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Ratgeber

Seit der Gesundheitsreform vom April 2007 ist vieles neu in der Krankenversicherung. Ab 2009 müssen alle Bürger über eine Krankenversicherung abgesichert sein. Bleibt für viele noch die Frage: gesetzlich oder privat? Wer kann und darf sich wie versichern?

Versicherungspflicht für jeden


In Zukunft sollen alle Bürger in Deutschland über eine Krankenversicherung abgesichert sein. Die Krankenversicherung wird ab 2009 zur Pflicht für den Einzelnen. Hierzu können seit dem ersten April 2007 alle, die ihren Versicherungsschutz aus irgendeinem Grund verloren haben, wieder in ihre alte Krankenkasse zurückkehren. Dies galt in den ersten drei Monaten nach Inkrafttreten der Gesundheitsreform aber nur für ehemals gesetzlich Versicherte. Für einst privat Versicherte gilt die Versicherungspflicht seit Juli 2007, jetzt können auch sie sich an ihre ehemalige private Kasse wenden. Diese ist wiederum dazu verpflicht, den Versicherungswilligen im Standardtarif aufzunehmen, unabhängig von seinen Vorerkrankungen, aktuellen oder chronischen Krankheiten. Ab Januar 2009 geht der Standardtarif der Privaten dann automatisch in den Basistarif über. Der Leistungsumfang des Basistarifs muss dem der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen und darf den aktuellen Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse nicht überschreiten (2009: ca. 570 Euro). Für alle, die ihrer Versicherungspflicht nicht nachkommen, kann es unter Umständen teuer werden. Denn im Krankheitsfall darf das Versicherungsunternehmen die Nachzahlung der Beiträge seit Beginn der Versicherungspflicht (maximal fünf Jahre) verlangen.


Wie berechnen sich die Beiträge?


Die Beiträge der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung werden nach dem Einkommen und nicht nach dem persönlichen Risiko-Profil wie in der privaten Krankenversicherung berechnet. Wichtig für die Beitragsberechnung ist die so genannte Beitragsbemessungsgrenze. Sie liegt 2009 bei 44.100 Euro pro Jahr bzw. bei 3.675 Euro pro Monat. Das heißt, bis zu diesem Einkommen orientieren sich die Beitragssätze prozentual an dem Gehalt und später an der Rente. Seit der Einführung des Gesundheitsfonds im Januar 2009 gilt für alle gesetzlichen Krankenversicherungen derselbe Beitrag, seit Juli 2009 beträgt dieser 14,9 Prozent. Allerdings zahlt der Versicherte von seinem Bruttogehalt nur die Hälfte des Beitragssatzes, die andere Hälfte übernimmt der Arbeitgeber oder der Rentenversicherungsträger. Einen im gesamten Beitrag enthaltenen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent trägt der Versicherte allein. (Der Versicherte zahlt also die Hälfte von 14,0 Prozent zzgl. 0,9 Prozent.) Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze werden Löhne und Gehälter nicht mehr mit Beiträgen belastet. Diese Grenze wird jährlich an die allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung der Versicherten angepasst. Die privaten Krankenversicherer berechnen ihre Beitragssätze völlig anders. Hier geht es nicht um das Gehalt der Versicherten, sondern um das Erkrankungsrisiko der Betreffenden.


