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News

Keine Angst vor Bankpleiten(2001-04-26 12:00:00)

Bankpleiten sind in Europa selten geworden. Was aber passiert, wenn wirklich eine Bank pleite geht? Ist dann alles verloren?

sichere Ersparnisse


Fast täglich erhalten wir in der forium-Redaktion Anfragen besorgter Anleger, ob Ihre Ersparnisse denn auch wirklich sicher sind, wenn Sie diese einer unbekannten Bank anvertrauen wollen, die attraktive Zinsen bietet. Grund genug sich einmal ausführlich mit der dem Thema Bankpleiten und Einlagensicherung zu beschäftigen.

Bankpleiten sind in Deutschland und der Europäischen Union selten, aber dennoch nicht unmöglich geworden. Trotzdem müssen sich die europäischen Anleger keine Sorgen um ihr Geld machen. Grundsätzlich können Sie als Bankkunde in Deutschland weiterhin jedem Kreditinstitut Ihre Ersparnisse überlassen.

Auch können Sie sicher sein, dass alle Banken und Sparkassen, die wir in unserem Termingeld-Vergleich aufnehmen, seriös sind und entweder über eine Zulassung in Deutschland oder innerhalb der Europäischen Union verfügen. Deswegen besteht kein Grund zur Sorge, auch einmal bei einer kleinen Bank seine Ersparnisse zu deponieren und dafür ein paar Prozentpunkte mehr Zinsen zu erhalten als bei der eigenen Hausbank.




Einlagensicherung in der EU


Einlagensicherung in der EU
Damit die Anleger geschützt sind, gibt es in der Europäischen Union gesetzlich vorgeschriebene Sicherungsmechanismen. Banken, die über eine Zulassung innerhalb der EU verfügen, bieten aufgrund einer EU-Richtlinie deswegen bis zu einem Einlagevolumen von 20.000 Euro je Kunde absolute Sicherheit. Bleiben Sie unter dieser Grenze, können Sie Ihr Geld getrost auch jeder Bank anvertrauen, die in einem anderen EU-Land über eine Zulassung verfügt.

Das jeweilige Aufsichtsamt jedes EU-Landes prüft, ob das Kreditinstitut der Entschädigungseinrichtung angehört. Nur dann darf es Bankgeschäfte innerhalb der EU betreiben. Allerdings kann jedes Land selbst entscheiden, ob es statt der von der EU geforderten Einlagensicherung in Höhe von 20.000 Euro einen höheren Schutz der Anleger für nötig hält und diesen in seinen nationalen Richtlinien den jeweiligen Banken vorschreibt. Der Einlagenschutz gilt auch für Filialen, die die Kreditinstitute in anderen EU-Staaten unterhalten.

Umfangreicher Schutz in Italien und Frankreich
In Frankreich und Italien sind die gesetzlichen Bestimmungen sehr streng. So sind Einlagen der Bankkunden bei italienischen Instituten bis zu 103.000 Euro und in Frankreich bis zu 70.000 Euro sicher. Für in Frankreich zugelassene Banken gelten folglich die französischen Richtlinien, so dass die Einlagen jedes Kunden bis zu 70.000 Euro abgesichert sind. Andere Banken wie die türkische Demir-Halk-Bank oder die UGBI-Bank sind in den Niederlanden zugelassen, wo lediglich die europäische Mindestsicherung in Höhe von 20.000 Euro greift.




Nationale Kontrollen


Nationale Kontrollen
Zuständig bleibt immer die Aufsichtsbehörde des Herkunftslandes. Filialen von Kreditinstituten, die in einem anderen EU-Staat über eine Zulassung verfügen, unterliegen also nicht der deutschen Bankenaufsicht, sondern der des Heimatlandes. Falls eine Bank Konkurs anmelden muss, bleibt der Schwarze Peter allerdings nicht beim Kunden. Nachdem die jeweilige Aufsichtsbehörde die Zahlungsunfähigkeit einer Bank festgestellt hat, muss sich die betroffene Bank an die Entschädigungseinrichtung wenden. Diese muss dann auch den Kontakt zu den Anlegern aufnehmen und die Entschädigung der Anleger veranlassen.

Hinweis:
Vorsicht ist geboten, wenn Sie mehrere Konten bei ein und derselben Bank unterhalten. Denn egal wie viele Konten ein Kunde unterhält, der Höchstbetrag von Minimum 20.000 Euro wird nur einmal pro Kunde gezahlt, d.h. wenn Sie mehrere Sparkonten mit jeweils 20.000 Euro bei der gleichen Bank unterhalten, sind lediglich einmal 20.000 Euro abgesichert. Der Einlagenschutz besteht nicht, wenn die Einlagen auf die Währung eines Staates außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (z.B. US-Dollar oder japanische Yen) lauten.
Diese Summen sind in der EU sicher
Land Maximaler Entschädigungs-
betrag (in Euro)
Belgien 20.000
Dänemark 40.000
Deutschland 1) 20.000
Finnland 25.000
Frankreich 70.000
Griechenland 20.000
Großbritannien 2) 22.000
Irland 1) 20.000
Italien 103.000
Luxemburg 20.000
Niederlande 20.000
Österreich 20.000
Portugal 25.000
Schweden 25.000
Spanien 20.000
1) 90% der Einlage abgesichert
2) 90% der Einlage abgesichert bis zu maximal
   20.000 Pfund.

