Arbeitsamt Trier

Ihre Steuererklärung für 2019 und frühere Jahre

Clever Steuern sparen mit legalen Steuertricks. Schieben Sie Ihre Steuererklärung 2019 nicht vor sich her. Handeln Sie jetzt!

Machen Sie es sich leicht und füllen Sie Ihre Steuererklärung 2019 online mit Lohnsteuer-kompakt aus. Bequem und schnell! Selbstverständlich sind Ihre Daten dank moderner EV-SSL-Verschlüsselung sicher.

Probieren Sie Lohnsteuer kompakt unverbindlich aus!

Arbeitsamt Trier

Arbeitsamt Trier

Richtig handeln bei der Abgeltungssteuer: Angespartes clever verwalten

-Anzeige-

Richtig handeln bei der Abgeltungssteuer: Angespartes clever verwalten-Anzeige- Die Abgeltungssteuer besteuert Kapitalerträge aus Privatinvestitionen. Ein Freibetrag für die Sparer liegt bei 801 Euro, bei Verheirateten werden 1602 Euro veranschlagt. Unter die Abgeltungssteuer fallen Aktienkursgewinne, Bonuszahlungen und Spekulationsgewinne sowie Dividenden. Der pauschale Steuersatz der Abgeltungssteuer liegt bei 25 Prozent. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und, gegebenenfalls, auch die Kirchensteuer. mehr...

Reisekostenrecht 2014: Diese Änderungen sollten Sie kennen

Reisekostenrecht 2014: Diese Änderungen sollten Sie kennen Wer vorübergehend eine zweite Tätigkeitsstelle übernimmt, die außerhalb der eigenen Wohnung und der ersten Arbeitsstätte liegt, kann die dafür anfallenden Reisekosten steuerlich geltend machen. Seit 1. Januar 2014 ist die Reform des steuerlichen Reisekostenrechts in Kraft getreten. Die Reform verursacht einige Veränderungen bei der steuerlichen Veranlagung der Reisekosten, die Sie kennen sollten. mehr...

20 Steuertipps zum Steuern sparen

Für viele Steuerzahler ist die Steuererklärung mehr als das notwendige Übel. Bietet sich doch jedes Jahr von Neuem die Möglichkeit, seine Haushaltskasse vom Finanzamt aufbessern zu lassen. Ihre Rückzahlung könnte dabei umso üppiger ausfallen, wenn Sie die folgenden kleinen Steuertipps beherzigen. mehr...

News

Firmeninsolvenz - Gehalt trotz Pleite(2003-03-25 12:00:00)

Dem Mittelstand geht es schlecht, immer mehr Unternehmen schlittern in die Insolvenz. Das ist nicht nur für die Inhaber einer Firma bitter, sondern auch für die Angestellten. Welche Rechte haben Arbeitnehmer nach einer Firmenpleite?

Bankrott - und nun?


Jeder, der die aktuelle Debatte in der Politik und der Wirtschaft verfolgt, kann es auswendig runterbeten. Dem Mittelstand geht es schlecht, alle 15 Minuten geht in Deutschland ein Unternehmen pleite. Tag für Tag gehen dadurch schätzungsweise 1.500 Arbeitsplätze verloren.

Das Verfahren ist jedes Mal das gleiche. Sobald der Pleitegeier kreist, muss die Unternehmensführung beim zuständigen Gericht die Durchführung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Das seit 1999 grundlegend reformierte Insolvenzrecht ist darauf ausgerichtet, Unternehmen zu sanieren, statt nur die Abwicklung der Unternehmenspleiten zu betreiben.

Wie erfolgreich solche Rettungsversuche oftmals sind, wurde im Fall des Unternehmens Holzmann eindrucksvoll bewiesen. Das ist bedauerlich, denn jedes Scheitern kostet den Staat Steuergelder in Form von Arbeitslosenunterstützung. Bevor ein Ex-Arbeitnehmer allerdings Arbeitslosengeld beantragt, sollte er seine Rechte und Pflichten kennen, um nicht unnötig Geld zu verlieren.


Böse Vorzeichen


Die Angestellten erfahren die schlechten Neuigkeiten meist als letztes. Die Erfahrung bei Insolvenzen zeigt, dass der Unternehmenschef meist vor den Mitarbeitern von einer drohenden oder tatsächlichen Insolvenz Bescheid weiß. Gibt es allerdings Gerüchte in diese Richtung, können Sie beim Amtsgericht nachfragen, ob ein Insolvenzantrag gestellt wurde.

