Kinder- und Jungendkonten im Test

Mit einem eigenen Girokonto können Kinder und Jugendliche schon früh den Umgang mit der Bank lernen und ihr Taschengeld verwalten. Die Zeitschrift Finanztest hat in der aktuellen Ausgabe 59 Jugendgirokonten unter die Lupe genommen. Fazit: Die speziellen Konten sind im Allgemeinen gebührenfrei und bieten teils gegenüber dem Sparbuch gute Zinsen.

Mit sieben Jahren werden Kinder geschäftsfähig. Vorher ist ein Jugendgirokonto daher nicht sinnvoll. Bei vielen Banken müssen die Kinder aber mindestens zwölf oder 16 Jahre alt sein, um ein eigenes Konto (mit Zustimmung des Erziehungsberechtigten) zu eröffnen. Bei der ABC Privatkundenbank, der comdirect-bank und der VW Bank direct erhalten Jugendliche allerdings erst ein eigenes Konto, wenn sie bereits volljährig sind.

Bei der Kontoeröffnung können die Eltern festlegen, dass ihr Kind nur einen bestimmten Höchstbetrag vom Konto abheben darf. Ansonsten funktionieren die Konten wie normale Girokonten auch: Mit der Kundenkarte der Bank können Kinder und Jugendliche am Automaten Geld abheben, Überweisungen aufgeben und Daueraufträge einrichten.

Bei den meisten Jugendgirokonten gibt es zudem Zinsen auf das Guthaben, die zwischen 0,5 und 1,5 Prozent liegen. Den höchsten Guthabenzins ohne Guthabengrenze bietet in dem Vergleich der Verbraucherschützer die Ostseesparkasse mit 2,5 Prozent. Die Sparda-Bank West (Sparda Young+) und die Sparkasse Leipzig (Power Pack) bieten zwar noch höhere Zinsen, allerdings gelt der nur ab oder bis zu einem bestimmten Guthaben.

Einen Dispositionskredit räumen viele Banken automatisch ihren jungen Kunden ein, sobald Sie volljährig sind. Davor warnen die Tester: Bei Überziehungszinsen zwischen 10 und 16 Prozent können Jugendliche schnell in der Schuldenfalle landen. Und die Hemmschwelle, auf Pump zu leben, ist für viele nicht sehr hoch.

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