Renten Beitragssatz

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News

Die Rentenmisere(2004-05-10 12:00:00)

Das Problem ist bekannt: Immer weniger Junge müssen die Renten für immer mehr Alte bezahlen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Um das System zu retten, hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen ergriffen, die uns alle früher oder später treffen

Höhere Belastung der Rentner


Die gute Nachricht: auch in Zukunft gib es Rente. Die schlechte Nachricht: es wird immer weniger. Denn in Deutschland werden die Renten über ein Umlagesystem finanziert, das heißt, die heutigen Arbeitnehmer bezahlen die Renten der heutigen Rentner. Und wegen des anhaltenden Geburtenrückgangs wird es in Zukunft in Deutschland immer weniger Arbeitnehmer geben und immer mehr Rentner. Neben den demographischen Einflüssen spielen konjunkturelle Faktoren eine Rolle, denn auch jüngere Menschen zahlen nicht in die Rentenkasse ein wenn sie arbeitslos sind.

Kurz und gut: Es ist zu wenig Geld da, um das heutige Rentenniveau aufrecht zu erhalten. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und im letzten Jahr ein Maßnahmenbündel geschnürt, welches sowohl die heutigen also auch die zukünftigen Rentner zu tragen haben.

In diesem Jahr müssen die Rentner nicht nur eine Nullrunde verkraften, sondern zudem mehr für die Pflegeversicherung bezahlen: ab April wird der volle Beitragssatz von 1,7 Prozent berechnet. Vorher mussten Rentner nur die Hälfte, also 0,85 Prozent, selbst tragen.

Im Gegenzug sollten die Senioren eigentlich von sinkenden Beiträgen der gesetzlichen Krankenkasse profitieren. Beitragssenkungen im großen Umfang lassen allerdings bislang auf sich warten. Bis zum April haben gerade mal 17 von 300 Kassen ihre Sätze reduziert, zwölf von ihnen greifen den Versicherten dagegen tiefer in die Tasche. Dennoch, so die Hoffnung der Regierung, soll der durchschnittliche Beitragssatz bis zum Ende des Jahres auf 13,6 Prozent sinken, was dann auch die Rentner spüren sollen.


Harte Zeiten für Betriebsrentner


Einige Rentnergruppen trifft es seit Beginn des Jahres besonders hart. So zahlen Betriebsrentner und Bezieher von Zusatzrenten des öffentlichen Dienstes nun den vollen Beitragssatz für Kranken- und Pflegeversicherung. Denn während sich die gesetzlichen Rentner die Beiträge mit dem Rentenversicherungsträger teilen, hat bei den Betriebsrentnern bislang niemand die andere Hälfte gezahlt. Deshalb hielt es der Gesetzgeber für gerechtfertigt, den Betriebsrentnern nun den vollen Beitragssatz anzulasten. Ungerecht ist das, weil auf die Beiträge der Betriebsrentner in der Regel schon Sozialversicherungsbeiträge und Steuern angefallen sind.

Wer sich die betriebliche Rente als Einmalbetrag auszahlen lässt, bekommt die Neuregelung besonders zu spüren. Die so genannte Direktversicherung, eine Lebensversicherung, in die auch der Arbeitgeber einzahlt, war bisher nämlich völlig frei von Kassenbeiträgen. Bei Auszahlungen ab 2004 wird dagegen der volle Beitragssatz für Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Wer z.B. im letzten Jahr noch davon ausgehen konnte, 20.000 Euro ausgezahlt zu bekommen, erhält nun im Ganzen nur noch 16.800 Euro (ausgehend von 14,3% durchschnittlicher Krankenkassensatz).

Ein schwacher Trost ist, dass die Beiträge nicht auf einen Schlag anfallen, sondern monatlich abgebucht werden. Die Kurzfristigkeit mit der die Regelung in Kraft getreten ist, hat aber viele Direktversicherte vor den Kopf gestoßen, die den Auszahlungsbetrag bereits anderweitig verplant hatten, etwa zur Darlehenstilgung. Schließlich konnte noch letzten Sommer niemand etwas von den Mehrabgaben wissen.

Ob die Neuregelung tatsächlich Bestand hat, wird sich zeigen. Die Sozialverbände und Krankenkassen bereiten jedenfalls eine Musterklage vor, die möglicherweise erst vom Bundesverfassungsgericht entschieden wird.


In Zukunft wird es nicht besser


Ab 2005 müssen Rentner und Neurentner weitere Einschnitte in Kauf nehmen. Dann wird in die Formel für die Rentenberechnung ein Nachhaltigkeitsfaktor eingebaut, der auch die bereits laufenden Renten betrifft. Dieser Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt das Verhältnis zwischen der Zahl der Rentner und der Beitragszahler. Rentenerhöhungen sind dann nicht nur an die Steigung von Löhnen und Gehältern gekoppelt, sondern auch an die Entwicklung des gesamten Rentenbeitragsaufkommens.

Das heißt: Je mehr Rentner und je weniger Beitragszahler es gibt, desto geringer fallen die Rentenerhöhungen im Verhältnis zur allgemeinen Steigerung der Löhne aus. Umgekehrt führen mehr Beitragszahler und weniger Rentner zu einer überproportionalen Rentensteigerung. Angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland ist das letzte Szenario allerdings - vorsichtig ausgedrückt - eher unwahrscheinlich. Nach Berechnungen der Rürup-Kommission fällt das Brutto-Rentenniveau durch die Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors von derzeit 48 Prozent auf 40 Prozent im Jahr 2030. So soll garantiert werden, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung nicht über 22 Prozent klettert.

