Einlagensicherungsfonds

Was der Dispozins kostet!

“Woher das Geld kommt, ist unbekannt. Es ist da, oder nicht da. Meistens nicht da”, stellte Kurt Tucholsky Anfang des vergangenen Jahrhunderts fest. In finanziellen Engpässen ist es heute fast üblich, bei der Bank einen Kredit aufzunehmen.

Vorsicht vor überhöhten Dispozinsen
In vielen Fällen ist der Dispokredit auf dem Girokonto die erste Wahl. Allerdings lassen sich viele Banken die finanzielle Freiheit ihrer Kunden mit hohen Zinsen von bis zu 17 Prozent bezahlen.

Einlagensicherungsfonds

Einlagensicherungsfonds

Girokonto Kündigung - Häufig lohnenswert

Girokonto Kündigung - Häufig lohnenswertEin Girokonto ist im Alltag unerlässlich. Es ermöglicht den täglichen Zugriff auf das Guthaben und erleichtert den Umgang mit finanziellen Angelegenheiten. mehr...

Ehevertrag - Damit Scheiden nicht wehtut

Bei der Hochzeit schon an die Trennung zu denken ist ziemlich unromantisch. Trotzdem kann der Ehevertrag eine wichtige Absicherung für den Fall der Fälle sein. Denn er regelt individuelle Vermögensfragen so, dass Scheiden wenigstens finanziell nicht unnötig wehtut. mehr...

Banking mit iPhone und Co. - Mobile Bankgeschäfte sicher abwickeln

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Zu allgegenwärtig nutzen viele Leute die Geräte nicht mehr nur zum Telefonieren und SMS-schreiben. Schnelle Datenverbindungen und günstige Preismodelle schaffen immer neue Nutzungsmöglichkeiten. So verwundert es nicht, dass viele Verbraucher auch Ihre Bankgeschäfte mobil abwickeln. mehr...

News

Finanzkrise: Handeln oder Abwarten - Was Anleger jetzt wissen sollten(2008-10-07 15:22:21)

FinanzkriseLehman-Brothers, AIG, Fannie Mae, Freddie Mac, IKB, Hypo Real Estate - die Liste der Banken, die in den Strudel der Finanzmarktkrise geraten wird immer länger. Gleichzeitig verlieren immer mehr Anleger ihr Vertrauen und fragen sich zu Recht: Ist mein Geld noch sicher? Um die Anleger zu beruhigen, hat Bundeskanzlerin Merkel nun erklärt, die Bundesregierung stehe für alle Spareinlagen ein.

Die Garantie der Bundesregierung


(tel) Die Garantie der Bundesregierung Denn wenn die Sparer den Banken das Vertrauen entziehen und ihr Geld abziehen, fehlt den Banken logischerweise die Liquidität. Weitere Banken würden so in Schieflage geraten. Die Bundesregierung garantiert nun, dass der Staat für die Spargelder einspringt, falls die Einlagensicherung der privaten Banken nicht mehr ausreichen sollte. Die Garantie gilt für die Konten so genannter natürlicher Personen. Wie weit greift die Garantie? Im Falle einer Bankenpleite greift der gesetzliche Anlegerschutz. Nach Maßgabe des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes (EAEG) sind Einlagenkreditinstitute in privater Rechtsform verpflichtet, durch Zugehörigkeit zu einer Entschädigungseinrichtung Einlagen zu sichern. In Deutschland ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) die gesetzliche Einrichtung für die Einlagenkreditinstitute in privater Rechtsform. Die EdB schützt dabei 90 Prozent der Einlagen, maximal den Gegenwert von 20.000 Euro. Die meisten Banken gehen aber darüber hinaus und bieten eine freiwillige Sicherung, die weit über das Mindestmaß hinausgeht. Um den Sparern die Angst zu nehmen, hat nun die Bundesregierung erklärt, im Fall, dass die Einlagensicherungsinstrumente der privaten Banken nicht mehr ausreichen sollten, für sämtliche Bankeinlagen gerade zu stehen. Damit wären die Spareinlagen faktisch zu 100 Prozent sicher - es sei denn, der eher unwahrscheinliche Fall einer Insolvenz der Bundesrepublik Deutschland träte ein. Warum gibt die Bundesregierung diese Garantie? Die Bundesregierung will durch diese Garantie vor allem beruhigen und Vertrauen auf dem Markt schaffen. Der wachsenden Sorge der Anleger soll entgegengewirkt gewirkt werden. Würden dem Banksystem vermehrt Gelder entzogen werden, z.B. durch panikartiges Abheben der Ersparnisse der Bürger, könnten einige Banken in Schwierigkeiten geraten und das System schnell an seine Grenzen stoßen. Welche Gelder sind durch die Bürgschaft der Bundesregierung geschützt? Die Garantie umfasst Spar- und Termineinlagen sowie Girokonten. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Lebensversicherungen, Riester-Renten, Aktien, Immobilien, betriebliche Vorsorgen usw. nicht durch die Bürgschaft der Bundesregierung geschützt sind. Im Falle der Insolvenz eines Lebensversicherers springt die Protektor Lebensversicherungs-AG, die Sicherungseinrichtung für die Lebensversicherer in Deutschland, ein. Laufende Verträge werden fortgeführt; die Leistungen für die Altersvorsorge und der Risikoschutz bleiben erhalten, ebenso die bereits gewährten Gewinnbeteiligungen.


Wie sind Einlagen bei Auslandsbanken gesichert?