Aufnahme in die private Versicherung


Neu seit der Gesundheitsreform ist, dass die privaten Krankenversicherer ehemals Versicherte in den Standardtarif aufnehmen müssen, ohne Gesundheitsprüfung oder Risikozuschlag. Die Leistungen dieses Tarifs sind jedoch nicht höher als die der gesetzlichen Versicherer. Am Aufnahmeprozedere für die anderen Tarife der Privaten hat sich hingegen erst einmal nichts geändert. Bevor sich jemand privat versichern kann, muss er oder sie einen detaillierten Fragebogen zu Vorerkrankungen und möglichen Gesundheitsrisiken ausfüllen. Manchmal wird auch ein Gesundheits-Check beim Arzt fällig. Wichtig ist, dass der Antragsteller weder beim Ausfüllen des Fragebogens noch beim Arztbesuch falsche Angaben macht oder etwas verschweigt. Das kann im Ernstfall den Versicherungsschutz kosten. Ausgehend von Risikoprofil, Alter und Geschlecht des Aspiranten, errechnet die Versicherung den möglichen Beitragssatz. Entscheidend sind zudem die Leistungswünsche des Neukunden wie Chefarztbehandlung, Krankenhauswahl oder die Übernahme aller Zahnbehandlungen. Die Liste der möglichen Leistungen ist lang und somit auch die Bandbreite der Tarife. Bei der Auswahl eines Versicherungstarifs sollte man bedenken, dass durch die steigenden Kosten im Gesundheitssystem auch bei privaten Versicherungen die Beitragssätze steigen. Da sich die Tarife nicht am Einkommen orientieren, kann das für den Rentenempfänger zu einem finanziellen Problem werden. Damit die Belastungen nicht ins Unermessliche steigen, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Kranken-Vollversicherte zwischen 21 und 60 Jahren einen Zuschlag von zehn Prozent für die Altersbeitragssicherung bezahlen. So wird gewährleistet, dass mit dem Eintreten des 65. Lebensjahrs die Beiträge stabil bleiben. Um Beiträge zu sparen, können Versicherte ab 65 Jahren zudem in einen preiswerteren, gesetzlich festgelegten Standardtarif wechseln, der mindestens die Leistungen einer gesetzlichen Kasse garantiert. Wer nicht in den Standardtarif wechseln möchte, kann auf einzelne Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer verzichten und somit seinen Beitragssatz reduzieren. Wer in jungen Jahren eine private Krankenversicherung abschließen will, sollte außerdem nicht vergessen, dass möglicher Nachwuchs in Zukunft zusätzlich versichert werden muss, während Kinder in der gesetzlichen Krankenversorgung bei den Eltern mitversichert sind.


Partner und Kinder versichern


Einer der größten Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung liegt sicherlich in der Familienversicherung. Ehegatte, Lebenspartner und Kinder können ohne zusätzlichen Beitrag mitversichert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Familienangehörigen sich vorwiegend in Deutschland aufhalten, nicht von der Versicherungspflicht befreit sind und nicht mehr als 400 Euro (Stand: 2009) monatlich verdienen. Kinder sind nicht familienversichert, wenn nur ein Elternteil gesetzlich versichert ist, und das Einkommen des anderen Elternteils regelmäßig über der Versicherungspflichtgrenze von 4.050 Euro und über dem Verdienst des Mitglieds liegt. Grundsätzlich kann der Nachwuchs höchstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs bei den Eltern mitversichert werden, zumindest dann, wenn er sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet. Wird diese Ausbildungsphase durch den Wehr- oder Zivildienst unterbrochen, verlängert sich die mögliche Familienversicherung um die entsprechende Zeit. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, endet die Familienversicherung mit Vollendung des 18. Lebensjahrs. Sind die Eltern bei verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen versichert, besteht für die Kinder ein Wahlrecht.


