Schutzbrief Versicherung

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News

Gelbe Engel und graue Eminenzen(2004-03-23 12:00:00)

Einen Platten auf der Autobahn? Unfall im Urlaub? Schnelle Hilfe in solchen Fällen versprechen Kfz-Schutzbriefe. Neben dem ADAC und anderen Automobilclubs gibt es eine Reihe weiterer Anbieter. Ein Blick auf die Preise kann sich lohnen.

Standardleistungen am Fahrzeug


Generell können die Leistungen einzelner Auto-Schutzbriefe in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden: Die Aussteller haben allgemeine Versicherungsbedingungen in den Jahren 1987, 1993 und 1996 aufgestellt. Dabei gilt: je jünger das Datum, desto umfassender der Schutz und umso höher die jährlichen Kosten. Obwohl die Bedingungen der einzelnen Anbieter sich so grob in drei Standards einteilen lassen, können Unterschiede im Einzelfall durchaus möglich sein. Alle angegebenen Pauschalen gelten für die Mehrheit der Schutzbriefe - es kann bei einzelnen Produkten zu nicht unerheblichen Abweichungen kommen. Deshalb sollte jeder vor Abschluss eines Schutzbriefes das Kleingedruckte lesen.

Die meisten Schutzbriefe basieren auf den "93er Bedingungen". Für den Ernstfall wird eine Pannen- und Unfallhilfe angeboten, was in etwa einer ADACplus-Mitgliedschaft entspricht. Trotz Schutzbrief sind aber nicht alle Leistungen der gelben Engel oder vergleichbarer Dienste gänzlich gratis. Erstattet werden Kosten für eine Pannenhilfe vor Ort zwischen 100 und 120 Euro. Abschleppen wird häufig mit der Pannenhilfe verrechnet.

Bei Erstattungskosten zwischen 150 und 200 Euro kann eine Selbstbeteiligung fällig werden. Einige Schutzbriefaussteller bieten kostenlosen Pannen- und Abschleppdienst nur, wenn sich das Unglück weiter als 50 oder 75 km von zu Hause ereignete. Bergungskosten bei Fahrzeugen, die von der Straße abgekommen sind, erstattet ein Schutzbrief normalerweise voll.

Die Versandkosten von Ersatzteilen ins Ausland sind normalerweise vom Schutzbrief abgedeckt - die Ersatzteile selbst hingegen nicht. Muss das Fahrzeug verschrottet werden, zahlt der Schutzbrief die Auslagen dafür. Gleiches gilt, wenn das Auto vor Ort nicht innerhalb von drei Tagen repariert werden kann und in eine andere Werkstatt muss. Bei einem folgenden Grenzübertritt werden die Zollgebühren übernommen.


Personenbezogener Service


Üblicherweise werden nach einem Fahrzeugausfall die Reisekosten zum Wohn- oder Zielort für alle Insassen gezahlt. Bis zu einer Entfernung von 1.000 bis 1.200 km - je nach Anbieter - erhalten Sie die Kosten einer Bahnfahrt 2. Klasse für alle Mitfahrer zurück. Liegt der Unfallort weiter entfernt, kann auch ein Flug oder eine Bahnfahrt 1. Klasse in Frage kommen.

Alternativ dazu können auch Übernachtungen in einem Hotel bis zu einer Höchstsumme zwischen 50 und 85 Euro pro Person und Nacht in Anspruch genommen werden. Als dritte Möglichkeit kommt die Bezahlung eines Mietwagens für höchstens eine Woche in Frage. Die Tagespauschalen sind natürlich begrenzt. Gleiches gilt für Taxikosten. Wenn das reparierte Fahrzeug abgeholt werden muss, werden unter Umständen die Reisekosten zum Schadensort erstattet, allerdings nur für eine Person.

Eine weitere Sparte von Serviceleistungen bieten die meisten Schutzbriefe bei Krankheits- oder Todesfällen. Beim Tod eines Fahrzeuginsassen wird das Begräbnis im Ausland oder eine Überführung nach Hause erstattet. Medizinisch notwendige Krankenrücktransporte bezahlt der Schutzbrief. Außerdem kann ein Arzt oder Zahnarzt vermittelt und ein Arzneimittelversand organisiert und bezahlt werden. Die Kosten für die Behandlung oder das Medikament selbst übernimmt ein Schutzbrief normalerweise aber nicht. Liegt der Versicherte längere Zeit im Krankenhaus, können die Kosten von Krankenbesuchen bis zu einer Höhe von etwa 500 Euro erstattet werden. Mitunter werden auch Ausgaben für eine außerplanmäßige Rückfahrt übernommen, wenn eine Reise wegen Tod oder Erkrankung eines Mitreisenden oder nahen Verwandten abgebrochen wird. Auch im Handy-Zeitalter können Schutzbrief-Inhaber in dringenden Fällen vom Reiserückruf über den Rundfunk Gebrauch machen.

