Sparda-Bank Hamburg eG weiter auf Kurs

In der heute im Hotel Sofitel Hamburg Alter Wall stattgefundenen Vertreterversammlung der Sparda-Bank Hamburg konnten die Mitgliedervertreter trotz Finanzmarktkrise auf ein gutes Geschäftsjahr 2008 zurückblicken. Die Bilanzsumme stieg um 3,3 Prozent auf fast 2,5 Milliarden Euro.
Kundeneinlagen kletterten um 2,1 Prozent bzw. 43,6 Millionen Euro auf 2,113 Milliarden Euro. Die Kreditbewilligungen beliefen sich auf gut 200 Millionen Euro nach 188 Millionen Euro im Vorjahr. Damit haben die Kunden vor dem Hintergrund von Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sowie der günstigen Zinssituation verstärkt auf den Erwerb von Immobilien bzw. Sachwerten gesetzt. Das Fondsgeschäft mit Kunden war nur leicht rückläufig. Lehman-Zertifikate hat die Bank an Kunden nicht verkauft. „Toxische Papiere“ befinden sich nicht in Eigenbeständen der Sparda-Bank. Der Bilanzgewinn stieg um 6 Prozent auf gut 6,6 Millionen Euro. Die Mitgliedervertreter beschlossen auf Vorschlag des Vorstands, hieraus eine Dividende in Vorjahreshöhe von 5,6 Prozent bzw. gut 1,6 Millionen Euro an die Mitglieder auszuschütten. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich außergewöhnlich stark um 5,2 Prozent bzw. 5,8 Millionen Euro auf gut 116 Millionen Euro. Auch der Zustrom neuer Mitglieder war in 2008 ungebrochen auf sehr hohem Niveau: 16.300 neue Mitglieder konnten geworben werden. Der Mitgliederbestand kletterte erstmals über die 200.000er-Linie. Damit ist die Sparda-Bank Hamburg weiterhin die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in ihrem Geschäftsgebiet Hamburg, Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen. „Die Menschen sehnen sich gerade in diesen Krisenzeiten nach unseren einfachen, gut durchschaubaren, sicheren Bankprodukten, die mit einem fairen Preis-/Leistungs-Verhältnis angeboten werden“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Hamburg, Dr. Heinz Wings. „Dies erklärt auch den noch einmal deutlich an Fahrt gewonnen Kundenzustrom im ersten Halbjahr 2009: Mehr als 14.000 neue Kunden haben sich für das genossenschaftliche Bankenmodell entschieden. Heute betreuen wir damit 260.000 Kunden, das sind doppelt so viele wie noch vor sechs Jahren“, so Wings weiter. Für 2009 erwartet die Sparda-Bank Hamburg ein nur leicht unter dem hohen Vorjahreswert (18,6 Millionen Euro) liegendes Teilbetriebsergebnis von 17,2 Millionen Euro. Besorgnis erregend ist jedoch nach Wings Worten die hohe Überschuldung der Verbraucher. Der kürzlich veröffentlichte „Schuldenreport 2009“ der Verbraucherzentrale geht von drei bis vier Millionen überschuldeter Haushalte in Deutschland aus. Das ist eine Quote zwischen 7,5 und 10 Prozent aller rund 40 Millionen Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland. Damit ist fast jeder zehnte Haushalt überschuldet. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird dazu beitragen, dass sich diese Situation weiter zuspitzen wird. „Oft liegt zwischen Verschuldung und Überschuldung nur ein winzig kleiner Schritt. Unerwartete Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Krankheit und Scheidung können das Fass leicht zum Überlaufen bringen. Wir möchten hier als genossenschaftliche Bank Verantwortung übernehmen und unseren in Not geratenen Mitgliedern frühzeitig helfen, eine Überschuldung zu vermeiden. Zu diesem Zweck beabsichtigen wir die Gründung einer Stiftung, die unter Beachtung von bestimmten Regeln ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ leisten wird“, so Wings. „Die Sparda-Bank Hamburg wurde 1903 – also in einem Jahr innovativer, vielen Menschen Angst machender Umbrüche – als Selbsthilfe-Einrichtung für Eisenbahner der Reichsbahn-Direktion Hamburg insbesondere zur Bekämpfung und Verhinderung von Notsituationen der Mitglieder gegründet. Zwischenzeitlich können nicht nur Eisenbahner, sondern alle Privatpersonen Kunden werden. Mit der beabsichtigten Stiftungsgründung möchte die Sparda-Bank Hamburg die ursprüngliche genossenschaftliche Idee ‚Einer für alle. Alle für einen‘ wieder stärker vitalisieren und der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation anpassen“, so Wings abschließend.
(Pressemitteilung der Sparda Bank Hamburg eG)

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