Natürlich gibt es auch noch andere Anzeichen einer Insolvenz. Werden die Gehälter unregelmäßig bezahlt, Lieferanten und Dienstleister vertröstet, kann es in der Firmenkasse nur klamm aussehen. In so einem Fall sollten Sie schon einmal anfangen, sich nach einem neuen Arbeitsplatz umzusehen und den Kauf des neuen Autos erst einmal verschieben.

Im übrigen berechtigt eine drohende Insolvenz allein nicht zu einer betriebsbedingten Kündigung. Auch dann gelten arbeitsschutzrechtliche Regelungen wie beispielsweise der Mutterschutz weiter.


Gehaltszahlungen einklagen


Bei ausbleibenden Gehaltszahlungen haben Sie das Recht, die Arbeit zu verweigern. Das gilt jedoch nicht, wenn der Arbeitgeber das Gehalt nur kurzfristig ausfallen lässt oder nach und nach in Raten zahlt. Ermahnen Sie ihren Chef schriftlich, bevor Sie die Arbeit niederlegen.

Im ersten Schreiben sollte eine Frist zur Gehaltszahlung festgelegt und auf das Recht der Arbeitsverweigerung hingewiesen werden. Folgt keine Zahlung kann der Arbeitnehmer fristlos kündigen. Folgt auch auf ein zweites Schreiben keine Gehaltszahlung, kann der Lohnanspruch beim Arbeitsgericht eingeklagt werden. Weist der Arbeitgeber aber nach, dass er das Arbeitsentgelt für seinen Lebensunterhalt benötigt, hat der Arbeitnehmer Pech gehabt. Sobald allerdings ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht gestellt wurde, sind zumindest die letzten drei Monatsgehälter gesichert.

Wenn Sie das sinkende Schiff rechtzeitig verlassen wollen und kündigen, kann das bedeuten, dass Sie keine Abfindung aus einem möglichen Sozialplan erhalten, die immerhin bis zu zweieinhalb Monatsgehälter ausmachen kann. Auch eine drohende Insolvenz wird vom Arbeitsamt nicht als Grund für eine freiwillige Aufgabe des Arbeitsplatzes anerkannt. Das Arbeitsamt verhängt in diesem Fall der Arbeitslosigkeit sogar eine Sperrzeit, in der keine Arbeitslosenunterstützung ausgezahlt wird.


Insolvenzgeld


Gerade in kleinen Unternehmen herrscht oft ein familiäres, freundschaftliches Klima. Aber trotz aller Sympathie - lassen Sie sich nie dazu hinreißen, freiwillig zu kündigen oder gar auf Ihr Gehalt zu verzichten. Das mag zwar eine noble Geste sein, kann Ihnen aber im Zweifelsfall nur schaden.

Verzichten Sie aus eigenem Antrieb auf Gehaltsansprüche, so kann das Ihren Anteil am Insolvenzgeld schmälern oder völlig zunichte machen. Insolvenzgeld wird dann vom Arbeitsamt übernommen, wenn der Arbeitgeber die Löhne und Gehälter nicht mehr bezahlen kann.

Bis zu drei ausstehende Monats-Nettogehälter zahlt das Amt vor Eintritt des Insolvenzereignisses. Dabei kann es sich entweder um die Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder die Ablehnung mangels Masse handeln. Um die Zahlungen zu erhalten, muss der Arbeitnehmer seine Ansprüche innerhalb von zwei Monaten nach Eintritt des Insolvenzereignisses beim Arbeitsamt melden.

Auch bereits gekündigte Arbeitnehmer haben ein Recht auf Insolvenzgeld, wenn Lohnansprüche auf den Dreimonatszeitraum vor der Insolvenz bestehen. Um die Höhe des Insolvenzgeldes zu ermitteln, berücksichtigt das Arbeitsamt auch Zahlungen wie Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszulagen, Überstundenvergütungen und Zuschüsse zu Mutterschafts- und Krankengeld oder Urlaubsgeld. Auch Teilzeitkräfte haben einen Anspruch auf Insolvenzgeld, und zwar unabhängig von der Dauer ihrer Beschäftigung.


