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Richtig handeln bei der Abgeltungssteuer: Angespartes clever verwalten

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20 Steuertipps zum Steuern sparen

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News

Elterngeld und Kindergeld: Das steht Ihnen zu(2009-03-17 10:48:53)

Elterngeld und Kindergeld: Das steht Ihnen zu Das Bundesministerium für Familie freute sich noch im Februar über steigende Geburtenzahlen für das vergangene Jahr. Aktuelle Werte des Statistischen Bundesamtes sprechen eher für einen leichten Geburtenrückgang 2008. Was bringen die jüngsten Veränderungen zum Bezug des Elterngeldes und die Kindergelderhöhung 2009? Welche staatliche Förderung steht Eltern zu?

Elterngeld - Gehaltsausfall anteilig vom Staat


(awe) Kinder, die seit 2007 das Licht der Welt erblicken, bescheren ihren Eltern nicht nur einen persönlichen Reichtum. Das Elterngeld bietet vielen Familien eine finanzielle Erleichterung für die ersten Monate. Denn wer ein Kind bekommt, kann in den ersten zwölf, beziehungsweise 14 Lebensmonaten 67 Prozent seines durchschnittlichen Nettogehaltes der letzten zwölf Monate vom Staat bekommen. Der Staat unterstützt junge Eltern mit mindestens 300 Euro. Diesen Betrag bekommen sowohl Arbeitslose als auch Hausfrauen, Hausmänner, Studierende, Auszubildende oder Geringverdiener. Bis zu dieser Höhe bleibt das Elterngeld auch bei anderen Sozialleistungen anrechnungsfrei. Das zuvor geltende Erziehungsgeld wurde abgeschafft. Das waren maximal 300 Euro monatlich - immerhin für 24 Monate. Besonders für Geringverdiener wurde durch das neue Elterngeld die staatliche Unterstützung also zeitlich verkürzt. Auch der Partner bekommt Elterngeld Die Höchstgrenze der Elterngeld-Förderung liegt bei 1.800 Euro, weil ein maximaler Nettoverdienst von 2.700 Euro zugrunde gelegt wird. Bei Selbstständigen und Unternehmern ist die Höhe des Gewinns entscheidend; Steuern und Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung werden abgezogen. Das Elterngeld können Ehepaare, Lebenspartner, unverheiratete Paare und Alleinerziehende erhalten. Anspruch hat, wer mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt lebt, dieses Kind selbst erzieht und betreut und keine oder nur eine reduzierte berufliche Tätigkeit ausübt. Für zwölf Monate wird derjenige unterstützt, der sich im ersten Jahr um das Kind kümmert. Hinzu kommen die so genannten Partnermonate: Bleibt anschließend noch der Partner beim Kind, wird auch er für zwei Monate gefördert. Seit 2009 müssen, wenn beide Elternteile Elterngeld beziehen wollen, auch beide für mindestens zwei Monate in Elternzeit gehen. Diese Elternzeit muss rechtzeitig beim Arbeitgeber angemeldet werden. Man muss allerdings nicht komplett aus seinem Job aussteigen, um Elterngeld zu beziehen. Auch eine Teilzeittätigkeit neben der Kindererziehung ist möglich: Maximal darf der Erziehende noch bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. Das Elterngeld wird dann anteilig zum ausfallenden Gehalt gezahlt. Um Ihr Elterngeld zu berechnen, geben Sie in unserem Elterngeldrechner einfach das ausfallende Nettoeinkommen ein. Mehr zur Höhe der Förderung und den Einfluss der persönlichen Steuerklasse auf das Elterngeld lesen Sie auf der folgenden Seite.


Wie hoch ist die Förderung für Eltern?


