Dispo Konto

Geschäftkonten schnell und einfach vergleichen

Mit einem Geschäftskonto können Sie Lastschriften von Kunden einzuziehen und Sammelüberweisungen in Auftrag geben. Auch für den Scheckverkehr bieten Geschäftskonten wesentlich umfangreichere Möglichketien als ein Privatkonto.

Welche Bank bietet aber nun ein günstiges oder kostenloses Geschäftskonto an? In unserem Vergleich finden Sie verschiedene Angebote. Einige Angebote sind dabei an spezielle Bedingungen geknüpft oder nur für bestimmte Berufsgruppen frei. Informieren Sie sich einfach kostenlos.

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Dispokredit oder Ratenkredit?(2006-12-14 12:00:00)

ph_disporatenkredit.jpgWarum ist am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig? Ob Anschaffungen aus Notwendigkeit oder zur Erhöhung der Lebensqualität - das Problem ist das gleiche: Wer knietief im Dispo steht, muss happige Zinsen zahlen.

Kredit ist nicht gleich Kredit


"Woher das Geld kommt, ist unbekannt. Es ist da, oder nicht da. Meistens nicht da", stellte Kurt Tucholsky Anfang des vergangenen Jahrhunderts fest. Seine Erkenntnis dürfte auch heute vielen vertraut sein. Das alte Auto scheitert am TÜV, die Waschmaschine gibt den Geist auf und eigentlich hätte man dringend mal wieder Urlaub nötig - nur: Wenn man es braucht, ist meist kein Geld da.

In finanziellen Engpässen ist es heute fast üblich, bei der Bank einen Kredit aufzunehmen. Ob flexibler Dispo oder langfristiges Verbraucherdarlehen - die Geldhäuser halten für jeden Bedarf ein Angebot bereit, das sie sich natürlich mit Zinsen und Gebühren bezahlen lassen. Da die Unterschiede groß sind, sollten Kreditnehmer die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten genau auf ihre Kosten prüfen.

Bei einem Dispokredit können Privatpersonen ihr Girokonto bis zu einer vereinbarten Kreditlinie überziehen. Der Kreditrahmen wird eingeräumt, wenn regelmäßig Geld auf das Konto fließt, etwa durch Gehaltszahlungen. Will man den Dispo in Anspruch nehmen, muss man weder einen Kreditvertrag unterzeichnen, noch Sicherheiten mitbringen. Die Sollzinsen werden täglich berechnet.

Die Höhe der Kreditlinie hängt vom Einkommen ab: Im Normalfall wird höchstens das Dreifache des monatlichen Netto-Einkommens gewährt. Rutscht man über das Limit hinaus, wird es richtig teuer: Für Überziehungen kassieren die Banken einen satten Zinsaufschlag von vier Prozent und mehr. Hier ist also Vorsicht angebracht. Insbesondere bei temporären Engpässen, kleineren Anschaffungen und somit überschaubaren Kreditbeträgen ist der Dispokredit jedoch ein nützliches Mittel zum Zweck.


Den Dispo ausreizen?


Planen Sie, Ihren Dispo auszureizen, sollten Sie sich zuvor zwei Fragen stellen: Können Sie den Betrag innerhalb eines Jahres mit Ihrem Einkommen zurückzahlen? Und ist das Girokonto nach dem Gehaltseingang wenigstens für eine Woche raus aus dem Minus? Können Sie beide Fragen mit Ja beantworten, ist der Dispokredit durchaus geeignet, um Ihren kurzfristigen Kreditbedarf zu decken.

Die Selbstkontrolle ist bei der Abtragung des Dispos allerdings mehr gefordert als bei einem Ratenkredit. Um die Schuldenfalle zu umgehen, ist eine sorgfältige Planung der Rückzahlung notwendig. Dies ist umso schwieriger, als sich die Höhe des Kontosaldos ständig ändert. Die Rückzahlungsraten werden nicht kontinuierlich überwiesen, sondern bleiben auf dem Girokonto.

Wer fürchtet, hier den Überblick zu verlieren, sollte über eine Umschuldung nachdenken. Denn ein Ratenkredit ist überschaubarer und die Zinsen sind günstiger als beim Dispo. Das Auf und Ab des Dispokredits hat aber auch sein Gutes: Wegen der regelmäßigen Geldeingänge variiert der Schuldenstand. Am Monatsanfang ist der Kreditbetrag also geringer als beim Ratenkredit, der nach und nach abbezahlt wird.

Ein Beispiel: Bruno Trautmann hat sich ein gebrauchtes Auto gekauft. Dieses hat er sowohl aus Angespartem (4.000 Euro) als auch über seinen Dispokredit (6.000 Euro) finanziert. Danach ist sein Konto zwölf Monate lang durchschnittlich mit 4.000 Euro überzogen und er zahlt bei einem Zinssatz von elf Prozent rund 439 Euro Zinsen.

