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Richtig handeln bei der Abgeltungssteuer: Angespartes clever verwalten

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20 Steuertipps zum Steuern sparen

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News

Hunde, die beißen...(2006-06-19 12:00:00)

ph_tier.jpgWenn Tiere sich danebenbenehmen, kann das teure Folgen haben. Hunde- und Pferdebesitzer brauchen deshalb unbedingt eine Tierhalterhaftpflichtversicherung.

Tiere sind ein Risiko


"Meine Sheila ist eine ganz Liebe, die tut keinem was." Ob Hund, Katze, Ratte oder Pferd - in den Augen ihrer Besitzer sind die meisten Tiere völlig harmlos. Doch spätestens beim Gassi gehen wird auch der friedlichste Dackel zur Gefahr.

Denn wenn Sheila am Straßenverkehr teilnimmt, kann das teure Folgen haben. 75.000 Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Rente von 250 Euro musste eine Hundehalterin zahlen, weil sie ihren Golden Retriever vorschriftswidrig ohne Leine in einer Parkanlage laufen ließ. Der Hund streifte die Pedale einer Radfahrerin, diese stürzte und zog sich ein schweres Schädelhirntrauma zu.

Fälle wie dieser zeigen, wie unentbehrlich die Tierhalterhaftpflichtversicherung ist. Denn sobald Personen verletzt werden, wird es richtig teuer. Schmerzensgelder oder lebenslange Renten kann ein Normalverdiener kaum aufbringen. Per Gesetz haftet der Halter von Luxustieren - anders als ein Nutztierhalter - unbegrenzt, und zwar unabhängig davon, ob er am Schaden schuld ist oder nicht. Damit gilt der Grundsatz der Gefährdungshaftung, man geht also davon aus, dass das Halten bestimmter Tiere ein Risiko mit sich bringt.

Für Hunde, Pferde und ähnliche Tiere, die vorwiegend aus privatem Interesse gehalten werden, braucht man deshalb eine Tierhalterhaftpflichtversicherung. Bei Schäden durch Katzen und Kleintiere wie Meerschweinchen oder Vögel zahlt die reguläre Haftpflichtversicherung. Im Schadensfall prüft die Versicherung zunächst die Haftungsfrage und wehrt unberechtigte oder überhöhte Ansprüche notfalls vor Gericht ab.

Sind die Forderungen berechtigt, zahlt die Versicherung Schadenersatz bis zur Höhe der Versicherungssumme. Versichert ist das jeweilige Tier, nicht der Halter. Grundsätzlich ist also egal, wer mit Fiffi Gassi geht, entscheidend ist, dass der Versicherungsvertrag auf das jeweilige Tier läuft. Wer seinen Liebling öfter mal bei einem Hundesitter abgibt, sollte allerdings darauf achten, dass auch gewerbliche Tierbetreuung mitversichert ist. Bei Pferdehaftpflichtpolicen kann es Probleme geben, wenn ein fremder Reiter auf dem eigenen Pferd unterwegs ist - es sei denn, das Fremdreiterrisiko ist mitversichert.


Günstiger Schutz


Hält man nicht gerade einen Kampfhund, ist es relativ einfach, eine Versicherung zu finden. Die meisten Unternehmen haben Tierhalterhaftpflichtpolicen im Programm. Trotzdem sollte man nicht beim erstbesten Angebot zugreifen, sondern vergleichen: Die Preisunterschiede sind beachtlich. So sind günstige Policen für Hunde schon ab 50 Euro jährlich zu haben, einige Versicherungen verlangen dagegen mehr als das Doppelte.

Für Pferde liegt die Spanne zwischen 80 und 250 Euro. Größe und Rasse sind für die Beiträge unerheblich, ein Rehpinscher kostet in der Versicherung das gleiche wie ein Schäferhund. Für Kampfhunde gelten allerdings höhere Beitragssätze. Werden mehrere Tiere versichert, gewähren einige Anbieter Rabatte. Einen schnellen Preisüberblick bekommen Sie in unserem Online-Vergleich.

Betrachten Sie die Konditionen genauer, werden Sie feststellen, dass teure Angebote nicht unbedingt umfangreicher sind. Das wird deutlich, wenn man die Deckungssummen betrachtet. Für Sach- und Personenschäden ist eine Höchstdeckung von zehn Millionen Euro möglich.

Diese bekommen Hundebesitzer schon für Prämien um die 70 Euro. Andere Policen kosten über 120 Euro und bieten weit geringere Deckungssummen. Verbraucherschützer empfehlen eine Versicherungssumme von mindestens 2,5 Millionen Euro. Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, dass Schäden in die Millionen gehen. Bei Unfällen mit dauerhaften Folgen oder tödlichem Ausgang müssen Tierhalter aber mit derartig hohen Forderungen rechnen.

Qualitätsunterschiede zeigen sich nicht nur bei der Deckungssumme. So sehen einige Versicherungen im Schadensfall eine Selbstbeteiligung zwischen 80 und 150 Euro vor. Diese macht die Police aber nicht unbedingt günstiger. Viele preiswerte Versicherungen übernehmen die Schäden voll.


