Umfrage: Diskussion um Staatshilfen für die Autoindustrie spaltet die Nation

Etwa jeder zweite Bundesbürger (48 Prozent) ist der Meinung, dass für privatwirtschaftliche Unternehmen keine Steuergelder ausgegeben werden sollten, die andere Hälfte (50 Prozent) dagegen spricht sich für eine staatliche Unterstützung der heimischen Automobilindustrie aus.

Das zeigt eine aktuelle repräsentative GfK-Umfrage im Auftrag der Kfz-Direktversicherung DA Direkt. Rund 60 Prozent der Befragten sind sogar der Auffassung, dass staatliche Unterstützungen angeschlagener privatwirtschaftlicher Unternehmen wettbewerbsverzerrend wirken.

Auch von der positiven Wirkung der Abwrackprämie auf deutsche Arbeitsplätze in der Automobil- und Zuliefererindustrie sind die meisten nicht gänzlich überzeugt: So zweifeln 60 Prozent daran, dass dadurch langfristig Arbeitsplätze in der Automobil- und Zulieferindustrie gesichert werden.

Immerhin jeder Fünfte (20 Prozent) ist davon überzeugt, dass die Abwrackprämie auch zur Arbeitsplatzsicherheit beiträgt. Weitere 19,5 Prozent sind zudem der Ansicht, dass vor allem ausländische Modelle von der Abwrackprämie profitieren werden.

Autos aus deutscher Produktion bevorzugt
Die Frage, ob die Deutschen eher Autos aus hiesiger Produktion kaufen würden oder ausländischen Fabrikaten den Vorzug geben, wurde im Bezug auf die Abwrackprämie wiederholt diskutiert.

Das Meinungsbild aus der DA Direkt-Umfrage zeigt deutlich, dass inländische Modelle bevorzugt werden, jedoch für viele nicht bezahlbar sind:

Würden Sie jetzt ein Neufahrzeug kaufen, so würden gut 30 Prozent der Befragten definitiv ein Automobil aus deutscher Produktion wählen, weitere 29,5 Prozent würden dies ebenfalls gerne tun, finden die deutschen Fabrikate aber zu teuer. Für ein knappes Drittel der Befragten (30 Prozent) spielt das Herkunftsland keine Rolle.

Pressemitteilung der DA direkt

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