Sparkassen verkaufen grundsätzlich keine ordnungsgemäß bedienten Kredite an Finanzinvestoren

„Sparkassen verkaufen grundsätzlich keine ordnungsgemäß bedienten Kredite an Finanzinvestoren. Ihnen liegt daran, die Kunden über die gesamte Vertragslaufzeit eines Kredites zu begleiten.

Dazu gehört, dass man in schwierigen Zeiten gemeinsam mit den Kunden nach Lösungen sucht“, sagte Werner Netzel, Geschäftsführendes Vorstandmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), heute anlässlich eines Pressegespräches in Berlin.

Dies entspricht einer Empfehlung zum Umgang mit dem Instrument „Kreditverkauf“ durch Sparkassen, die die Präsidenten der regionalen Sparkassenverbände ausgesprochen haben.

Sparkassen lösen sich nicht einseitig aus einer intakten Vertragsbeziehung und drängen ihren Kunden nicht ungewollt fremde Ansprechpartner auf.

In Fällen von Zahlungs­schwierigkeiten bemühen sich Sparkassen, mit den Kunden gemeinsam Lösungen zu finden. Nur in den Fällen, wo diese Bemühungen nicht zum Erfolg führen, weil Kunden dauerhaft und nachhaltig gegen ihre vertraglichen Verpflichtungen verstoßen oder eine Rückzahlung des Kredits nicht zu erwarten ist, müssen sich auch Sparkassen Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten vorbehalten.

Soweit es in diesen Fällen zu einem Verkauf von Krediten kommt, besteht Einvernehmen, dass eine Lösung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe genutzt werden soll.

Damit soll sichergestellt werden, dass die Kunden auch in diesen schwierigen Fällen einen Ansprechpartner innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe behalten und sich auf eine faire Behandlung verlassen können.

Eine Differenzierung zwischen abtretbaren und nicht-abtretbaren Darlehen halten die Sparkassen nicht für sinnvoll. „Für uns ist es selbstverständlich, dass ordnungsgemäß bediente Darlehen nicht an Investoren weiterverkauft werden. Für anständiges Verhalten im Markt werden keine Extra-Gebühren verlangt“, sagte Netzel dazu.

Sparkassen versuchen derzeit mit Anzeigen, Flyern und im persönlichen Gespräch offensiv der Verunsicherung ihrer Kunden entgegenzuwirken.

Netzel unterstrich: „Sparkassen unterscheiden sich mit ihrer auf Langfristigkeit angelegten Geschäftsphilosophie von anderen Wettbewerbern. Damit können wir im Markt punkten.“

Pressemitteilung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes

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