Um das Girokonto wieder ins Plus zu heben, muss Bruno Trautmann dauerhaft eine gehörige Portion Selbstdisziplin aufbringen. Das schaffen bei hohen Summen nur die Wenigsten. Nimmt er stattdessen einen Ratenkredit über 6.000 Euro für die zwölf Monate in Anspruch, fallen bei einem Zinssatz von fünf Prozent deutlich geringere Kreditkosten an:

Trautmann spart über 280 Euro und ist nach zwölf Monaten schuldenfrei. Selbst wenn er die Rückzahlung des Ratenkredits auf 24 Monate streckt, um die monatliche Belastung zu senken, zahlt er weniger Zinsen.


Feste Zinsen und gleich bleibende Raten


Ein Ratenkredit ist nicht so flexibel wie der Dispo, dafür aber besser zu kontrollieren. Für die gesamte Laufzeit werden ein fester Zinssatz und gleich bleibende Raten vereinbart. So lassen sich die monatlichen Ausgaben gut steuern. Zudem kann sich der Kunde aussuchen, bei wem er den Kredit abschließt - angesichts der enormen Zinsunterschiede ein großes Plus. Beim Dispo ist man dagegen auf die Hausbank und deren Konditionen angewiesen.

Für den Abschluss eines Ratenkredits reicht in den meisten Fällen die Vorlage der letzten drei Gehaltsabrechnungen als Sicherheit aus. Die Bank nimmt dann an, dass der Kredit aufgrund des regelmäßigen Einkommens zurückbezahlt werden kann.

Im Kreditvertrag wird eine Laufzeit zwischen zwölf und 72 Monaten vereinbart. Längere Verpflichtungen sollte man nicht eingehen. Die meisten Banken setzen eine Mindestkreditsumme von 1.000 Euro oder mehr voraus. Die übliche Höchstgrenze liegt bei 50.000 Euro.

Die Balance zwischen Kreditlaufzeit und Ratenhöhe ist nicht immer leicht zu finden. Einerseits möchte man so schnell wie möglich schuldenfrei sein, andererseits sollte die monatliche Belastung nicht überhand nehmen. Am besten, man hält die Kreditsumme so gering wie möglich.

Für weniger dringende Anschaffungen ist Sparen immer eine günstigere Lösung als ein Kredit - auch wenn die Ratenkreditzinsen schon deutlich geringer sind als beim Dispo. Gute Ratenkreditangebote liegen derzeit deutlich unter zehn Prozent effektivem Jahreszins.

Einige Banken bieten Sonderkonditionen an, wenn ein bestimmter Verwendungszweck festgelegt wird, beispielsweise der Kauf eines Autos. Noch günstigere Konditionen werden möglich, wenn die Bank bis zur Ablösung des Kredits Eigentümer des Fahrzeugs bleibt (Sicherungsübereignung). Besitzer des Kfz bleibt der Kreditnehmer. Die Bank bekommt also eine zusätzliche Sicherheit und belohnt dies mit günstigeren Zinsen.


Kündigen und Umschulden


Je flexibler ein Produkt ist, desto besser: Das gilt auch für Ratenkredite. Bei den meisten Anbietern sind die Regelungen durchaus zufrieden stellend. Grundsätzlich kann man einen Ratenkredit frühestens nach sechs Monaten unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von weiteren drei Monaten kündigen. Dies ist gesetzlich geregelt (BGB ยง489, Art. 1, S. 2).

Bei vielen Kreditinstituten ist eine vorzeitige Rückzahlung auch ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist nach einer Laufzeit von zwölf Monaten möglich. Auch Sondertilgungen, also spontane Einzahlungen von Beträgen zusätzlich zu den vereinbarten Ratenzahlungen, sind für die meisten Banken kein Problem, da die Laufzeit dadurch verkürzt wird und das Kreditausfallrisiko sinkt. Wie viele Sonderzahlungen eine Bank zulässt, wird unterschiedlich gehandhabt. Fragen Sie vor Vertragsabschluss nach und lesen Sie sich das Kleingedruckte genau durch.

Eine Umschuldung auf einen neuen Ratenkredit ist oft sinnvoll, gerade bei teuren Ratenkrediten, die vor einigen Jahren abgeschlossen wurden. Und auch Bankkunden, die ihren Dispokredit dauerhaft bis zum Limit oder darüber hinaus ausreizen, können Zinsen sparen, wenn sie ihre Schulden umschichten. Aber eine Umschuldung lohnt sich definitiv nicht, wenn das Girokonto nur gelegentlich ins Minus rutscht.

