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Alternativen für langfristige Geldanlagen

piggy-bank-1047211_1280 Mit längerfristigen Anlagen binden Sparer ihr Kapital für Zeiträume von mehreren Jahren. Da ein vorzeitiger Ausstieg oft nicht oder nur unter Inkaufnahme erheblicher Verluste möglich ist, sollte eine langfristige Geldanlage mit viel Sorgfalt ausgewählt werden. Insbesondere ist darauf zu achten, dass ein gewähltes Investment der Risikoneigung des Sparers entspricht. mehr...

News

DAB bank bricht WM-Versprechen(2006-02-01 12:00:00)

ph_wm.jpgDie DAB bank bricht ihr Kundenversprechen. Im Jahr 2002 garantierte sie 1.000 Kunden bei Abschluss des DAB-dit WM-Sparplans jeweils zwei Tickets für ein Vorrundenspiel bei der Fußball-WM 2006 mit der deutschen Mannschaft. Jetzt teilt die Direktbank ihren Kunden mit, dass sie dieses Versprechen nicht halten könne.

1.000 enttäuschte Kunden


Erinnern Sie sich? Mitte 2002 warb die DAB bank für ihren DAB-dit WM-Fondssparplan. Das Versprechen: "Wer 36 Monate lang 50 Euro oder einmalig 1.800 Euro in ausgewählte dit-Fonds einzahlt, erhält am Laufzeit-Ende garantiert ein WM-Paket im Wert von circa 500 Euro. Inhalt: zwei Karten für ein WM-Spiel der Deutschen Mannschaft und eine komplette offizielle DFB-Fan-Ausrüstung mit Schal, Trikot, Ball, Fahne und Kappe." (Pressemeldung der DAB bank vom 2. Juli 2002)

Die beiden WM-Karten sollten für ein Vorrunden-, Achtel, Viertel-, Halbfinal- oder Finalspiel gültig sein. Für welches Spiel die fußballbegeisterten Sparer schlussendlich Tickets erhalten, sollte per Losverfahren entschieden werden.

Ende Januar 2006 kam für die Sparplaninhaber das böse Erwachen. Die Sportagentur, die der Bank die Tickets zugesichert hatte, könne die Tickets nicht wie vertraglich vereinbart liefern. Fast schon zynisch muss sich die Empfehlung von Stefan Lettmeier, Bereichsleiter Kundenservice, und Irene Külb, Bereichsleiterin Marketing, in den Ohren der DAB-Fußballfans anhören: "Aber es bestehen immer noch Chancen- und die gilt es zu nutzen. Dazu sollten Sie unbedingt am offiziellen Losverfahren der FIFA teilnehmen."

Die Kunden sind selbstverständlich über das Gebaren des Brokers entsetzt. "Ich war einer der 1.000 glücklichen, die schnell genug waren, einen der WM-Sparpläne bei der DAB bank zu bekommen. Alles ist seit 2002 positiv verlaufen. Die Aktien haben einen Mehrwert von 600 Euro. Doch nun kam am 24.01.2006 die Enttäuschung. Nämlich ein Schreiben von der DAB bank", berichtet uns ein erzürnter Leser.

Ganz schlimm dürfte es jene DAB-Kunden erwischt haben, die auf einen besonderen Bonus der DAB bank spekuliert haben und dafür einen besonders hohen Betrag in ihren DAB-dit WM-Sparplan einbezahlt hatten. Die Sparpläne mit der höchsten Ansparsumme Ende 2005 sollten zusätzlich jeweils zwei Endspielkarten erhalten.

Wie viele Kunden letztendlich den WM-Sparplan abgeschlossen haben, wollte uns die DAB bank leider nicht mitteilen. Die Zahl der abgeschlossen Verträge sei allerdings deutlich geringer als die angebotenen 1.000 DAB-dit Fondssparpläne.




Marketing-Gau


Das aktuelle Kundenanschreiben der DAB bank ist der Höhepunkt einer von Anfang an verunglückten Marketing-Aktion. Wie wir bereits im Juli 2002 berichteten, hatte die Tochter der Hypovereinsbank wenige Tage nach dem Beginn der Vertriebsphase für eintausend WM-Sparpläne die Teilnahmebedingungen geändert.

Kunden, die bereits zu den ursprünglichen Bedingungen einen Sparplan abgeschlossen hatten, wurden von dem Direktbroker aufgefordert, nachträglich den geänderten Antragsbedingungen zuzustimmen. Die Änderungen bezogen sich damals ausschließlich auf das WM-Paket und stellten die Kunden deutlich schlechter.

Nach den ursprünglichen Teilnahmebedingungen wurde allen Sparplaninhabern ein WM-Paket im Wert von rund 500 Euro garantiert. Einzige Voraussetzung: Bis zum 31. Dezember 2005 sollten mindestens 1.800 Euro in den Fondssparplan einbezahlt werden. Die geänderten Vertragsbedingungen sahen zudem eine Zahlung in Höhe von 300 Euro für Tickets und Fanpaket vor. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel "Kostspieliger WM-Sparplan der DAB bank".