Auch das Finanzamt wird von der Rentenreform profitieren. Ab 2005 sollen Empfänger hoher Renten mehr Steuern bezahlen, so will es das Bundesverfassungsgericht. Bislang sind nur 27 Prozent der Rente steuerpflichtig (sofern die Rente ab dem 65. Lebensjahr gezahlt wird). Die meisten Rentner bleiben damit unter dem Grundfreibetrag und zahlen deshalb überhaupt keine Steuern. Im Jahr 2005 erhöht sich der zu besteuernde Rentenanteil auf 50 Prozent und steigt jedes folgende Jahr um zwei weitere Prozentpunkte.

Im Jahr 2040 werden die Renten dann vollständig besteuert, die Belastung wächst also nur langsam. Wegen der hohen Freibeträge wird sich für Durchschnittsrentner in den nächsten zehn Jahren ohnehin nichts ändern, nur ein Viertel aller Rentner ist schon ab dem kommenden Jahr betroffen und wird stärker zur Kasse gebeten.


Das Akademikerprivileg fällt


Auch Abiturienten und Akademiker sind von Renten-Neuregelungen betroffen. Ab 2005 soll die Anrechnung von Studium und Schulausbildung stufenweise abgeschafft werden. Bislang werden immerhin drei Ausbildungsjahre nach dem 17. Lebensjahr als Beitragsjahre in die Berechnung mit einbezogen. Diese Jahre wirken sich rentensteigernd aus, obwohl (anders als bei einer Lehre) nicht in die Rentenversicherung eingezahlt wurde. So erhöht sich die Rente um bis zu 59 Euro im Monat. In Zukunft werden Schul- und Studienzeiten aber nur noch bei einem Fachschulbesuch oder bei berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen als Beitragsjahre gewertet.

Wer nächstes Jahr in Rente geht, wird von der neuen Regelung noch nicht viel spüren, denn 2005 werden immerhin noch bis zu 57,60 Euro für die Ausbildung bezahlt. 2007 bringen Studium und Schule jedoch nur noch ein Rentenplus von maximal 28,13 Euro im Monat. Ab 2008 gibt es dann gar keinen Rentenaufschlag mehr fürs Studium. Auf die Wartezeit bis zum Renteneintritt werden Schul- und Studienzeiten aber weiterhin angerechnet.

Die Streichung des Rentenprivilegs für Akademiker wurde heiß diskutiert und als falsches Signal in den Bemühungen um ein höheres Bildungsniveau in Deutschland gewertet. Doch letztlich spielen Renten-Erwägungen bei der Aufnahme eines Studiums wohl kaum eine Rolle. Wer studieren will, wird sich vermutlich nicht von Rentenkürzungen davon abhalten lassen.


Wie hoch ist meine Rente?


Um den Unklarheiten unter den zukünftigen Rentnern zu begegnen, wird seit 2002 eine Renteninformation an alle Versicherten zwischen 27 und 53 Jahren verschickt. Aus der Information geht hervor, wie hoch die Altersrente des Versicherten ausfallen wird, wenn er weiterhin so viel verdient wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Dabei werden drei Szenarien berücksichtigt: im ersten gibt es keine Rentenerhöhung, im zweiten wird die Rente jährlich um 1,5 Prozent erhöht und in der dritten, sehr optimistischen, Kalkulation steigt die Rente jedes Jahr um 2,5 Prozent.

Die Renteninformation bietet zwar einen groben Anhaltspunkt, man sollte sie allerdings nicht für bare Münze nehmen. Denn die Berechnung erfolgt nur aufgrund des Durchschnittseinkommens der letzten fünf Jahre. Hat man vorher weniger verdient, ist die errechnete Rente natürlich zu hoch, bei gesunkenen Einkommen zu niedrig.

Neben der Altersrente wird in der Renteninformation auch die Höhe der Erwerbsminderungsrente angegeben, der Versicherte weiß also, was er bekäme, wenn er in diesem Jahr arbeitsunfähig würde. Daneben erfährt man auch, wie viele Rentenbeiträge das Rentenkonto enthält und welche Beitragszeiten bei der Berechnung berücksichtigt werden.

Ab 2005 sollen alle Rentenversicherten die mindestens 27 Jahre alt sind und 5 Jahre lang Beiträge gezahlt haben, einmal jährlich eine solche Renteninformation bekommen, damit sie spätere Versorgungslücken vorzeitig schließen können.

Wenn der Countdown bis zur Rente läuft, möchte man natürlich genauer über das zukünftige Einkommen bescheid wissen. Alle Versicherten ab 54 Jahren bekommen deshalb eine Rentenauskunft zugesandt, die verbindlicher ist als die Renten-Information. Darin erfährt der zukünftige Rentner auch, wie hoch eine Hinterbliebenen-Rente im Falle seines Todes wäre. Auf Antrag informieren die Rentenversicherer auch darüber, welchen Beitrag ein Frührentner nachzahlen müsste um Rentenabschläge auszugleichen.

Ist die Rentenauskunft fehlerhaft, können Versicherte gegebenenfalls Schadensersatz fordern, wenn sie aufgrund der mangelhaften Informationen eine falsche Entscheidung getroffen haben.