Soll ein bestehender Verbraucherkredit durch einen neuen Konsumentenkredit abgelöst werden, führt kein Weg am Rechnen mit spitzem Bleistift vorbei. Grundsätzlich gilt: Eine Umschuldung lohnt sich, wenn der effektive Jahreszins des neuen Kredits deutlich unter dem des alten liegt und je größer der Kreditbetrag und die Restlaufzeit des Altkredits sind.

Vergleichen Sie die Zinsersparnis des neuen Kredits mit den Unkosten aus dem Altkredit. Besonders glücklich kann man sich schätzen, wenn der alte Vertrag mit einem Gebührenverzicht der Bank geschlossen wurde. In diesem Fall kommt man ohne Unkosten aus dem alten Vertrag heraus. Eine vorzeitige Rückzahlung der Restschulden ist bei einem Ratenkredit meist auch ohne Entschädigungszahlungen möglich.

Ein Blick in die Vertragsbedingungen oder ein Anruf bei einem Kundenberater helfen hier weiter. Wichtige Informationen oder Zusagen sollte man sich aber immer schriftlich bestätigen lassen. Damit die Umschuldung reibungslos abläuft, sollte man im Antrag darauf hinweisen, dass der Kredit für eine Umschuldung verwendet wird. So vermeidet man, dass der Kreditantrag abgelehnt wird, weil die Bank eine Überschuldung des Kreditnehmers vermutet.


Den richtigen Anbieter finden


Banken wollen so gut wie möglich gegen Forderungsausfälle der Kreditnehmer gewappnet sein. Deshalb bieten sie Restschuldversicherungen an. Diese springen im Todesfall, bei Arbeitsunfähigkeit oder auch bei Arbeitslosigkeit ein. Die Kreditraten werden weiterbezahlt oder die Restschuld an die Bank komplett beglichen.

Für die Banken ist das eine gute Sache: Sie minimieren ihr Risiko und verdienen gleichzeitig noch an der Versicherungsvermittlung. Die Kunden profitieren dagegen weniger. Ihre monatliche Belastung steigt, während der Versicherungsschutz meist überflüssig ist.

Eine Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall ist nur sinnvoll, wenn nicht bereits eine andere Lebensversicherung besteht, der Kreditbetrag sehr hoch ist und man daher die Familie vor zusätzlichen finanziellen Belastungen schützen will. Kritisch sollte man auf jeden Fall den Schutz gegen Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit betrachten. In beiden Fällen bieten die Versicherungen aufgrund sehr strenger Vertragsbedingungen nur wenig Sicherheit für den Kreditnehmer und sind zudem sehr teuer.

So zahlt die Restschuldversicherung nur bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit, nicht aber bei Berufsunfähigkeit. Leistungen gibt es also nur, wenn keine denkbare Tätigkeit mehr ausgeübt werden kann. Ob eine Anstellung in einem anderen Beruf tatsächlich realistisch wäre, ist für die Versicherung nicht von Belang.

Die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist nur interessant, wenn man sich ernsthaft Sorgen um seinen Job macht. Grundsätzlich gilt: Bei niedrigen Darlehenssummen und kurzen Kreditlaufzeiten sollte man auf zusätzliche Versicherungen verzichten. Sie machen den Kredit nur unnötig teuer.

Unter den vielen Kreditanbietern den günstigsten zu finden, erfordert eine lange Recherche. Weitere Informationen und einen Vergleichsrechner günstiger Ratenkredite finden Sie zum Beispiel hier. Nachdem Sie sich einen Überblick verschafft haben, können Sie online die Angebote der günstigsten Banken anfordern. Die Schufa speichert Kreditanfragen lediglich für zehn Tage. Für Informationsbeschaffung potentieller Kreditnehmer interessiert sich die Schufa nicht.

Sie können sich also ohne weiteres über Zinssätze und andere Konditionen aufklären lassen. Wenn Sie immer noch unschlüssig sind, ob der Ratenkredit für Sie der richtige Weg ist, hier einige Entscheidungshilfen: Wenn der benötigte Betrag nicht innerhalb eines Jahres aus dem laufenden Einkommen zurückgezahlt werden kann, ist ein Ratenkredit empfehlenswert.

Versuchen Sie sich selbst einzuschätzen. Lassen Sie problemlos Geld auf dem Girokonto liegen oder geben Sie stets aus, was möglich ist? Trifft Ersteres auf Sie zu, reicht der Dispokredit zur Überbrückung von Engpässen aus. Trifft Letzteres auf zu, sind Sie mit den festen Rückzahlungsraten eines Ratenkredits besser bedient. Vereinbaren Sie dann eine realistische, nicht zu hohe Rückzahlungsrate. Führen Sie regelmäßig eine Budgetrechnung für Ihren Haushalt durch. Diese hilft Ihnen bei der Entscheidung für den geeigneten Kredit.