Quelle: Deutsche Bundesbank.





Schutz der Anleger in Deutschland


Schutz der Anleger in Deutschland
In Deutschland gilt das am 1. August 1998 in Kraft getretene Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz ebenfalls als gesetzlicher Airbag für alle Bankkunden im Fall eines Bankencrashs. Alle Einlagen privater Anleger sind damit über die "Entschädigungseinrichtung der deutschen Banken GmbH" (EdB) per Gesetz geschützt. Die EdB sichert 90 Prozent der jeweiligen Einlage eines Bankkunden, aber höchstens 20.000 Euro je Kunde. Die Mehrheit der privaten Banken und Bausparkassen bieten allerdings in Deutschland wesentlich höhere Garantien durch zusätzliche Sicherungsmechanismen.

Der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken

Die privaten deutschen Banken verfügen über ein weltweit anerkanntes Sicherungssystem, das die Sicherheit der Spareinlagen Ihrer Kunden jederzeit gewährleistet - den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken (BdB), der vor mehr als 25 Jahren geschaffen wurde. Heute gehören dem Einlagensicherungsfonds mehr als 250 Groß- und Regionalbanken, Privatbankiers, private Hypotheken- und Schiffsbanken und auch einige Zweigstellen ausländischer Banken an. Eine ausführliche Übersicht ist beim Bundesverband deutscher Banken erhältlich.




Kunden kleiner Banken


Auch Kunden kleiner Banken auf der sicheren Seite
Der Fonds ist privat organisiert und wird von den angeschlossenen Banken freiwillig getragen. Er schützt die Einlagen der einzelnen Kunden einschließlich angefallener Zinsen bis zu einem Wert in Höhe von 30 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Somit sind auch die Kunden einer kleinen Bank in jedem Fall auf der sicheren Seite. Denn selbst wenn die Bank nur das Mindesteigenkapital von beispielsweise zehn Millionen Mark aufzuweisen hat, sind Ersparnisse von bis zu drei Millionen Mark pro Kunde geschützt.

Da die meisten Banken ein haftendes Eigenkapital von über 100 Millionen Euro haben, ist der gesicherte Betrag in der Regel viel höher. Der Bundesverband deutscher Banken erteilt Auskunft über die jeweils aktuelle Sicherungsgrenze eines Mitgliedinstituts. Der Schutz gilt für alle Nichtbankeneinlagen, also Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen sowie öffentliche Stellen und schließt neben Sicht-, Termin- und Spareinlagen auch Sparbriefe der Bank ein. Verbindlichkeiten über die eine Bank Inhaberpapiere (Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate) ausstellt, sind dagegen nicht geschützt.

Hinweis!
Für den Fall, dass eine Bank aus dem Einlagensicherungsfonds ausscheiden sollte, müssen alle Anleger dieser Bank noch während des Bestehens der Einlagensicherung informiert werden.





Sicherungseinrichtungen der Deutschen Sparkassenorganisation


Sicherungseinrichtungen der Deutschen Sparkassenorganisation
Auch die Sparkassen verfügen über eine eigenständiges System für den Notfall: Das System der Sicherungseinrichtung der Deutschen Sparkassenorganisation gewährleistet, dass die Liquidität und die Zahlungsfähigkeit der angeschlossenen Institute stets garantiert werden kann.

Dem Sicherungssystem sind alle Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen angeschlossen. Insgesamt gibt es zwölf Sparkassenstützungsfonds der regionalen Sparkassen- und Giroverbände, zusätzlich die Sicherungsreserve der Landesbanken/ Girozentralen und den Sicherungsfonds der Landesbausparkassen.

Als sichernde Einrichtung im Sinne des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes schützt dieses System den Bestand aller angeschlossenen Institute. Mit Hilfe des Sparkassenunterstützungsfonds werden im Fall einer drohenden Insolvenz eines angeschlossenen Instituts Stützungsmaßnahmen zur Sanierung durchgeführt. Dadurch ist gewährleistet, dass jedes Institut sämtliche Verbindlichkeiten weiterhin erfüllen kann und die Einlagen aller Kunden (z.B. Spar-, Termin- oder Sichteinlagen sowie verbriefte Forderungen) wie auch alle anderen Ansprüche in voller Höhe abgesichert sind.




Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken


Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken
Ähnlich der Deutschen Sparkassenorganisation unterhält auch der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) eine eigene Sicherungseinrichtung, die einen umfassenden Schutz für die angeschlossenen Banken garantiert. Alle Inhaberschuldverschreibungen in der Hand von Nichtbanken und Einlagen der Kunden sind in vollem Umfang in den Schutz der Sicherungseinrichtung einbezogen.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken waren die ersten Kreditinstitute, die im Interesse ihrer Kunden aber auch im eigenen Interesse Sicherungseinrichtungen eingeführt haben. Auf diese Weise hat seit der Weltwirtschaftskrise und der Bankenkrise in den 30er Jahren kein Einleger oder Kunde einer Kreditgenossenschaft einen Ausfall oder Verlust seiner Einlagen hinnehmen müssen; seit über 60 Jahren hat es damit keinen Fall gegeben, in dem eine Volksbank oder Raiffeisenbank ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.

Sie können also sorglos mit unserem Termingeld-Vergleich die Konditionen der einzelnen Banken vergleichen und die für Sie besten Konditionen heraussuchen.