Das Wahlrecht


Nicht jeder darf in die private Krankenversicherung und wer privat versichert ist, kommt nur schwerlich wieder in die gesetzliche Versicherung. Neu ist jedoch seit April 2007: Wer aus irgendeinem Grund nicht mehr krankenversichert ist, muss von dem System wieder aufgenommen werden, in dem er zuletzt versichert war - privat oder gesetzlich. Mitglieder der gesetzlichen Kassen können selbst entscheiden, ob sie in eine Betriebskasse, eine Innungskasse oder eine der zahlreichen gesetzlichen Krankenkassen eintreten wollen. Ein Wechsel der Krankenkasse prinzipiell mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende möglich. Es sei denn, man ist durch einen der neuen Wahltarife, die seit der Gesundheitsreform angeboten werden für drei Jahre an seine gesetzliche Krankenversicherung gebunden. Ansonsten kann man in den ersten 18 Monaten die gesetzliche Kasse nicht wechseln. Außer, wenn die Versicherung ihre Beitragssätze erhöht: Dann gilt ein Sonderkündigungsrecht für die Versicherten; auch hier sind allerdings die Wahltarife ausgenommen. Auch privat Versicherte haben freies Wahlrecht, um das für sie günstigste Angebot herauszusuchen. Bei einem Wechsel ist allerdings in der Regel eine erneute Gesundheitsprüfung fällig. Meistens kann ein Versicherungsnehmer seinen Vertrag nur drei Monate zum Ende eines Versicherungsjahres kündigen.


Zurück in die gesetzliche Kasse


Nicht nur der Wechsel in die private Krankenkasse ist reglementiert, sondern auch die Rückkehr in die gesetzliche Kasse. Wer einmal aus der gesetzlichen Krankenkasse ausgetreten ist, kann im gleichen Status nicht wieder zurückkommen. Nur grobe Einkommenseinbußen könnten eine Wiederaufnahme ermöglichen. Man muss innerhalb eines Jahres im Monatsdurchschnitt unter der Einkommenspflichtgrenze von 4.050 Euro (Stand: 2009) liegen, um sich wieder gesetzlich versichern zu können. Für jene, die sich allerdings von der Pflichtversicherung befreien lassen, führt in der Regel kein Weg zurück in die gesetzliche Krankenkasse. Das sind diejenigen, die in der privaten Versicherung bleiben wollen, obwohl ihre Einkünfte unter die Versicherungspflichtgrenze gesunken sind. Anstatt zurück in die Gesetzliche zu wechseln, stellen sie einen Befreiungsantrag. Wird der Antrag gewährt, gibt es keine Rückkehr in den Schoß der gesetzlichen Versicherer. Eine Ausnahme gilt jedoch für Arbeitslose. Wer Arbeitslosengeld bezieht, wird grundsätzlich gesetzlich versichert. Bei manchen privaten Versicherern ist es möglich, seinen Versicherungsvertrag für bis zu zwei Jahre ruhen zu lassen, damit man sich nach dem Ende der Arbeitslosigkeit wieder privat versichern lassen kann. Man kann auch in der privaten Krankenversicherung bleiben. Der Versicherungsbeitrag, der über einen pauschalen gesetzlichen Beitrag hinaus geht, muss dann allerdings vom Privat Versicherten gezahlt werden. Pech haben allerdings diejenigen Privat Versicherten, die mit über 55 Jahren arbeitslos werden oder mit ihrem Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fallen. Wer über 55 ist, kann nicht in die gesetzliche Krankenkasse zurück, wenn er in den zurückliegenden fünf Jahren durchgehend privat versichert war. Und wer von der Gesetzlichen in die Private wechseln will, muss nachweisen, dass er seit drei Jahren über der Versicherungspflichtgrenze verdient. Diese Grenze gilt jedoch nicht für freiwillig gesetzlich Versicherte.


