Trotz Finanzkrise: Immobilienpreise stabil

Eigenen vier Wände weiterhin sichere Anlageform

[!–T–]
Grundstein des gesunden Immobilienmarktes ist die mit der angelsächsischen Kreditvergabe nicht vergleichbare Finanzierungskultur in Deutschland. So erfolgt die Vergabe von Immobilienkrediten – im Gegensatz zur gängigen Praxis in den USA – in der Regel nur an Kreditnehmer mit einwandfreier Einkommens- und Vermögenssituation. Auch entsprechendes Eigenkapital wird beim Immobilienerwerb vorausgesetzt. Zudem bieten die langen Laufzeiten für Immobilienkredite einen guten Schutz gegen die zeitweiligen Schwankungen an den globalen Finanzmärkten. Der Gründer und Vorstand der Interhyp AG, Deutschlands größtem Baugeld-Broker, Robert Haselsteiner, bescheinigt dem Immobilienmarkt ebenfalls sehr gute Rahmenbedingungen: „Immobilienkredite sind zuletzt zwar leicht teurer geworden, liegen aber mit Bestsätzen ab 4,90 Prozent effektiv noch immer auf einem historisch günstigen Niveau.“ Darüber hinaus seien die eigenen vier Wände angesichts der Unsicherheiten auf den Finanzmärkten „derzeit wohl eine der sichersten Anlageformen“.

Laut Haselsteiner verfügen die hiesigen Banken zudem über solide Refinanzierungskonzepte: Private Immobilienkredite speisen sich vorrangig aus den Einlagen-Guthaben der Banken und Sparkassen sowie aus einem staatlich regulierten Pfandbriefmarkt – es gibt also einen gesicherten Gegenwert für das geborgte Geld. Die Bildung einer Preisblase wie in den Vereinigten Staaten sei deshalb sehr unwahrscheinlich.

Am Beispiel Berlin zeigt der aktuelle Wohnmarktreport, erstellt von der GSW Immobilien GmbH und Jones Lang LaSalle vom Oktober 2008, zwar einen leichten Abwärtstrend – im Schnitt sanken etwa die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern zwischen dem zweiten Halbjahr 2007 und dem ersten Halbjahr 2008 berlinweit um 7,7 Prozent. Jedoch war hier die Entwicklung in den Berliner Bezirken sehr unterschiedlich. Weiterhin entscheidend für den Wert eines Objekts ist dessen Lage.

Mittel- und langfristig besteht nicht die Gefahr, dass private Immobilien extrem an Wert verlieren. Allerdings könnten sich Interessenten aufgrund der derzeitigen Finanzkrise zurückhaltend zeigen. Darunter werden die Immobilienbesitzer leiden, die schnell verkaufen müssen. Ein detaillierter Verkaufsplan, am besten mit einem Makler entwickelt, sollte aber auch schnellen Verkäufen die entsprechenden Erlöse bringen.

Mit freundlicher Genehmigung von Raufeld Medien/Berliner Zeitung

Sind Sie Hausbesitzer? Haben Sie Angst, dass Ihre Immobilie an Wert verliert oder vertrauen Sie auf die gute Lage und den Zustand Ihres Hauses? Diskutieren Sie mit zum Thema Immobilienpreise in Zeiten der Finanzkrise.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
* Pflichtfelder