Konditionen prüfen


Auch die anderen Vertragsdetails sollte man überprüfen. So ist der Auslandsaufenthalt bei manchen Policen weltweit bis zu einem Jahr mitversichert, bei anderen gilt der Schutz nur für einen Monat. Häufig sind im Vertrag auch Mietsachschäden inbegriffen. Allerdings verstehen nicht alle Anbieter unter diesem Begriff das gleiche.

Also genau hinsehen: Deckt die Versicherung nur Schäden in Hotelzimmern und Ferienhäusern oder auch in der eigenen Wohnung? Sind nur baulich fest verbundene Einrichtungen wie z.B. Türen versichert oder auch Gardinen und Möbel? Gilt sie bei Pferden auch für gemietete Stallungen, Koppeln oder Anhänger?

Viele dieser Detailunterschiede fallen erst auf, wenn es zu spät ist. Züchter sollten darauf achten, dass auch der Nachwuchs vorübergehend mitversichert ist. Wer einen Hengst oder einen unkastrierten Rüden besitzt, kann ungewollte Deckakte einschließen. Kann der freilaufende Mischlingsrüde nicht der läufigen Rassehündin widerstehen, zahlt die Versicherung eine Abtreibung.

Eine generelle Leinenpflicht schreibt keine Versicherung vor - jedenfalls nicht bei "normalen" Hunden. Anders sieht es bei Kampfhunden aus. Sie sind ohnehin bei den meisten Versicherungen unerwünscht. Versicherungen, die sie akzeptieren, weisen ausdrücklich auf die gesetzlichen Bestimmungen hin. Und diese sehen in Deutschland für viele Rassen einen Leinen- und Maulkorbzwang vor. Bei der Versicherung von Pferden sollten die individuellen Gegebenheiten und Einsatzfelder besonders berücksichtigt werden.

Ist die Teilnahme an Reitturnieren und Rennen mitversichert? Wie ist es mit privaten Kutschfahrten? Zahlt die Versicherung auch, wenn das Pferd ohne oder mit einem ungewöhnlichen Sattel geritten wird? Wer sein Pferd mit einer anderen Person teilt, sollte darauf achten, dass auch diese Reitbeteiligung versichert ist. Sinnvoll ist der Einschluss von Flurschäden. Zu diesen kann es etwa kommen, wenn das Pferd durchgeht oder aus seiner Koppel ausbüxt und dabei Grünanlagen oder Felder zertrampelt.


Unversicherbar


So unterschiedlich die Policen im Detail auch sind, in einer Hinsicht sind alle gleich: Sie übernehmen keine Schäden des Versicherungsnehmers und seiner Haushaltsangehörigen. Beißt Lumpi also dem Herrchen in die Hand, zahlt die Versicherung nicht.

Vorsätzlich verursachte Schäden sind ebenfalls nicht abgedeckt. Wer seinen Hund absichtlich aufhetzt, kann nicht mit dem Schutz der Versicherung rechnen. Auch nicht, wenn es sich bei dem Opfer um einen vermeintlichen Straftäter handelt. Denn Schäden an Figuranten, also Scheinverbrechern, sind vom Versicherungsschutz in der Regel ausgeschlossen. Bei grober Fahrlässigkeit muss die Versicherung allerdings bezahlen.


Streitfragen


Der Versicherungsumfang ist klar geregelt. Trotzdem gibt es in der Praxis immer wieder Streitfälle. Schwierig wird es mitunter, wenn mehrere Hunde im Spiel sind. Oft kann das Verschulden nicht eindeutig geklärt werden, deshalb muss selten eine Seite für den kompletten Schaden haften. So sprach beispielsweise das Oberlandesgericht Oldenburg einer Frau, die durch balgende Hunde zu Fall gebracht worden war, nur die Hälfte des geforderten Schadenersatzes zu.

Die Frau war mit ihrem Hund im Wald unterwegs, als der Jagdhund eines anderen Spaziergängers auf sie zukam. Beide Hundebesitzer machten ihre Tiere von der Leine los und beobachteten ihr Spiel. Als die zurückgepfiffenen Hunde auf ihre Besitzer zurannten, rissen sie die wartende Frau um. Dabei erlitt sie einen schmerzhaften Lendenwirbelbruch. Da sich der Schaden nicht eindeutig zuordnen ließ, erhielt die Hundehalterin nur 50 Prozent der geforderten Summe.

Die Teilhaftung wird in der Regel auch angewandt, wenn sich Tiere untereinander verletzten und ihre Halter keine Schuld trifft. Selbst wenn die Haftungsfrage eindeutig entschieden ist, müssen Tierarztkosten nicht unbedingt bis zur vollen Höhe ersetzt werden. So verklagte ein Pudelhalter einen anderen Hundebesitzer auf damals 15.000 DM Schadenersatz.

Zu viel, befand das Landgericht Mannheim. Zwar sei der Pudel erheblich verletzt worden, eine Tierarztrechnung in dieser Höhe sei aber unverhältnismäßig. Immerhin 10.000 DM bekam der Kläger zugesprochen, weit mehr als den Kaufpreis des Pudels. Schließlich hält jeder Tierhalter den eigenen Liebling für unersetzlich, und so können die Entschädigungssummen den Marktwert des Tieres erheblich übersteigen. Ein Grund mehr für eine gute Versicherung.