Grünes Licht für Lärmschutz an Flughäfen

Heute hat der Bundesrat die Schallschutzverordnung und somit eine wichtige und notwendige untergesetzliche Regelung des Fluglärmschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Die Schallschutzverordnung legt nun fest, wie Maßnahmen zum Lärmschutz der Anwohner im Flughafenumfeld auszugestalten sind. Die deutschen Flughäfen und ihre Anwohner warten seit zwei Jahren auf die untergesetzlichen Regelungen. Bereits im Juni 2007 war das Fluglärmschutzgesetz in Kraft getreten.
„Gemeinsam ist es uns vor zwei Jahren gelungen, mit dem Fluglärmschutzgesetz einen Interessenausgleich zwischen Politik, den Flughäfen und ihren Anwohnern zu erreichen. Wir wollen die Anwohner im Umland der Flughäfen noch besser vor Fluglärm schützen“, erklärt Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV. Die Schallschutzverordnung ist Grundlage für die Lärmschutzmaßnahmen im Umfeld der Flughäfen. „Die deutschen Flughäfen stehen in einem engen Dialog mit ihren Anwohnern. Daraus ergaben sich in der Praxis der zurückliegenden Jahre Lärmschutzprogramme, die ein hohes Maß an Zuspruch fanden“, sagt Ralph Beisel. Allerdings bemängelt er: „Die neue Schallschutzverordnung geht über die Vorgaben des Fluglärmschutzgesetzes von 2007 hinaus. Dies führt zu mehr Kosten, aber nicht zu mehr Zufriedenheit in der Bevölkerung. Das Geld, das wir hier ausgeben, wird uns für Maßnahmen zum Klimaschutz fehlen.“ Mit den nun bevorstehenden Baumaßnahmen (u.a. Einbau von Schallschutzfenstern bei Anwohnern) sind die Flughäfen einmal mehr Vorreiter beim Lärmschutz und behalten das ungleich höhere Schutzniveau gegenüber den Verkehrsträgern Straße und Schiene bei. In den zurückliegenden Jahren haben die deutschen Verkehrsflughäfen 470 Millionen Euro in die Schalldämmung von Gebäuden investiert. Dies ist Ausdruck der Verantwortung der gesamten Branche. Beisel betont abschließend: „Der Luftverkehrsstandort Deutschland kann nur dann stark sein und sein großes volkswirtschaftliches Potenzial ausspielen, wenn der Luftverkehr die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung findet.“
(Pressemitteilung Der Flughafenverband ADV)

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