Allianz: Feste Partnerschaft mit dem WWF

Passend zum Motto des World Economic Forum, „The power of collaborative innovation“, ist die Allianz Gruppe eine Partnerschaft mit der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) eingegangen.

Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE, erklärt im Interview, was es damit auf sich hat.

Allianz.com News: Die Allianz ist im letzten Jahr eine Partnerschaft mit dem WWF eingegangen. Was steckt dahinter?

Faber: Der WWF ist eine der größten und internationalsten Organisationen, die sich seit längerem intensiv mit dem Thema „Klimawandel“ befasst.

Wir arbeiten bereits seit unserem gemeinsamen Klimareport, den wir im Sommer 2005 veröffentlicht haben, zusammen.

Seit September 2007 kooperieren wir nicht nur projektbezogen, sondern haben einen festen Rahmenvertrag für drei Jahre unterschrieben.

Ein Hauptziel der Zusammenarbeit ist es, gemeinsam nicht nur die direkten, sondern auch die indirekten Klimaeffekte der Allianz Gruppe genau zu quantifizieren – also auch die Auswirkungen und Risiken, die wir mit unseren vielfältigen Finanz-Investments übernehmen.

Wieso brauchen Sie dafür externe Unterstützung?
Faber: Externe Unterstützung gehört für jedes Unternehmen zum Alltag, egal in welchem Bereich. Ungewöhnlich ist nur die Unterstützung durch eine Nichtregierungsorganisation.

Doch gerade seine Unabhängigkeit macht die Partnerschaft mit dem WWF wertvoll. Der WWF gehört zu den Institutionen mit dem größten Know-how zum Thema Klimawandel, und es ist gut, einen „Sparringpartner“ zu haben, um sich und das Unternehmen weiter zu entwickeln.

Dafür müssen wir nicht in allen Fragen der gleichen Meinung sein.

In welche Richtung möchten Sie die Allianz entwickeln?

Faber: Die Erkenntnisse der Quantifizierung sollen zum Innovationstreiber für unsere Produkte und Dienstleistungen in allen Bereichen werden, wobei der WWF uns ebenfalls unterstützen wird.

Wir möchten unsere Klimarisiken möglichst frühzeitig senken und Chancen nutzen. Außerdem hoffen wir, gemeinsam mit dem WWF Bewegung in die gesamte Branche zu bringen.

Warum ist die Partnerschaft auf drei Jahre begrenzt?

Faber: Das bedeutet keineswegs, dass sie automatisch nach drei Jahren endet. Aber drei Jahre sind ein guter Zeitraum, um erste Ergebnisse zu erzielen und dann gemeinsam zu entscheiden, wie es weitergehen soll.

Das Thema ist für die Allianz nicht neu. Was hat sich denn bisher getan?

Faber: Einiges. Nach unserem ersten Klimareport von 2005 haben wir ein internationales Programm verabschiedet, dass inzwischen zu etwa zwei Dritteln umgesetzt ist.

Beispielsweise haben wir unseren unmittelbaren Kohlendioxid-Ausstoß, der im wesentlichen durch Büros und Geschäftsreisen verursacht wird, von 2005 auf 2006 um fast fünf Prozent reduziert.

Bis 2012 werden wir unsere Emissionen um weitere 20 Prozent gegenüber dem Wert von 2006 reduzieren.

Im internationalen „Carbon Disclosure Project“ engagieren wir uns für mehr Transparenz bei klimabedingten Risiken und wurden selbst als „Best in Class“ ausgezeichnet.

Aber der Klimawandel bietet auch Chancen: Am 1. August 2007 hat unser neues Tochterunternehmen „Allianz Climate Solutions“ die Arbeit aufgenommen.

Sein Team berät Unternehmen bei der Anpassung an Klimarisiken oder klimafreundlichen Projekten wie Windparks oder Biomasse-Anlagen umfassend zu den Themen Finanzierung, technisches Risikomanagement und Versicherung.

Seit September bieten wir die WWF-zertifizierte Kfz-Versicherung ECOMotion an: erstmals können umweltbewusste Autofahrer ihren CO2-Ausstoß neutralisieren.

Auch unser erfolgreicher Allianz RCM Global EcoTrends Fonds ist durch Zusammenarbeit mit dem WWF entstanden. Unsere Investmentbank Dresdner Kleinwort ist ein führender Akteur im europäischen Emissionshandelsmarkt.

Und wir investieren langfristig in erneuerbare Energien: zum Ende des letzten Jahres haben wir unser Windpark-Portfolio nochmals deutlich vergrößert.

Pressemitteilung der Allianz

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