Riester-Rente: 25 Prozent der Riester-Sparer verschenken Zulage für das Jahr 2006

Noch immer verschenken zahlreiche Riester-Sparer ihre staatlichen Zulagen. Dies geht aus einer Auswertung von Union Investment als größtem Anbieter von Riester-Produkten in Deutschland für das Jahr 2006 hervor.

Demnach hatten von den 1,04 Millionen Anlegern der UniProfiRente im Jahr 2006 per Ende September 2008 rund 25 Prozent keinen Zulagenantrag eingereicht.

"Unterstellt man die durchschnittliche Förderung der ZfA im ersten Halbjahr 2006 von 189 Euro pro Zulagenempfänger, verschenken die Riester-Sparer alleine bei Union Investment rund 49 Millionen Euro", so Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge.

Die Anleger würden oftmals den Antrag einfach vergessen oder sich vor dem vermeintlich hohen bürokratischen Aufwand scheuen. "Viele Sparer meinen auch, dass sie keine Zulage beantragen müssen, da der Sonderausgabenabzug für sie vorteilhafter ist", erläutert Erling.

Dies ist jedoch eine Fehleinschätzung, da das Finanzamt bei einem Steuervorteil die staatlichen Zulagen abzieht und nur die Differenz erstattet. Wer die staatlichen Zulagen für das Jahr 2006 beantragen möchte, hat dafür noch bis zum Ende dieses Jahres Zeit.

Die Fondsgesellschaft werde ihre Kunden anschreiben und auf Dringlichkeit des Antrages aufmerksam machen, so der Experte weiter. Denn mit dem Jahreswechsel sei die Förderung für 2006 unwiderruflich verloren.

Pressemitteilung der Union Investment

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