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News

Abbruch der Fusion von Dresdner Bank und Deutsche Bank(2000-04-06 12:00:00)

Am Mittwoch den 05. April beschloß der Vorstand der Dresdner Bank AG einstimmig, den Fusionsprozeß mit der Deutschen Bank AG abzubrechen. Die beiden Vorstandssprecher Bernhard Walter (Dresdner Bank) und Rolf Breuer (Deutsche Bank) waren zusammengekommen, um in dem Fusionsprozeß einen Zusammenschluß unter Gleichen (Merger of Equals) zu ermöglichen. Laut Pressemitteilung der Dresdner Bank, war dabei die wesentliche Geschäftsgrundlage eine Zusammenführung der Geschäftsaktivitäten im Bereich des Investment-Bankings.

Nach und nach wurde deutlich, daß die Deutsche Bank eine dominierende Rolle einnehmen würde. Der Wegfall des Namens "Dresdner" war ein erstes Zeichen dafür. Nur die grüne Farbe im Schriftzug und Logo sollte an die Dresdner Bank erinnern. Der Integrationsprozeß gestaltete sich nicht ausgewogen. So sperrte sich Deutsche Bank-Vorstand Michael Dobson dagegen, das Vermögensverwaltungsgeschäft zusammen mit einem Dresdner Bank Kollegen zu leiten.

Das Ziel, eine führende Investmentbank zu schaffen, sollte überwiegend aus Teilen der Deutschen Bank mit ihrer Investment-Tochter Deutsche Morgan Grenfell und dem US-Haus Bankers Trust realisiert werden. Ausschlaggebend für den Abbruch der Fusion war also die Aufforderung der Deutschen Bank an den Fusionspartner, das Londoner Investment-Haus Kleinwort Benson ganz oder in Teilen zu verkaufen. Konstruktive Vorschläge zur Integration der Dresdner Kleinwort Benson fanden offenbar bei der Deutschen Bank kein Gehör. Dabei hatte Deutsche Bank-Vorstand Breuer noch im März dieses Institut als "Juwel" bezeichnet und Verkaufsgerüchte als "baren Unsinn" abgetan.

Aber auch die Dresdner Bank hatte mit der unüberlegten Ankündigung, Privatkunden mit einem Vermögen unter 200.000 DM an die Deutsche Bank 24 abzuschieben, den geplanten Zusammenschluß belastet. Die Konkurrenzinstitute hofften schon die verunsicherten Kunden abwerben zu können. Die Commerzbank