Trotz Finanzkrise glaubt jeder Fünfte an Aktien

In der Einschätzung von Aktien und Aktienfonds als Instrument der langfristigen Altersvorsorge ist sich die Bevölkerung uneins: Vor mehrere Alternativen gestellt, sind aktuell nur sieben Prozent davon überzeugt, dass sie langfristig die erfolgreichste Anlageform bleiben.

Dagegen glaubt fast jeder Zehnte, dass das erste Halbjahr der richtige Zeitpunkt ist, um günstig einzusteigen. Rund ein Drittel (36 %) geht davon aus, dass Aktien und Aktienfonds weiter an Wert verlieren und auf längere Sicht unattraktiv für die Altersvorsorge bleiben.

Mehr als jeder Vierte (26 %) traut sich derzeit kein Urteil zu. Das geht aus einer bundesweit repräsentativen Umfrage im Auftrag des britischen Finanzdienstleisters Clerical Medical hervor.

„Auf den ersten Blick spricht der Trend nicht für die Aktie“, meint Sprecher Matthias Pawlowski, „doch wenn man berücksichtigt, dass im langjährigen Schnitt nur rund zehn Prozent der Bevölkerung überhaupt Aktien besitzen, zeigt sich hier Zuversicht.“

Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts gab es 2008 in Deutschland 9,3 Mio. Aktionäre bzw. Besitzer von Aktienfonds. In eine ähnliche Richtung weist ein weiteres Ergebnis der Befragung: Danach urteilen 21 Prozent der Befragten, dass Zinsanlagen nach Abzug von Steuer und Inflation zu wenig Ertrag für die Altersvorsorge bringen.

Am meisten Unterstützung erhalten Aktien und Aktienfonds von Jüngeren und Besserverdienern. Unter den 20-29-Jährigen gaben deutlich weniger an, dass sie weiter an Wert verlieren und auf längere Sicht unattraktiv für die finanzielle Absicherung des Ruhestandes bleiben (27 % ggb. 36 % im Befragungsdurchschnitt).

Bei den 50-59-Jährigen war es dagegen fast jeder Zweite (49 %). Bei den Über-50-Jährigen halten nur drei Prozent Aktien und Aktienfonds für die langfristig erfolgreichste Vorsorgeform, während es bei den 20-49-Jährigen mehr als dreimal soviel sind (10 %).

An einen günstigen Börseneinstieg im ersten Halbjahr glauben vor allem Haushalte mit einem Nettoeinkommen über 3.000 Euro (17 % ggb. 10 % im Bevölkerungsdurchschnitt) – und mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen (14 % zu 6 %).

Die repräsentative Umfrage wurde im Januar 2009 von der GfK Marktforschung im Auftrag von Clerical Medical unter 1.059 Bundesbürgern durchgeführt.

Pressemitteilung von Clerical Medical

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