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News

Elterngeld: Beim nächsten Kind wird alles anders(2007-01-18 12:00:00)

ph_elterngeld.jpgNeues Jahr - neues Glück. Kinder, die ab 2007 das Licht der Welt erblicken, bescheren ihren Eltern nicht nur einen persönlichen Reichtum. Das neue Elterngeld bietet vielen Familien eine finanzielle Erleichterung für die ersten Monate.

Gerade noch geschafft - das Elterngeld


(awe) Große Freude auf der Entbindungsstation: Die Mutter der neugeborenen Lara strahlt übers ganze Gesicht: Nicht nur, dass sie ein bildschönes und kerngesundes Töchterchen entbunden hat. Ihr Kind kam in den ersten Minuten des neuen Jahres 2007 zur Welt. Und hat somit die Schwelle zu den neuen finanziellen Möglichkeiten überwunden. Ihre Eltern können nun Elterngeld beantragen. Die Eltern des kleinen Max freuen sich ebenfalls riesig über ihren Nachwuchs. Er ist, was man im Volksmund einen wahren Wonneproppen nennt: 4.330 Gramm verteilen sich auf 56 Zentimeter. Dem Kind und der Mutter geht es gut, die Geburt lief völlig ohne Komplikationen ab. Doch der kleine Wermutstropfen an der Sache: Max kam wenige Minuten zu früh auf die Welt; um 23.51 Uhr am 31. Dezember 2006 um es genau zu sagen. Und diese Minuten entscheiden über die Finanzen seiner Eltern in den kommenden Monaten. Denn laut Gesetz hat der schnelle Max das neue Elterngeld knapp verfehlt. Doch seine Eltern können noch das Erziehungsgeld - wie gehabt - beantragen. Das wären maximal 300 Euro monatlich für 24 Monate. Da beide Eltern jedoch ganz gut verdienen, liegen sie über der Förderungshöchstgrenze und so gibt es gar nichts außer dem Kindergeld. Für sie wäre das neue Elterngeld ein wahrer Gewinn gewesen. Das bisherige Erziehungsgeld ist mit dem Jahreswechsel eigentlich hinfällig. Eltern, die es zurzeit bekommen, erhalten es natürlich weiter bis zum Ende des Bewilligungszeitraums. Wer jedoch ab 2007 ein Kind bekommt, kann in den ersten zwölf, beziehungsweise 14 Lebensmonaten 67 Prozent seines durchschnittlichen Nettogehaltes der letzten zwölf Monate vom Staat bekommen. Der Staat unterstützt junge Eltern mit mindestens 300 Euro. Diesen Mindestbetrag bekommen sowohl Arbeitslose als auch Hausfrauen, Hausmänner, Studierende, Auszubildende oder Geringverdiener. Bis in diese Höhe bleibt das Elterngeld auch bei anderen Sozialleistungen anrechnungsfrei.


Gehaltsausfall anteilig vom Staat


Die Höchstgrenze der Förderung liegt bei 1.800 Euro, weil ein maximaler Nettoverdienst von 2.700 Euro zugrunde gelegt wird. Bei Selbständigen und Unternehmern ist die Höhe des Gewinns entscheidend; Steuern und Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung werden abgezogen. Das Elterngeld gibt es für Ehepaare, Lebenspartner, unverheiratete Paare und Alleinerziehende. Anspruch hat, wer mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt lebt, dieses Kind selbst erzieht und betreut und keine oder nur eine reduzierte berufliche Tätigkeit ausübt. Für zwölf Monate wird derjenige unterstützt, der sich im ersten Jahr um das Kind kümmert. Hinzu kommen noch die so genannten Partnermonate: Bleibt anschließend noch der Partner beim Kind, wird auch er für zwei Monate gefördert. Durch die Partnermonate sollen auch Väter in den Genuss einer gemeinsamen Zeit mit ihrem Neugeborenen kommen. Wer Elterngeld beziehen möchte, muss die Elternzeit rechtzeitig beim Arbeitgeber anmelden. Man muss allerdings nicht komplett aus seinem Job aussteigen, um Elterngeld zu beziehen. Auch eine Teilzeittätigkeit neben der Kindererziehung ist möglich: Maximal darf der Erziehende noch bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. Das Elterngeld wird dann anteilig zum ausfallenden Gehalt gezahlt. Verdient die Mutter in der Teilzeit beispielsweise noch 1.000 Euro von 2.000 Euro netto, dann bekommt sie 67 Prozent der wegfallenden 1.000 Euro als Elterngeld gezahlt, also 670 Euro.


Wie hoch ist die Förderung?


