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Was der Dispozins kostet!

“Woher das Geld kommt, ist unbekannt. Es ist da, oder nicht da. Meistens nicht da”, stellte Kurt Tucholsky Anfang des vergangenen Jahrhunderts fest. In finanziellen Engpässen ist es heute fast üblich, bei der Bank einen Kredit aufzunehmen.

Vorsicht vor überhöhten Dispozinsen
In vielen Fällen ist der Dispokredit auf dem Girokonto die erste Wahl. Allerdings lassen sich viele Banken die finanzielle Freiheit ihrer Kunden mit hohen Zinsen von bis zu 17 Prozent bezahlen.

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News

Sperren schützt vor Schaden nicht(2003-09-24 12:00:00)

Wird einem die EC-Karte geklaut, benachrichtigt man seine Bank und die Sache ist erledigt. Falsch gedacht! Trotz Karten-Sperrung können Betrüger fröhlich per Lastschriftverfahren weiter einkaufen.

Kartenbetrug hat Konjunktur


Der Wirtschaft geht es schlecht, der Konsum stagniert, aber zumindest der Einkauf mit gestohlenen EC-Karten hat Konjunktur. Eine traurige Bilanz, nicht nur für den Einzelhandel, sondern vor allem für die geprellten Verbraucher.

Wird einem der Geldbeutel samt EC-Karte geklaut, lässt man einfach die Karte sperren und das Problem ist erledigt. Falsch gedacht! Wenn Sie Ihre EC-Karte sperren lassen, wird lediglich verhindert, dass noch elektronische Transaktionen stattfinden. Das sind in der Regel aber nur PIN-basierte Transaktionen, also Abhebungen am Geldautomaten und Bezahlen per Karte und PIN.

Abbuchungen vom Konto sind aber weiterhin möglich. Die Diebe können trotz Kartensperrung ungestört einkaufen gehen. Sie müssen nur die Unterschrift des Karteninhabers gekonnt fälschen.

Im Jahr 2001 benutzten Betrüger nach Angaben des Bundeskriminalamts 50.000 Mal das Lastschriftverfahren per EC-Karte für eine illegale Shopping-Tour. Allerdings erstatten nicht alle Betroffenen Strafanzeige, weswegen die Dunkelziffer wesentlich höher liegen dürfte.


Der Geiz der Unternehmen


Die Betrüger haben also leichtes Spiel, was nicht zu letzt am Geiz der Unternehmen liegt. Anstatt das sicherere PIN-Verfahren einzuführen, buchen viele Geschäfte immer noch über Lastschriften ab. Das ist für die Händler einfacher und billiger.

Beim Lastschriftverfahren benutzen die Händler die EC-Karte des Kunden lediglich dazu, Kontonummer und Bankleitzahl zu erfassen, die auf dem Magnetstreifen gespeichert sind. Die Lastschrift wird dann durch die Unterschrift des Kunden bestätigt.

Das Prüfverfahren mit PIN ist wesentlich aufwendiger und somit teurer. Und solange die Verluste durch die Rücklastschriften nicht die Kosten des PIN-Systems übersteigen, lohnt sich für viele Händler die sichere Variante einfach nicht. Eine einfache Rechnung auf Kosten der Verbraucherfreundlichkeit.


Wiederruf von Lastschriften


Der einzige Vorteil für den Kunden ist dabei, dass Lastschriften innerhalb von sechs Wochen wiederrufen werden können. Falls Ihnen also ihre EC-Karte gestohlen wurde, sollten sie bis zum Ablaufen der Karte stets den Kontoauszug genau überprüfen. Bei Unregelmäßigkeiten können Sie Einspruch erheben und das Geld wird wieder zurückgebucht.

Leider reagieren manche Unternehmen auf solche Rückbuchungen allergisch. Es existieren schwarze Listen, auf denen die Kontonummern der Kunden gespeichert sind, deren Lastschrift zurückgekommen ist. Die so gebranntmarkten Kunden können dann nicht mehr per EC-Karte bezahlen. Außer sie tauschen nicht nur die EC-Karte, sondern gleich das ganze Konto aus.