Leistungen der Kassen


Über die Leistungen der privaten und gesetzlichen Krankenkassen lassen sich nur schwer allgemeine Aussagen machen. Grundsätzlich ist das Leistungsspektrum der privaten Kassen größer als das der gesetzlichen, außer im Standardtarif der Privaten. Dabei liegt es auch am Versicherten, in welchem Umfang er sich versichern will. Der bekannteste Vorteil privater Versicherungen ist die bevorzugte Behandlung durch niedergelassene Ärzte und Zahnärzte. Es wird eine freie Krankenhauswahl geboten und - je nach Vertrag - die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer inklusive chefärztlicher Behandlung und Betreuung. Zahnärztliche Behandlungen übernehmen die privaten Versicherer innerhalb der jeweiligen Tarife. Das wirkt sich natürlich auf den Beitrag aus, schließlich ist ein höherer Erstattungsprozentsatz für die Versicherer mit höheren Ausgaben verbunden. Die anfallenden Arztrechnungen zahlt der Versicherte normalerweise selbst, er bekommt sein Geld aber von der Versicherung zurückerstattet. Auch hier ist die Höhe der Rechnungsübernahme vom gewählten Tarif abhängig. Die Kosten eines Krankenhausaufenthalts zahlt die Versicherung direkt. Bei der gesetzlichen Versicherung übernehmen die Kassen die Behandlungskosten meist direkt. In einigen Fällen wie bei Zahnbehandlungen oder Physiotherapie müssen die Patienten aber einen Eigenanteil übernehmen. Auch hier gibt es signifikante Unterschiede. Die eine Versicherung zahlt beispielsweise Behandlungskosten für Akupunktur, Massage oder den Besuch beim Heilpraktiker, während andere Kassen sich alternativen Behandlungen strikt verweigern. Allerdings gibt es seit der Gesundheitsreform neue Pflichtleistungen der gesetzlichen Kassen. Beispielsweise müssen sie ihren Versicherten bestimmte Schutzimpfungen bieten, auch Mutter-/Vater-Kind-Kuren sind nun Pflichtleistungen der Gesetzlichen. Hinzu kommt eine Vielzahl neuer Tarife. Zu einigen sind die Krankenkassen verpflichtet, andere bieten sie freiwillig an: So müssen die gesetzlichen Krankenkassen seit April 2007 das Hausarztmodell anbieten, bei dem der Patient als erstes die Meinung seines Hausarztes einholt und dafür einen Bonus von der Versicherung erhält. Ebenfalls neu im Pflichtpaket der Gesetzlichen sind die "Besonderen Versorgungsformen". Das sind unter anderem die integrierte Versorgung und das Disease-Management-Programm: eine strukturierte Behandlung, die helfen soll, Folgeerkrankungen bei chronisch Kranken zu vermeiden. So soll den Versicherten durch gezielte Vernetzung einzelner Behandlungsstationen eine bessere Versorgung gewährleistet werden. Zu den neuen Wahltarifen gehört beispielsweise der Kostenerstattungstarif, bei dem der Versicherte seine Behandlung zunächst selbst zahlt. So bekommen gesetzlich Versicherte den gleichen Behandlungsstatus wie privat Versicherte. Die Kasse erstattet die Kosten bis zum gesetzlichen Leistungsanspruch. Was darüber hinausgeht muss der Versicherte selbst tragen - zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr. Beim Selbstbehalttarif verpflichtet sich der gesetzlich Versicherte, einen vertraglich festgelegten Anteil der Behandlungskosten selbst zu zahlen. Als Gegenleistung erhält er einen Betrag gutgeschrieben beziehungsweise ausgezahlt. Das lohnt sich eher für Versicherte, die selten zum Arzt gehen. Das gleiche gilt für Tarife mit Beitragsrückerstattung: Wenn der Versicherte ein Jahr lang keine Leistung (außer Vorsorge und Früherkennung) in Anspruch genommen hat, wird er von seiner Krankenkasse mit einer Prämie oder Zuzahlungsermäßigung belohnt. Dieser Bonus beläuft sich auf maximal ein Zwölftel seines Jahresbeitrags. Bevor Sie sich also für eine Krankenversicherung entscheiden, egal ob gesetzlich oder privat, sollten Sie unterschiedliche Angebote einholen und die Kosten und Leistungen vergleichen. Ein vermeintlich günstiger Tarif kann teuer werden, wenn er mit einer hohen Eigenbeteiligung erkauft wird. In diesem Text finden Sie detaillierte Informationen zur Gesundheitsreform und den neuen Tarifen der gesetzlichen Krankenkassen.