Bankenverband begrüßt Leitzinssenkung der EZB

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzins auf 1 % zu senken wird von den privaten Banken begrüßt. „Angesichts des wirtschaftlichen Einbruchs sowie der sehr niedrigen Preissteigerungsrate hat die EZB ihren zinspolitischen Spielraum erneut genutzt“, so Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes.

„Zwar wäre theoretisch auch ein Zinssatz von weniger als 1 % denkbar, die hiervon ausgehenden Impulse wären aber vergleichsweise gering.“ Zudem orientiere sich der Tagesgeldsatz auf dem Geldmarkt inzwischen schon stark am Zinssatz für die Einlagefazilität von 0,25 %. Eine weitere Senkung auch dieses Satzes könnte unter Umständen sogar negative Liquiditätseffekte für den Geldmarkt auslösen.

Auch die Erweiterung der „unkonventionellen Maßnahmen“ hält der Bankenverband für richtig. „Die Verlängerung der maximalen Laufzeit von Refinanzierungsgeschäften auf zwölf Monate kann die Kreditvergabe im Euroraum verbessern, ohne dass auf die wichtige Scharnierfunktion des Finanzsektors verzichtet wird. Damit eröffnet sich den Banken die Möglichkeit, auch etwas längerfristige Kredite günstig zu refinanzieren.“ Ein „credit easing“ in dieser Form stellt nach Webers Auffassung die richtige Mischung aus notwendiger expansiver Geldpolitik und Verantwortung für die Geldwertstabilität dar.

Pressemitteilung des Bankenverbandes

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