Ob Vater oder Mutter, wer das Elterngeld haben möchte, muss es beantragen. Die Elterngeldstellen werden von der jeweiligen Landesregierung festgelegt. Eine Übersicht dieser Stellen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend . In der Schwangerschaft müssen sich die werdenden Eltern um diese Formalien jedoch noch keine Gedanken machen. Der Antrag kann ab dem Tag der Geburt gestellt werden und sogar bis zu drei Monate rückwirkend kann Elterngeld beantragt werden. Den voraussichtlichen Anspruch kann sich aber jeder schon vorher ausrechnen. Und das sollte man auch machen, um sich auf die neue finanzielle Situation einstellen zu können. Denn weniger wird es in den meisten Fällen. Hier finden Sie unseren Elterngeldrechner , mit dem Sie Ihren voraussichtlichen Anspruch bereits vor der Geburt des Kindes ermitteln können. Bonus für Geringverdiener Geringverdiener können einen Bonus beanspruchen. Liegt das Nettoeinkommen unter 1.000 Euro, fördert der Staat noch über das reguläre Elterngeld hinaus - bis zu 100 Prozent des bisherigen Einkommens: Für jeweils 20 Euro, die das bisher bezogene Gehalt unter 1.000 Euro lag, steigt das Elterngeld um ein Prozent. Die Steuerklasse ist entscheidend Da das Nettogehalt die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld ist, kann sich auch ein geringerer Lohnsteuerabzug positiv auf die Fördersumme auswirken. Da der Abzug der Lohnsteuer je nach Steuerklasse unterschiedlich hoch ist, kann es sich für manche Ehepaare mit deutlich unterschiedlichem Verdienst in der Steuerklassenkombination III/V lohnen, die Klassen zu tauschen. Jedoch ist bei diesem Trick zu bedenken, dass mit dem Nettogehalt, das auf der einen Seite für die Mutter steigt, auf der anderen Seite nicht nur das Nettoeinkommen des Vaters sinkt, sondern auch sein Anspruch auf Kranken- und Arbeitslosengeld. Außerdem sinkt das sofort verfügbare Haushaltseinkommen, sobald der Besserverdienende in die Klasse V wechselt. Deswegen sollte nach der Geburt des Kindes unbedingt wieder zurückgetauscht werden. Die Steuerklasse wechseln kann man im laufenden Jahr spätestens bis zum 30. November - allerdings nur für die Zukunft, nicht rückwirkend. Wenn die Elterngeldstelle eine unlogische Verteilung der Steuerklassen nicht akzeptieren will, können die Eltern Widerspruch einlegen und sich auf das Recht auf freie Lohnsteuerklassenwahl sowie auf zwei neue Urteile des Landessozialgerichts NRW stützen (Az. L 13 EG 40/08 sowie L 13 EG 51/08). Hiernach müsse der "unlogische" Tausch der Lohnsteuerklassen von den Behörden hingenommen werden, so das Gericht - zumal dieser Steuerklassenwechsel weder im Elterngeldgesetz noch im Steuerrecht verboten sei. Allerdings steht noch die Entscheidung des Bundessozialgerichts zu diesen Urteilen aus. Das Elterngeld selbst ist steuerfrei. Es ist aber "progressionsrelevant". Das bedeutet, dass es vom Finanzamt zur Ermittlung des individuellen Steuersatzes angerechnet wird. Somit erhöht sich der individuelle Steuersatz. Welche Auswirkungen hat der Bezug von Elterngeld auf das Kindergeld und das Mutterschaftsgeld? Lesen Sie hierzu die folgende Seite.


Elterngeld, Kindergeld und andere finanzielle Leistungen


Zusätzlich zum Elterngeld erhält man auch weiterhin das Kindergeld, ohne dass beides gegeneinander aufgerechnet wird. Allerdings ist bereits 2007 die Bezugsdauer des Kindergeldes für Kinder in Ausbildung von 27 auf 25 Lebensjahre gesenkt worden. Auch der Anspruch auf andere kindbezogene Vergünstigungen, wie Kinderfreibeträge oder die Riester-Zulage, erlischt zwei Jahre eher als zuvor. Volljährige Kinder dürfen auch in der Ausbildung nicht über einem festen Grenzbetrag verdienen (derzeit 7.680 Euro pro Jahr), sonst erlischt der Anspruch auf Kindergeld. Mehr für die lieben Kleinen: Die Kindergelderhöhung Seit 2009 gibt es für das erste und zweite Kind 164 Euro Kindergeld monatlich, für das dritte Kind 170 Euro und ab dem vierten Kind 195 Euro pro Monat. Doch Hartz IV-Empfänger gehen bei dieser Erhöhung leer aus, da das Kindergeld auf ihr Einkommen angerechnet wird. Wie viel Kindergeld Ihnen genau zusteht, ermitteln Sie mit diesem Kindergeldrechner . Einmalig in diesem Jahr bekommen Eltern, die Kindergeld erhalten, im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets einen Kinderbonus von 100 Euro je Kind. Dieser Bonus wird nicht auf weitere Sozialleistungen oder das Elterngeld - allerdings auf den Kinderfreibetrag - angerechnet. Das Mutterschaftsgeld ist im Gegensatz zum Kindergeld nicht anrechnungsfrei, weil Mutterschaftsgeld und Elterngeld vom Prinzip her denselben Zweck erfüllen - das ausfallende Einkommen auszugleichen. Sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt bekommen berufstätige Mütter von der Krankenkasse ein Mutterschaftsgeld, der Arbeitgeber zahlt die Differenz zum bisherigen Nettogehalt dazu. Der Bezug von Mutterschaftsgeld bedeutet, dass der volle Bezug von Elterngeld für Berufstätige erst nach dem zweiten Lebensmonat des Kindes beginnt - dann noch für zehn, bzw. zwölf Monate. Wer kein Mutterschaftsgeld erhält, bekommt das Elterngeld von Anfang an. Zumindest ein Teil des Elterngeldes ist bei Bezug von anderen Sozialleistungen geschützt: Bei Arbeitslosengeld II, BAföG, Unterhalt, Sozialhilfe, Wohngeld und Kinderzuschlag für gering verdienende Eltern wird das Elterngeld erst oberhalb des Mindestbetrages als Einkommen berücksichtigt. 300 Euro sind also anrechnungsfrei. Wie viel ALG II Ihnen zusteht, ermitteln Sie mit diesem Hartz IV-Rechner . Eltern von mehreren Kindern erhalten einen Geschwisterbonus zum Elterngeld. Mehr dazu und zu den Bezugszeiten lesen Sie auf der folgenden Seite.