Oft bieten Schutzbriefe auch Hilfe bei verlorengegangenen Reisedokumenten an. Machen Verlust oder Diebstahl die Reisekasse zunichte, helfen die Versicherungen meist mit einem Darlehen aus.

Diese Standardbedingungen gelten entweder für alle auf den Versicherten und dessen Lebenspartner zugelassenen Fahrzeuge oder, was billiger ist, für ein bestimmtes Fahrzeug. Nicht alle Anbieter haben beide Möglichkeiten im Angebot. Der Schutzbrief greift üblicherweise europaweit - manche auch zusätzlich in den südlichen und östlichen Mittelmeeranrainer-Staaten.
    Tipp:
    Belege über Ausgaben nach einem Unfall oder einer Panne sollten immer gut aufgehoben werden. Die meisten Schutzbriefe zahlen Hotel-, Reise- oder andere Kosten nur, wenn Sie Ihre Ausgaben schriftlich nachweisen können.



Schutzbrief "light" und "plus"


Die obengenannten Leistungen lassen sich aufstocken oder heruntersetzen. Die "light"-Version findet sich in den Schutzbrief-Bedingungen von 1987 wieder. Hier stehen die Leistungen am Fahrzeug - Unfallhilfe und Pannendienst - im Vordergrund. Ein ärztlich verordneter Krankenrücktransport ist gewährleistet. Allerdings kann eine Selbstbeteiligung fällig werden.

Kosten für Bahnfahrten, Mietwagen etc. erstatten die günstigeren Schutzbriefversionen zu einem geringeren Teil. Üblicherweise nicht enthalten sind Hilfen bei Reiseabbruch, Vermittlung von Ärzten oder Medikamenten, in Todesfällen, bei Verlust von Reisedokumenten und Rückrufaktionen.

Der abgespeckte Schutzbrief ist natürlich günstiger als die "Normalfassung". Mitglieder des ADAC können diese Leistungen größtenteils auch ohne extra Schutzbrief in Anspruch nehmen. Allerdings hilft der ADAC nur in Deutschland, es sei denn, man hat die "plus-Mitgliedschaft" gewählt. Die meisten anderen "Schutzbriefe light" gelten dagegen im gesamten Europa, oft auch in den nicht-europäischen Mittelmeerländern.

Die Versicherungsbedingungen auf dem 1996er Standard sind quasi die Luxusausgabe eines Schutzbriefes. Zusätzlich zu den obengenannten Standardleistungen werden einige nicht auf das Auto bezogene Leistungen angeboten. Eine Auslands-Krankenversicherung, Hilfe bei verlorengegangenen Schlüsseln und die Kosten für medizinische Hilfsgeräte oder Ersatzbrillen sind Teil der Schutzbriefleistungen.

In Notfällen kümmert sich jemand um zu Hause gebliebene Kinder; ein Haushüter kann vermittelt werden. Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen auf Reisen streckt die Versicherung Anwaltskosten vor und bezahlt fällige Kautionen. Pauschalen für Rückreisen, Mietwagen und Hotel fallen höher aus. Diese Art von Schutzbriefen gilt üblicherweise weltweit.


Schein und Sein: Die Zuverlässigkeit


Der beste Schutzbrief macht keinen Sinn, wenn die versprochenen Leistungen nicht oder nur teilweise eingehalten werden. Die Zeitschrift Finanztest hat deshalb 18 Schutzbriefe unter die Lupe genommen. An einem Wochenende riefen sie die Auslands-Notdienste ihres Schutzbriefes an. Gänzlich ohne Hilfe musste kein Tester auskommen. Neben Wartezeiten von einer Stunde oder mehr, gab es jedoch noch einiges zu beanstanden. 11 Notdienste konnten einen Elektronikdefekt am Fahrzeug vor Ort beheben. Sechs suchten, fanden nichts und schleppten dann ab. Ein Notdienst gab unumwunden zu, Fehlersuche sei nicht sein Ding und griff sofort zum Abschleppseil.