Viele Anleger haben ihr Geld bei ausländischen Banken geparkt. Mit Spitzenzinsen für Tages- und Festgelder hat sich zum Beispiel die isländische Kaupthing Bank in den letzten Wochen und Monaten hervorgetan. In den vergangenen Wochen geriet besonders der isländische Finanzmarkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Die isländische Börse hat mittlerweile reagiert und den Handel mit Banktiteln ausgesetzt. Davon betroffen ist auch die in Deutschland tätige Kaupthing Bank. Einige Banken sind mittlerweile versaatlicht worden - unter ihnen befindet sich nicht die Kaupthing. Die Frage nach der Sicherheit des angelegten Geldes ist mehr als berechtigt. Die deutsche Niederlassung der Kaupthing Bank unterliegt den Regularien der isländischen Bankenaufsicht und ist dem isländischen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Dadurch werden die Einlagen jedes einzelnen Kunden - auch in Deutschland - bis zu einer Höhe von 20.887 Euro zu 100 Prozent garantiert. Dies entspricht auch den Bestimmungen der Europäischen Union. Auch Geldanlagen in anderen Ländern sind nicht ohne Schutz. Bei EU-Banken mit einer Niederlassung in Deutschland ist das Geld in jedem Fall bis zu 90 Prozent (max. 20.000 Euro) gesichert. Daneben sind einige Banken dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BDB) beigetreten. Dadurch sind die Einlagen bis zu weitaus höheren Summen garantiert. Da ausländische Banken in der Regel nicht unter die deutsche Einlagensicherung fallen, greift hier natürlich auch nicht die Garantie der Bundesregierung.


Einlagensicherung: Welche freiwilligen Schutzeinrichtungen gibt es in Deutschland?


Einlagensicherungsfonds des VÖB Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. bietet einen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus gehenden Einlagenschutz ohne betragliche Begrenzung. Der Einlagenschutz erstreckt sich auf Einlagen von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und Kommunen, insbesondere Sparguthaben, Sichteinlagen, Termingelder sowie auf den Namen lautende Schuldverschreibungen. Mitglieder des freiwilligen VÖB-Einlagensicherungsfonds sind unter anderem die Deutsche Kreditbank AG, die Investitionsbank Hessen oder die Landwirtschaftliche Rentenbank. Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe Die Sparkassen-Finanzgruppe geht weit über die gesetzlich festgeschriebene Mindesthöhe für die Einlagensicherheit von 20.000 Euro hinaus und sichert die Einlagen, die Sparer in Deutschland bei einem Institut der Sparkassen-Finanzgruppe haben, in unbegrenzter Höhe. Mitglieder im Haftungsverbund sind alle Sparkassen und Landesbausparkassen. Sicherungseinrichtung des BVR In die Sicherungseinrichtung des BVR sind alle Mitgliedsbanken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken einbezogen, also alle Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehenskassen, PSD-Banken, Sparda-Banken, kirchliche Kreditgenossenschaften, genossenschaftliche Zentralbanken und Hypothekenbanken sowie sonstige Spezialinstitute des FinanzVerbundes wie die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG. Die Sicherungseinrichtung des BVR schützt zu 100 Prozent und ohne betragliche Begrenzung Kundeneinlagen, darunter fallen Spareinlagen, Sparbriefe, Termineinlagen und Sichteinlagen sowie von angeschlossenen Banken ausgegebenen Inhaberschuldverschreibungen im Besitz von Kunden. Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds Der Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds sichert Einlagen und Zinsen von Bausparverträgen bei allen privaten Bausparkassen in Deutschland in unbegrenzter Höhe. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG gewährleistet diese Einlagensicherung über die Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken. Die Bank-Bausparkassen (Allianz Dresdner Bauspar AG, Deutsche Bank Bauspar AG, Vereinsbank Victoria Bauspar AG) sichern ihre Kundeneinlagen über das gesetzliche Mindestvolumen durch den Einlagensicherungsfonds der Bank-Bausparkassen ab. Die Nicht-Bank-Bausparkassen dieser Gruppe sind Mitglied im Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds e.V. (Klingelhöferstraße 4, 10785 Berlin), der Bauspareinlagen 100-prozentig und in unbegrenzter Höhe sowie sonstige Einlagen (wie z.B. Festgelder) inklusive Zinsen bis 250.000 Euro pro Kunde absichert. EdW - Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen Aufgabe des EdW ist es, besonders Kleinanlegern einen Mindestschutz vor einem möglichen Verlust ihrer Ansprüche aus Wertpapiergeschäften zu gewährleisten. Alle zugelassenen Wertpapierhandelsunternehmen sind grundsätzlich der Entschädigungseinrichtung zugeordnet. Die EdW gewährt eine Entschädigung, wenn ein Wertpapierhandelsunternehmen nicht in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften zu erfüllen. Der Entschädigungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt auf 90 Prozent der Forderung, höchstens jedoch 20.000 Euro. Diese Obergrenze bezieht sich auf die Gesamtforderung gegenüber dem Wertpapierhandelsunternehmen, unabhängig von der Anzahl der Konten oder Depots. Einlagensicherungsfonds des BDB "Durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden bei den privaten Banken bis zur Höhe von 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses voll gesichert." Bei den geschützten Einlagen handelt es sich um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe. Die Sicherungsgrenze ist demnach nicht für alle Banken gleich, da das haftende Eigenkapital je nach Institut variiert. Nach dem Gesetz über das Kreditwesen muss dieses jedoch mindestens fünf Millionen Euro betragen. Was denken Sie, sind Ihre Geldanlagen sicher? Diskutieren Sie mit zum Thema Einlagensicherung.