Bundestagswahl 2009: Steuerpläne der Parteien unter der Lupe

Steuerpläne der Linkspartei

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Während die Liberalen den Besserverdienenden steuerliche Entlastungen versprechen, will die Linke deutlich mehr Steuereinnahmen von dieser Einkommensgruppe. So fordert die Linkspartei in ihrem Wahlprogramm „Konsequent sozial.“, die derzeitige Umverteilung von unten nach oben zu beenden und umzukehren.

Einkommensteuertarif – Der Vorschlag der Linkspartei

Ab einem Jahreseinkommen von 65.000 Euro soll der Spitzensteuersatz 53 Prozent betragen. Bis zu diesem Spitzensteuersatz soll die steuerliche Belastung linear steigen. Der Grundfreibetrag soll außerdem auf 9.300 Euro angehoben werden.

Ehegattensplitting abschaffen

Ebenso wie die Liberalen möchte die Linkspartei das Ehegattensplitting abschaffen. Die Linken wollen stattdessen eine individuelle Besteuerung einführen.

Die Betreuungs- und Pflegeleistungen der Steuerzahler sollen nicht nur teilweise, sondern komplett vom Staat gefördert werden. Das Zusammenleben mit Kindern will die Partei zudem steuerlich mehr fördern.

Neue Pendlerpauschale

Die Entfernungspauschale soll neu geregelt werden. Die Fahrtkosten sollen unabhängig vom Verkehrsmittel anerkannt, ausgezahlt und mit dem jeweiligen Einkommen versteuert werden. Arbeitnehmer mit niedrigen Einkommen würden so nicht mehr benachteiligt.

Höhere Erbschaftssteuer

Die Linke möchte eine höhere Erbschaftssteuer durchsetzen. Erben soll ein einheitlicher Freibetrag in Höhe von 150.000 Euro gewährt werden. Bei Kindern, Ehegatten sowie Lebenspartnern würde sich der Freibetrag allerdings verdoppeln.

Mehr Steuern für Vermögende

Die Linke will die Vermögenssteuer, von ihr als Millionärssteuer bezeichnet, wieder einführen. Die fünfprozentige Millionärssteuer soll ab einem Vermögen von einer Million Euro erhoben werden. Zudem will sie, wie die SPD, eine Börsenumsatzsteuer einführen.

Ermäßigten Mehrwertsteuersatz ausbauen

Ein weiterer Vorschlag der Linkspartei betrifft den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, der derzeit für viele Lebensmittel und kulturelle Veranstaltungen gilt. Dieser Steuersatz soll auf andere Produkte und Dienstleistungen, wie apothekenpflichtige Arzneimittel, arbeitsintensive Dienstleistungen des Handwerks, Hotellerie und Gastronomie, ausgeweitet werden.

Fazit: Die Linkspartei will die Abgabenlast von Besserverdienenden deutlich erhöhen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite die Steuerpläne der Grünen.

Ein Kommentar zu “Bundestagswahl 2009: Steuerpläne der Parteien unter der Lupe”

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