Arbeitszeitkonten nutzen


Auf einem Arbeitszeitkonto wird die Differenz zwischen der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit und der tatsächlich geleisteten Arbeit festgehalten, sprich Ihre Überstunden. Normalerweise wird festgelegt, ob die Überstunden ausbezahlt werden, oder ob sich der Arbeitnehmer entsprechend frei nehmen darf.

Bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird das Konto ebenfalls ausgeglichen. Steht der Arbeitnehmer im Plus, so muss der Arbeitgeber das Guthaben auszahlen, steht er im Minus, muss er Geld zurückzahlen. Im Fall einer Firmenpleite besteht ein erhebliches Risiko, keine Auszahlung mehr zu erhalten. Eine gesetzliche Absicherung wie beim Insolvenzgeld, gibt es für Überstunden leider nicht.

Verlassen Sie sich im Zweifelsfall also lieber nicht auf eine Auszahlung, sondern nehmen Sie, wenn möglich frei. Ansonsten werden Sie auf eine Vergütung Ihrer Überstunden vermutlich verzichten müssen. Wer allerdings glaubt, im Insolvenzfall einfach zu Hause bleiben zu können, ohne Urlaub zu beantragen, irrt gewaltig. Der Arbeitnehmer muss zur Arbeit erscheinen. Die Insolvenz ändert zunächst nichts an den Rechten und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag.


Der Insolvenzverwalter


Beginnt das Insolvenzverfahren, so wird die bisherige Geschäftsführung normalerweise durch einen Insolvenzverwalter ersetzt. Er soll versuchen, das zu bewerkstelligen, was der bisherigen Unternehmensleitung nicht gelang: das Unternehmen zu sanieren.

Die erste Amtshandlung des Verwalters ist in aller Regel die Kündigung sämtlicher Arbeitsverhältnisse. Hierbei gilt eine einheitliche Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende. Andersgültige Regelungen im Arbeits- oder Tarifvertrag verlieren ihre Gültigkeit.

Diese allgemeinen Kündigungen sind leider notwendig, da der Insolvenzverwalter nicht weiß, ob es tatsächlich klappt, das Unternehmen zu retten. Falls die Sanierung gelingt, können die Kündigungen immer noch rückgängig gemacht werden. Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert gegen eine Kündigung zu klagen. Das Verfahren ist nicht teuer und im Fall einer Sanierung kann man sicherstellen, dass man seinen Arbeitsplatz zurückbekommt. Allerdings muss man die Klage innerhalb von drei Wochen nach der Kündigung einreichen.


Das Ende des Insolvenzverfahrens


Wenn während des Insolvenzverfahrens Gehälter nicht gezahlt werden, so können Sie weitere Arbeitsleistungen verweigern, ohne dabei Ihren Anspruch auf Bezahlung zu verlieren. Allerdings ist in diesem fortgeschrittenen Stadium meist sowieso kein Geld mehr vorhanden. Deshalb sollten Sie Ihre Forderungen schriftlich beim Insolvenzverwalter anmelden.

Allerdings sind Sie nach der neuen Insolvenzordnung als Arbeitnehmer hinsichtlich Ihrer Lohn- und Gehaltsforderungen den anderen Gläubigern Ihres Arbeitgebers gleichgestellt. Eine Bevorrechtigung der Arbeitnehmerforderung gibt es nicht mehr. Ihre Forderungen werden deshalb bei Liquidierung des Unternehmens nur mit einem bestimmten Prozentsatz berücksichtigt. Ob das Unternehmen liquidiert oder saniert wird, entscheidet sich in der Regel drei Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Verkauf des Unternehmens
Wird die Firma verkauft, so muss der Käufer alle bestehenden Arbeitsverhältnisse des Unternehmens oder Betriebsanteils übernehmen. Innerhalb eines Jahres nach Erwerb, darf niemandem gekündigt werden. Anders sieht es allerdings aus, wenn der Arbeitnehmer zur Sanierung des Unternehmens entlassen wird. In dem Fall ist die Kündigung gesetzlich zulässig.

Falls sich aber während der Kündigungsfrist die Verhältnisse im Unternehmen zum Guten wenden, haben Sie einen Anspruch auf Widereinstellung. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihre Kündigung keine Notwendigkeit war, so können Sie innerhalb von drei Wochen Klage einreichen. Ob Sie das auch beweisen können, steht auf einem anderen Blatt.