Ob Vater oder Mutter, wer das Elterngeld haben möchte, muss es beantragen. Zuständig sind hier die Stellen, die auch für die Auszahlung des Erziehungsgeldes verantwortlich sind. Ihre zuständige Elterngeldstelle finden Sie hier. In der Schwangerschaft müssen sich die werdenden Eltern um diese Formalien jedoch noch keine Gedanken machen. Der Antrag kann am Tag der Geburt abgegeben werden. Und auch diese Eile ist nicht wirklich geboten, denn das Elterngeld kann bis zu drei Monate rückwirkend gezahlt werden. Aber ausrechnen, was er oder sie bekommen würde, kann jeder schon vorher. Und das sollte man auch machen um sich auf die neue finanzielle Situation einstellen zu können. Denn weniger wird es in den meisten Fällen. Für alle, die schon vor der Geburt des Kindes herausbekommen möchten, wie hoch ihr zukünftiges Elterngeld sein wird, empfiehlt sich der Elterngeldrechner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Hier kann jeder sein voraussichtliches Elterngeld berechnen, natürlich ohne Rechtsanspruch.


Die Steuerklasse ist entscheidend


Großen Einfluss auf die Höhe des Nettoeinkommens hat der Lohnsteuerabzug und der richtet sich nach der Steuerklasse, die auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist. Besondere Bedeutung hat die Lohnsteuerklassenwahl für Verheiratete, wenn beide berufstätig sind. Verdienen beide ungefähr gleich viel, ist die Klassenkombination IV/IV günstig. Verdient ein Partner deutlich weniger als der andere, empfiehlt sich für ihn die Lohnsteuerklasse V und für den Besserverdienenden die Klasse III. So wird beim Besserverdienenden möglichst wenig Lohnsteuer abgezogen und er erzielt das höchstmögliche Nettogehalt. Da das Nettogehalt die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld ist, kann ein geringerer Lohnsteuerabzug sich positiv auf die Fördersumme auswirken. Hier kann es sich nun für manche Ehepaare lohnen, die Steuerklassen zu tauschen. Ein Beispiel: Die werdende Mutter, die das Kind betreuen will, verdient deutlich weniger als ihr Mann. Sie hatte bisher die Steuerklasse V gewählt, damit ihr Gatte in der Klasse III möglichst geringe Steuerabzüge hat. Wechselt die Frau in die Klasse III, hat sie weniger Abzüge, der Nettoverdienst steigt und somit auch die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld. Natürlich muss der Ehemann in diesem Fall einen erheblich höheren Steuerabzug hinnehmen. Doch nach der nächsten Steuererklärung wird die genaue Steuerlast exakt berechnet und zuviel gezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt erstattet. Die Steuerklasse wechseln kann man im laufenden Jahr spätestens bis zum 30. November - allerdings nur für die Zukunft, nicht rückwirkend. Allerdings ist bei diesem Trick zu bedenken, dass mit dem Nettogehalt, das für die Mutter steigt, nicht nur das Nettoeinkommen des Vaters sinkt, sondern auch sein Kranken- und Arbeitslosengeld im Fall der Fälle. Weiter zu beachten: Das sofort verfügbare Haushaltseinkommen sinkt, sobald der Besserverdienende in die Klasse V wechselt. Deswegen sollte nach der Geburt des Kindes unbedingt wieder zurückgetauscht werden. Auch ein Wechsel der Steuerklassenkombination von III/V zu IV/IV kann für Verheiratete vorübergehend günstig sein. Ob jedoch die Elterngeldstellen eine unlogische Lohnsteuerklassenwahl (bei den Klassen III und V) nur zum Zweck der Elterngelderhöhung akzeptieren, wird sich aus der Praxis ergeben. Das Elterngeld selbst ist dann steuerfrei. Es ist aber "progressionsrelevant". Das bedeutet, dass es vom Finanzamt zur Ermittlung des individuellen Steuersatzes auf das Einkommen angerechnet wird. Somit erhöht sich der individuelle Steuersatz.


Elterngeld und andere finanzielle Leistungen


Zusätzlich zum Elterngeld erhält man auch weiterhin das Kindergeld, ohne dass beides gegeneinander aufgerechnet wird. Allerdings wird ab 2007 die Bezugsdauer des Kindergeldes für Kinder in Ausbildung vom 27. auf das 25. Lebensjahr gesenkt. Auch der Anspruch auf andere kindbezogenen Vergünstigungen, wie Kinderfreibeträge, erlischt zwei Jahre eher als bisher. Das Mutterschaftsgeld ist im Gegensatz zum Kindergeld nicht anrechnungsfrei. Sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt bekommen berufstätige Mütter von der Krankenkasse ein Mutterschaftsgeld, der Arbeitgeber zahlt die Differenz zum bisherigen Nettogehalt dazu. Weil Mutterschaftsgeld und Elterngeld vom Prinzip her denselben Zweck erfüllen - das ausfallende Einkommen auszugleichen - wird das Mutterschaftsgeld auf das Erziehungsgeld angerechnet. Das bedeutet im Klartext, dass der volle Bezug von Elterngeld für Berufstätige erst nach dem zweiten Lebensmonat des Kindes beginnt - dann noch für zehn, bzw. zwölf Monate. Wer kein Mutterschaftsgeld erhält, bekommt das Elterngeld von Anfang an. Zumindest ein Teil des Elterngeldes ist bei Bezug von anderen Sozialleistungen geschützt: Bei Arbeitslosengeld II, BAföG, Unterhalt, Sozialhilfe, Wohngeld und Kinderzuschlag für gering verdienende Eltern wird das Elterngeld erst oberhalb des Mindestbetrages als Einkommen berücksichtigt. 300 Euro sind also anrechnungsfrei.