Egal mit welchen Vertragsbedingungen Kunden den Sparplan abgeschlossen haben, der Frust ist groß: "Heute schießt die DAB den Vogel ab. Sowohl meine Frau als auch ich haben einen Brief der DAB erhalten, dass sie leider keine WM-Karten liefern können. In meinen Augen ist das ein großer Betrug." WM-Tickets waren in den letzten Monaten schwer zu bekommen und umso größer war die Vorfreude auf die versprochenen Karten aus dem WM-Sparplan. Freude, die nun bei vielen in Zorn umschlägt.

Die DAB bank selbst stellt sich in ihrem Kundenanschreiben selbst als durch die beauftragte Sportagentur Geschädigte dar, da diese die Tickets nicht wie vereinbart liefern könne. Deswegen befinde sich die Bank bereits in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Agentur. Auch machten es "die Vielzahl der FIFA-Restriktionen (...) unendlich schwer, unser Versprechen Ihnen gegenüber zu halten."




Hilfe für Geschädigte


Einige geschädigte Kunden der DAB bank haben bereits die Initiative "Wo-Sind-Die-Tickets.de" gegründet, um ihre Interessen gegenüber der DAB zu bündeln. Über die Webseite wo-sind-die-tickets.de können sich Betroffene registrieren und gegenseitig auf dem Laufenden halten.

Bereits mehr als 90 DAB-Kunden haben sich auf der Website bis Ende Januar 2006 registriert. Die zentralen Forderungen der Geschädigten benennt André Schlebes, Betreiber der Webseite wo-sind-die-tickets.de: "Die zugesagten WM-Karten müssen in jedem Fall bereitgestellt werden. Falls dies aus welchem Grund auch immer unmöglich ist, muss eine Entschädigung in Höhe von 2.500 Euro an jeden Betroffenen gezahlt werden." So viel muss auch ungefähr bezahlt werden, um auf eBay zwei Vorrundentickets mit deutscher Beteiligung zu ersteigern.

Geschädigten empfiehlt Schlebes, sich vorerst auf der Webseite zu registrieren, um das gemeinsame Vorgehen gegen die DAB bank zu planen. Exemplarisch wurden bereits Schreiben an die DAB versendet, in der diese zur Erfüllung der Vertragsbedingungen aufgefordert wurde. In der Zwischenzeit haben auch einzelne Inhaber eines WM-Sparplans bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Betrugsverdacht gestellt.

Unser Tipp: Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen, ist es ratsam, diese bereits im Vorfeld zu kontaktieren. Klären Sie ab, ob anfallende Anwaltskosten im Falle eines Rechtsstreits übernommen werden.

Im Einzelfall könnte auch eine direkte Verhandlung mit der DAB bank zu einer Entschädigung führen. Wie uns Herr Jürgen Eikenbusch, Mitarbeiter der Pressestelle, mitteilte, wird Inhabern eines WM-Sparplans als Entschädigung Tradingguthaben und Premiere-Abos angeboten. Zum jetzigen Zeitpunkt konnte Eikenbusch keine Aussage darüber treffen, ob und in welcher Höhe eine geldwerte Entschädigung gegenüber den DAB-Kunden möglich sei.

Ob das Angebot "eines Gebührenguthabens von 100 oder 150 Euro - gültig für ein Jahr", das einem Forum-Teilnehmer angeboten wurde, eine adäquate Entschädigung für die entgangenen WM-Tickets ist, sei dahingestellt.

Update vom 3.2.2006: Wie die Stiftung Warentest gestern berichtet, sei die Rechtslage klar: "Die 1.000 betroffenen Kunden können Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen, wenn es der Bank nicht doch noch gelingt, die Tickets zu beschaffen. Offen ist, in welcher Höhe." Da die günstigsten Vorrundentickets offiziell 35 Euro kosten, müsste die DAB in jedem Fall für zwei Karten 70 Euro zahlen. Allerdings ist der Bezug der Tickets auf dem offiziellen Weg so gut wie nicht mehr möglich.

Update vom 18.4.2006: In der Zwischenzeit hat die DAB bank den Geschädigten eine Entschädigung in Höhe von 500 Euro pro Sparplan angeboten. Zahlreiche Sparplan-Inhaber haben sich mit dieser Summe nicht zufrieden gegeben und rechtliche Schritte gegen den Direktbroker eingeleitet. Die Bank sollte zur Einhaltung Ihrer Zusage, der Lieferung der WM-Tickets, bewegt werden. Sollte dies nicht möglich sein, wolle man alternativ die Bank zu einem angemessenen Schadensersatz bewegen, um die Beschaffung der Tickets auf anderem Wege zu ermöglichen. Nach Informationen verärgerter Kunden konnte bisher keine einvernehmliche Lösung erzielt werden, so dass in der Zwischenzeit Klage gegen die Bank eingereicht wurde.