Grillen und Picknick – Verbraucherzentrale gibt Hygienehinweise

Bei hochsommerlichen Temperaturen isst man gern im Freien, sei es das Picknick am Badesee, der Grillabend oder die Wegzehrung beim Wandern. Damit das Vergnügen nicht getrübt wird, sollte man einige hygienische Grundregeln einhalten.

„Im Sommer vermehren sich wärmeliebende Keime nämlich besonders gut“, meint Dr. Birgit Brendel, Ernährungsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Beim Grillen müssen Fleisch und Würste immer gut durchgebraten werden. Das ist besonders wichtig, wenn Geflügelfleisch gebrutzelt werden soll: Es muss bis an die Knochen durchgegart werden. Natürlich ist das Grillgut zu kühlen, bis es auf den Rost kommt. Für Beilagen wie Salate oder Soßen gilt das gleiche: Kühlen bis zum Auftragen.

Bei ausgedehnten Sommerfesten empfiehlt es sich, nicht sofort die ganze Menge an Salat, Aufschnitt o. ä. auf die Tafel oder das Buffet zu bringen. Besser bietet man kleinere Mengen an und legt dann aus dem Kühlschrank nach. Das ist für die Gäste appetitlicher und mindert gleichzeitig die Keimvermehrung.

Besondere Vorsicht sollte bei immer leichtverderblichen Speisen wie Roastbeef oder Sahnetorte walten. Auf Zubereitungen mit rohen Eiern, etwa hausgemachte Majonaise oder Zabaione sollte wegen der möglichen Gefährdung durch Salmonellen besser verzichtet werden.

Zu einem Picknick gehört in jedem Fall eine Kühltasche oder -box. Diese Kühltasche muss so beschaffen sein, dass die Lebensmittel über Stunden, beispielsweise bei einem Badeausflug, zuverlässig kühl gehalten werden.

Auf Tageswanderungen oder Stadtbesichtigungen geht man in der Regel ohne Kühltasche. Ins Verpflegungspaket passen hier haltbare Lebensmittel, beispielsweise Dauerwurst oder Käse, Brot, festes Obst und Gemüse. Empfehlenswert sind isolierte Trinkflaschen, um die Getränke erfrischend kühl zu halten. Für ausgedehnte Trekkingtouren mit Selbstverpflegung sind im Handel geeignete Kühltaschen und -rucksäcke erhältlich.

Die Verbraucherzentrale gibt am Ernährungstelefon Auskunft zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln. Unter der Nummer 0180-5-791352 (0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) werden jeweils montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr Fragen zu diesem Thema, aber auch zu anderen Ernährungsthemen beantwortet.

Pressemitteilung der VZ Sachsen

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