Eine Kontoauflösung ist nach dem Verlust der EC-Karte sowieso eine gute Idee. Wenn Sie merken, dass jemand immer wieder mit der gestohlenen Karte einkaufen geht, sollten Sie möglicherweise das Konto auflösen. Falls die Karte sowieso bald abläuft, können Sie sich diesen drastischen Schritt sparen. Mit einer abgelaufenen Karte kann selbst der geschickteste Betrüger nicht mehr einkaufen.


KUNO - Freund der ec-Kunden


Das traurige Spiel mit den Lastschriftverfahren kann allerdings nicht mehr bundesweit gespielt werden. In Dresden, Berlin und Brandenburg hat die Polizei wirksame Maßnahmen gegen den EC-Karten-Betrug ergriffen. KUNO heißt die Wunderwaffe der "Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr durch Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen".

Wer im KUNO-Gebiet Anzeige wegen dem Diebstahl einer EC-Karte erstattet, kann zusätzlich eine erweiterte Kartensperrung veranlassen. In einem speziellen Formular werden Bankleitzahl, Kontonummer und Kartennummer eingetragen. Das Landeskriminalamt leitet diese Daten dann unverzüglich an die zentralen Kassensysteme des Einzelhandels weiter.

Dort wird die Karte schließlich auch für den PIN-freien elektronischen Lastschriftverkehr in den angeschlossenen Geschäften gesperrt. Ein Karten-Missbrauch ist damit praktisch unmöglich. Die an KUNO angeschlossenen Firmen decken in Brandenburg 95 Prozent des Gesamtvolumens im elektronischen Lastschriftverfahren ab.

Leider kommt KUNO nicht allen EC-Karten-Inhabern in Deutschland zugute. Sachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern wollen KUNO nutzen, aber die anderen Ländern sind sich uneinig. Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg kritisieren an KUNO, dass die Polizei zusätzliche Aufgaben übernehmen müsse, die eigentlich in der Verantwortung des Handels und der Banken liegen. Doch die entziehen sich nun einmal ihrer Verantwortung.

Übrigens ist in der KUNO-Stadt Dresden die Zahl der Betrugsdelikte mit EC-Karte von 230 auf 41 zurückgegangen. Ein stolzes Ergebnis, für das sich der Aufwand, nämlich das Versenden einer E-Mail sicherlich lohnt.


Karte weg - und nun?


Wem die EC-Karte gestohlen wird, sollte sie als erstes bei seiner Bank sperren lassen. Zudem ist es sinnvoll die Polizei in einer KUNO-Stadt wie Dresden, Berlin oder Erfurt anzurufen und die Karte auch dort sperren zu lassen. Große Ketten wie beispielsweise Karstadt nutzen das System nämlich bundsweit, so dass zumindest in deren Filialen nicht mehr eingekauft werden kann.

Ansonsten gilt: überprüfen Sie ihre Kontoauszüge regelmäßig und erheben Sie bei Unregelmäßigkeiten Einspruch. Wenn der Dieb zu eifrig einkauft und die Karte noch lange gültig ist, sollten Sie erwägen, das Konto aufzulösen.

Durch eine rasche Sperrung der Karten vermeiden Sie, dass ein Unbefugter mit der verlorenen Karte einkauft oder eventuell sogar Bargeld am Automaten abheben kann. Alle Kartenausteller haben deshalb zentrale Sperr-Rufnummern eingerichtet. forium.de hat für Sie einen Notfallpass mit Rufnummern zusammengestellt. Der Notfallpass enthält die internationalen Sperr-Rufnummern für Kreditkarten, EC-Karten und Reiseschecks. Als besonderen Service sind auch die Sperrnummern der wichtigsten Mobilfunkanbieter und des ADAC aufgeführt.