschen für unter 100.000 ist alles dabei. Reihenhäuser und Doppelhaushälften kosten jeweils um 260.000 Euro im Schnitt.
Der Marktbericht Berlin steht hier zum Download bereit: http://www.presseportal.de/go2/Marktbericht_Berlin
Pressemitteilung der Immowelt AG

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