Bezugszeiten und Geschwisterbonus


Für Familien in der "klassischen" Konstellation Vater-Mutter-Kind gilt: Wer das Kind erzieht, bekommt Elterngeld für zwölf Monate. Bleibt auch der andere Elternteil zu Hause, gibt es noch mal zwei Monate zusätzlich. Alleinerziehende haben prinzipiell 14 Monate Anspruch auf Elterngeld. Generell ist es auch möglich, die Bezugzeiten des Elterngeldes zu variieren. Man kann zum Beispiel die Zahlungsdauer verdoppeln, indem man monatlich nur die Hälfte des Elterngeldes bezieht. Eine Person kann so bis zu 24 Monate lang das halbe Elterngeld beziehen. Paare oder Alleinerziehende können bis zu 28 halbe Monatsbeiträge bekommen. Paare können die 14 Erziehungsmonate auch abweichend von der Kombination "zwölf plus zwei" unter sich aufteilen. So können beispielsweise Vater und Mutter jeweils sieben Monate Elterngeld beziehen, weitere Aufteilungen sind möglich. Mehrkindfamilien bekommen eine besondere Förderung: Bei Mehrlingsgeburten wie Zwillingen oder Drillingen wird für ein Kind das errechnete volle Elterngeld gezahlt, für jedes weitere Baby legt der Staat noch einmal 300 Euro drauf. Hat das Neugeborene bereits Geschwister, wenn es auf die Welt kommt, können die Eltern vom Geschwisterbonus profitieren. Dieser beträgt zusätzlich zehn Prozent des Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro. Die Zahldauer dieses Bonus ist abhängig vom Alter der weiteren Kinder. Bei einem weiteren Kind in der Familie besteht Anspruch, solange dieses unter drei Jahre alt ist. Gibt es zwei oder mehr Geschwister, reicht es, wenn mindestens zwei von ihnen noch keine sechs Jahre alt sind.


Adoption, Pflege und Geringverdiener


Anspruch auf Elterngeld hat auch, wer mit einem Kind in einem Haushalt lebt, das er mit dem Ziel der Annahme als Kind aufgenommen hat. Im Klartext: Wer ein Kind adoptiert, kann sogar über dessen 14. Lebensmonat hinaus vom Elterngeld profitieren. Hier haben die Adoptiveltern einen Anspruch auf bis zu 14 Monate Unterstützung ab dem Zeitpunkt, an dem sie das Kind aufnehmen, längstens jedoch bis zur Vollendung des achten Lebensjahres. In Ausnahmefällen bekommen auch Pflegeltern Elterngeld, zum Beispiel bei ernster Krankheit, schwerer Behinderung oder Tod der Eltern. Verwandte bis dritten Grades und ihre Ehegatten haben einen Anspruch, wenn sie die übrigen Voraussetzungen erfüllen und andere Berechtigte ihren Anspruch nicht wahrnehmen. So können also auch die Tante oder die Großeltern das Elterngeld beziehen. Dies gilt nicht für Kinder, die auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches (SGB VIII) in Pflegefamilien leben. Für sie übernimmt das Jugendamt den nötigen Lebensunterhalt. Geringverdiener können einen Bonus beanspruchen. Liegt das Nettoeinkommen unter 1.000 Euro, fördert der Staat noch über das reguläre Elterngeld hinaus - bis zu 100 Prozent des bisherigen Einkommens: Für jeweils 20 Euro, die das bisher bezogene Gehalt unter 1.000 Euro lag, steigt das Elterngeld um ein Prozent. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Für viele berufstätige Eltern ist das neue Elterngeld ein wahrer Geldsegen, aber nicht für alle. Hartz IV-Empfänger bekommen immer einen Sockelbetrag von 300 Euro zusätzlich, allerdings nur für maximal zwölf oder 14 Monate. Das jetzt hinfällige Erziehungsgeld hätte es für sie jedoch ganze 24 Monate lang gegeben. Schwangerschaft und Geburt bringen immer Veränderungen in verschiedener Hinsicht für eine Familie. Jedes weitere Kind bedeutet auch zusätzliche finanzielle Verantwortung. Deswegen empfiehlt es sich bei Familienzuwachs immer, die Finanzen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ist die Familie ausreichend versichert? Kann vielleicht Geld angelegt werden, um die Ausbildung des Kindes abzusichern? Gibt es Sicherheiten für den Notfall, wenn zum Beispiel einem Elternteil etwas zustößt? Viele hilfreiche Tipps und Informationen finden Sie im Beitrag "Nachwuchs mit sicheren Anlagen".