Frühjahrsputz: Erhöhte Unfallgefahr für Ältere

Der Frühling naht, und in vielen Haushalten ist wieder Zeit für den großen Frühjahrsputz. Dies birgt eine große Unfallgefahr besonders für Senioren.

„Vor allem ältere Menschen sollten es dabei ruhig angehen lassen und sich nicht zu viel vornehmen“, rät Susanne Woelk, von der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH). Senioren sind stärker gefährdet als junge Menschen, bei der Hausarbeit zu stürzen. So starben 2005 rund 5.400 Menschen durch einen Sturz in den eigenen vier Wänden, knapp 90 Prozent von ihnen waren älter als 65 Jahre.

Vor allem Frauen sind gefährdet, denn sie leisten oft auch noch im hohen Alter die gesamte Hausarbeit. Rund 3.000 Frauen über 65 starben laut Statistischem Bundesamt 2005 durch einen Sturz im Haushalt gegenüber „nur“ 1.800 gleichaltrigen Männern.

„Nachlassende Kräfte, niedriger Blutdruck und schwächeres Sehvermögen, aber auch Alkoholgenuss und die Einnahme von (mehreren) Medikamenten tragen mit dazu bei, dass viele Arbeiten nicht mehr so leicht von der Hand gehen wie in früheren Jahren“, so Woelk.

Hinzu kommt eine menschlich nachvollziehbare aber trotzdem gefährliche Schwäche: Viele erfahrene Hausfrauen geben im Alter nur ungern zu, dass sie Hilfe brauchen, wenn sie zum Beispiel feuchte Gardinen aufhängen, die Deckenleuchten abstauben oder Oberschränke in der Küche reinigen wollen.

Weitere Risikofaktoren sind schlechte Beleuchtung und morsche Leitern. Vor allem Leitern und Tritte, die schon einige Jahrzehnte alt sind und viele Einsätze bei Malerarbeiten oder im Garten hinter sich haben, stellen ein großes Problem dar.

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