Bankenverband erwartet Stabilisierung des Wirtschaftswachstums

Angesichts des entschiedenen Handelns der Politik in der Finanzmarktkrise hält der Bankenverband an seiner aktuellen Wachstumsprognose für Deutschland für das nächste Jahr von rund 0,5 % fest.

„Vor dem Hintergrund der mit Risiken behafteten künftigen Entwicklung ist die Einschätzung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, die für Deutschland im Jahr 2009 nur ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % annimmt, zwar nachvollziehbar“, sagte der Geschäftsführende Vorstand des Bankenverbandes, Prof. Dr. Manfred Weber.

„Dennoch sehen wir – gerade wegen der umfassenden und international koordinierten Stützungsmaßnahmen, die am Wochenende in Washington und Paris beschlossen worden sind – gute Chancen, dass sich die Auswirkungen der Finanzmarktturbulenzen auf die Realwirtschaft in Grenzen halten.“

„Erfahrungen mit Finanzkrisen in der Vergangenheit lassen zwar darauf schließen, dass die aktuellen Schwierigkeiten nicht ohne Folgen für das Wachstum bleiben werden“, sagte Weber.

„Der Blick in die Vergangenheit zeigt gleichwohl, dass das Ausmaß der Belastungen für die Realwirtschaft vom richtigen und tatkräftigen Gegensteuern der Politik abhängt. Daher begrüßen wir das entschlossene Vorgehen der Bundesregierung.“

Obgleich die wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen für 2009 laut Weber zweifelsohne schwierig seien, solle nicht übersehen werden, dass die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt heute wesentlich besser sei.

Auch hätten die deutschen Unternehmen in den vergangenen Jahren vielfältige Bemühungen unternommen, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. „Dadurch bestehen gute Chancen, dass bei einem späteren Wiederanziehen der Konjunktur die deutsche Wirtschaft auch schnell profitieren kann“, sagte Weber.

Pressemitteilung des Bankenverbands

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