Bezugszeiten und Geschwisterbonus zum Elterngeld


Für Familien in der "klassischen" Konstellation Vater-Mutter-Kind gilt: Wer das Kind erzieht, bekommt Elterngeld für zwölf Monate. Bleibt auch der andere Elternteil zu Hause, gibt es noch mal zwei Monate zusätzlich. Alleinerziehende haben prinzipiell 14 Monate Anspruch auf Elterngeld. Paare können die 14 Erziehungsmonate auch abweichend von der Kombination "zwölf plus zwei" unter sich aufteilen. So können beispielsweise Vater und Mutter jeweils sieben Monate Elterngeld beziehen, weitere Aufteilungen sind möglich. Die Hauptsache ist, dass jeder der Partner mindestens eine zweimonatige Auszeit nimmt. Bei Mehrlingsgeburten wie Zwillingen oder Drillingen wird für ein Kind das errechnete volle Elterngeld gezahlt, für jedes weitere Baby legt der Staat noch einmal 300 Euro dazu. Hat das Neugeborene bereits Geschwister, wenn es auf die Welt kommt, können die Eltern vom Geschwisterbonus profitieren. Dieser beträgt zusätzlich zehn Prozent des Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro. Die Zahldauer dieses Bonus ist abhängig vom Alter der weiteren Kinder. Bei einem weiteren Kind in der Familie besteht Anspruch, solange dieses unter drei Jahre alt ist. Gibt es zwei oder mehr Geschwister, reicht es, wenn mindestens zwei von ihnen noch keine sechs Jahre alt sind. Der Anspruch auf den Geschwisterbonus besteht, solange Elterngeld gezahlt wird, erlischt jedoch, sobald das ältere Geschwisterkind drei bzw. sechs Jahre alt wird. Seit 2009: Elternzeit auch für Großeltern Wer ein Kind adoptiert, kann sogar über dessen 14. Lebensmonat hinaus vom Elterngeld profitieren. So haben die Adoptiveltern einen Anspruch auf bis zu 14 Monate Unterstützung ab dem Zeitpunkt, an dem sie das Kind aufnehmen, längstens jedoch bis zur Vollendung des achten Lebensjahres. In Ausnahmefällen bekommen auch Pflegeltern Elterngeld, zum Beispiel bei ernster Krankheit, schwerer Behinderung oder Tod der Eltern. Verwandte bis dritten Grades und ihre Ehegatten haben einen Anspruch, wenn sie die übrigen Voraussetzungen erfüllen und andere Berechtigte ihren Anspruch nicht wahrnehmen. So können also auch die Tante oder die Großeltern das Elterngeld beziehen. Dies gilt nicht für Kinder, die auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) in Pflegefamilien leben. Für sie übernimmt das Jugendamt den nötigen Lebensunterhalt. Zudem haben Großeltern seit 2009 auch einen Anspruch auf Elternzeit, wenn ihre Kinder minderjährig oder während der Ausbildung selbst Eltern werden. Sie können dann bei ihrem Arbeitgeber eine "Großelternzeit" in Anspruch nehmen, das Elterngeld erhalten jedoch weiterhin die Eltern. Wie viel Elterngeld steht Ihnen zu? Berechnen Sie es ganz einfach mit diesem Elterngeldrechner. Haben Sie Fragen zum Bezug von Eltern- oder Kindergeld? Oder wollen Sie einfach mit anderen über Finanz- oder Versicherungsthemen diskutieren? Dann besuchen Sie unser Forum: forium Experten - das Forum für Steuern, Versicherungen und Finanzen .