Bundestagswahl 2009: Steuerpläne der Parteien unter der Lupe

Steuerpläne von Bündnis90/Die Grünen

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„Aus der Krise hilft nur Grün“ lautet der Slogan der Grünen. Und wie kommt man aus der Krise? Ein grüner Baustein ist eine einmalige Vermögensabgabe. „Heute besitzen fünf Prozent der Bevölkerung 47 Prozent des Vermögens“, argumentiert die Partei in ihrem Wahlprogramm „Der grüne neue Gesellschaftsvertrag“.

Einkommensteuertarif – Der Vorschlag der Grünen

Den Spitzensteuersatz will die Partei von 42 Prozent auf 45 Prozent anheben. Den Grundfreibetrag wollen die Grünen von 8.004 Euro auf 8.500 Euro erhöhen. Ferner soll jeder Steuerzahler von einer Werbungskostenpauschale in Höhe von 2.000 Euro profitieren.

Spitzenverdiener, die aufgrund ihres ausländischen Wohnsitzes Steuern sparen, möchten die Grünen zur Kasse bitten. Die Steuerregelungen der USA, deren im Ausland lebende Bürger in den Vereinigten Staaten einkommensteuerpflichtig sind, sollen als Beispiel dienen.

Die Grünen fordern die Abschaffung der Abgeltungssteuer und ein effektives Vorgehen gegen Steueroasen. Schließlich sei es ungerecht, das Einkommen aus Finanzanlagen weniger zu besteuern als das Einkommen aus Arbeit.

Das Ehegattensplitting wollen die Grünen zur „Individualbesteuerung weiter entwickeln“. Die bisherigen Steuerklassen III; IV und V haben somit in den grünen Steuerplänen keine Zukunft.

Erbschaftssteuer wird zur Gerechtigkeitssteuer

Die Grünen möchten die Erbschaft- und Schenkungssteuer erneuern. In dieser neuen Gerechtigkeitssteuer sollen „große Erbschaften“ stärker besteuert werden. „Kleine Erbschaften“ durch die Freibeträge von der Steuer verschont werden. Genaue Zahlen nennen die Grünen allerdings nicht. Für Betriebsvermögen wünschen sich die Grünen einen deutlich höheren Freibetrag. Die Steuermehreinnahmen aus der „Gerechtigkeitssteuer“ sollen den Ausgaben für Bildung und Kinderbetreuung zufließen.

Fazit: Die Grünen sprechen sich gegen allgemeine Steuererhöhungen aus. Sie wollen lediglich eine einmalige Abgabe von den Vermögenden.

Frage an den Leser:

Was denken Sie über die Steuerpläne der verschiedenen Parteien? Leere Versprechungen oder handfeste Lösungsansätze? Welche Wünsche haben Sie persönlich in Bezug auf Steuern? Schreiben Sie Ihre Meinung in unserem Forum: forium Experten – das Forum für Steuern, Versicherungen und Finanzen.

Lesen Sie im nächsten Teil unserer Wahlprogramm-Analyse: Welche Konsequenzen ziehen die Parteien aus der Finanzkrise? Wie können Privatanleger besser geschützt werden?

Ein Kommentar zu “Bundestagswahl 2009: Steuerpläne der Parteien unter der Lupe”

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