Beim Umzug günstig davonkommen

tipp_haus.jpgWer endlich seine Traumwohnung gefunden hat, der muss nur noch eine große Hürde nehmen: Den Umzug! Mit der richtigen Planung kann man diesen Kraftakt jedoch locker meistern und dabei sogar Geld, Zeit und Nerven sparen.

Schleppen und schleppen lassen

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Dass bei einem Umzug viel schief gehen kann, weiß Frank Hoppe aus leidvoller Erfahrung. Als er das letzte Mal seine Wohnung wechseln wollte, kam die Umzugsmannschaft zwei Stunden zu spät und dazu noch mit einem viel zu kleinen Lkw. So musste ein zweiter Wagen angefordert werden.

Dieser hatte auf der Autobahn eine Panne, während der erste sich auf dem Weg zur neuen Wohnung verfuhr, so dass beide erst am frühen Abend dort ankamen. „Dann war es zu spät zum Ausladen, weil noch kein Licht in der Wohnung war“, erzählt der Bankkaufmann.

Am nächsten Morgen zerbrachen die Packer einen Spiegel und lädierten den neuen Fußboden. „Weil ich mich weigerte, zusätzlich zum vereinbarten Festpreis von 800 Euro für den zweiten Lkw noch einmal 250 Euro draufzulegen, beschimpfte mich der Spediteur am Telefon und drohte, mich zu verklagen“, ärgert sich Hoppe. Obwohl es dazu dann doch nicht kam, will er die Umzugsorganisation beim nächsten Mal lieber selbst in die Hand nehmen.

Wer viele hilfsbereite Freunde hat, kann mit dem Umzug in Eigenregie viel Geld sparen. So hat man lediglich den Miettransporter, das Packmaterial und natürlich die kalten Getränke für die Helfer zu zahlen. Dafür ist der Organisations- und Arbeitsaufwand jedoch immens. Wer lieber „umziehen lässt“, kann zwischen verschiedenen Komfortstufen wählen. Von „Lkw plus Fahrer“ bis „Rundum-Sorglos“ wird jede Variation angeboten.

Wer sich für eine Spedition entscheidet, sollte jedoch nicht nur auf den Preis schauen – sonst geht es ihm wie Frank Hoppe. Profis mit viel Erfahrung und seriöser Kalkulation bieten keine Dumpingpreise. Dennoch schadet es nicht, mehrere Angebote einzuholen. Bei ortsansässigen Firmen kann man die Anfahrtskosten sparen und ein Vor-Ort-Kostenvoranschlag ist unkompliziert möglich.

Der Spediteur sollte sich alle Räume ansehen – auch den Keller und den Dachboden sowie Fahrräder und Kinderwagen, sonst könnte sich das Fahrzeug am Umzugstag als zu klein erweisen. Am besten ist ein Festpreisangebot, das auf der Besichtigung oder einer vom Kunden erstellten, vollständigen Umzugsgut-Liste basieren sollte. Auf den Webseiten der meisten Spediteure gibt es Formulare, die eine Auflistung erleichtern.

Da Mietverträge meist zum Monatswechsel beginnen und enden, sind Speditionen um diese Zeit oft ausgelastet. Wer rechtzeitig bucht und sich eher für die Monats- und Wochenmitte entscheidet, hat eine bessere Verhandlungsposition und mehr Auswahl bei den Terminen.

Prüfen Sie vorab, ob dem Termin nichts im Wege steht. Ein Wochenmarkt oder Straßenfest vor der Tür kann das Umzugsunternehmen völlig lahm legen, wenn der Lkw nicht vor dem Haus parken kann. Auf der sicheren Seite sind Sie mit einer extra eingerichteten Halteverbotszone. Viele Umzugsspeditionen übernehmen diesen Service gegen eine zusätzliche Gebühr.

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