Probleme gab es auch beim Besorgen von Ersatzteilen, bei der Suche eines Zahnarztes vor Ort, bei Reiserückrufen über den Rundfunk und einer telefonischen Nachrichtenübermittlung an Angehörige. Das Fazit der Tester: Schutzbriefe von ADAC oder anderen Automobilclubs hielten die versprochenen Leistungen fast ohne Beanstandungen. Schutzbriefe von Versicherungen deckten finanzielle Risiken überwiegend zufriedenstellend ab.

Für organisatorisch-technische Aufgaben haben die Assekuranzen im Gegensatz zum ADAC oder AvD jedoch kein eigenes Netz. Diese Aufgaben delegieren sie an eigenständige Unternehmen weiter und agieren selbst eher als graue Eminenzen im Hintergrund. Bei der Koordination zwischen Schutzbriefausstellern und dem Notfalldienst vor Ort haperte es öfters. Allerdings stammen die Ergebnisse aus der Finanztest-Ausgabe von April 1998 - sie sind somit fast sechs Jahre alt und daher mit Vorsicht zu genießen.

Ob sich diese Service-Unterschiede zwischen Automobilclubs und Versicherungen in der Zwischenzeit etwas aufgehoben haben, wäre interessant. Fakt ist jedoch, dass außer dem ADAC alle anderen Automobilklubs inzwischen Schutzbriefe von Versicherungsunternehmen anbieten. Keiner der Klubs setzt heute ausschließlich auf ein eigenes Netz von Pannenhelfern. Alle haben mittlerweile zusätzlich unabhängige Abschleppdienste als Vertragspartner.


Lohnt sich ein Schutzbrief?


Die gesamte Palette der Leistungen von Schutzbriefen ist nicht für jedermann sinnvoll. Es gibt eine Reihe von Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie einen Schutzbrief abschließen. Es kann durchaus vorkommen, dass die wichtigsten Vorteile eines Schutzbriefes bereits anderweitig gewährleistet sind. Fahren Sie beispielsweise einen Neuwagen mit Mobilitätsgarantie, können Sie auf die Pannen- und Unfallhilfe eines Schutzbriefes getrost verzichten. Die Garantien der Autohersteller decken diese Risiken im Regelfall mit ab. Bei einem älteren, pannen-anfälligeren Fahrzeug, kann ein Schutzbrief aber beruhigende Sicherheit bieten.

Ein Augenmerk sollte auch auf den bereits bestehenden Versicherungsschutz gelegt werden. Für gesetzlich Krankenversicherte macht es durchaus Sinn, teure Krankenrücktransporte z.B. über einen Schutzbrief, finanziell abzusichern. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind im Ausland sehr beschränkt. Luxus-Schutzbriefe bieten häufig eine sinnvolle Auslands-Krankenversicherung. Eine separate Auslands-Krankenversicherung ist jedoch oft günstiger.

Besitzer einer goldenen Kreditkarte sollten prüfen, welche Leistungen diese beinhaltet. Auslands-Krankenversicherungen und Hilfe bei Verlust oder Diebstahl von Reisedokumenten oder Geldbörsen werden meistens vom Kartenaussteller gewährleistet.

Sind diese Fragen geklärt, bleibt noch die Entscheidung, welche Art von Schutzbrief der passende ist. Bei Reisen außerhalb Europas ist ein weltweiter Schutzbrief sicherlich sinnvoll. Fahrten in abgelegene Regionen Europas lassen den Standardschutz hilfreich erscheinen. Ob ein Schutz, der nur auf Deutschland mit seinem dichten Werkstattnetz beschränkt ist, Sinn macht, sollte jeder für sich entscheiden.

Schließlich bleibt noch die Wahl zwischen einem Automobilclub oder einer Versicherung. Die Clubs haben meist ein dichteres Netz von Pannendiensten. Der ADAC und der AvD greifen im Gegensatz zu den Versicherungen nicht nur auf Assistance-Unternehmen zurück. Sie besitzen vielmehr eine eigene Flotte von Pannenfahrzeugen. Die meisten Kfz-Versicherungen bieten jedoch oft sehr viel günstigere Schutzbriefe im Zusammenhang mit einer Kfz-Haftpflicht- oder Kaskoversicherung an.