Barabhebung

Was der Dispozins kostet!

“Woher das Geld kommt, ist unbekannt. Es ist da, oder nicht da. Meistens nicht da”, stellte Kurt Tucholsky Anfang des vergangenen Jahrhunderts fest. In finanziellen Engpässen ist es heute fast üblich, bei der Bank einen Kredit aufzunehmen.

Vorsicht vor überhöhten Dispozinsen
In vielen Fällen ist der Dispokredit auf dem Girokonto die erste Wahl. Allerdings lassen sich viele Banken die finanzielle Freiheit ihrer Kunden mit hohen Zinsen von bis zu 17 Prozent bezahlen.

Barabhebung

Girokonto Kündigung - Häufig lohnenswert

Girokonto Kündigung - Häufig lohnenswertEin Girokonto ist im Alltag unerlässlich. Es ermöglicht den täglichen Zugriff auf das Guthaben und erleichtert den Umgang mit finanziellen Angelegenheiten. mehr...

Ehevertrag - Damit Scheiden nicht wehtut

Bei der Hochzeit schon an die Trennung zu denken ist ziemlich unromantisch. Trotzdem kann der Ehevertrag eine wichtige Absicherung für den Fall der Fälle sein. Denn er regelt individuelle Vermögensfragen so, dass Scheiden wenigstens finanziell nicht unnötig wehtut. mehr...

Banking mit iPhone und Co. - Mobile Bankgeschäfte sicher abwickeln

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Zu allgegenwärtig nutzen viele Leute die Geräte nicht mehr nur zum Telefonieren und SMS-schreiben. Schnelle Datenverbindungen und günstige Preismodelle schaffen immer neue Nutzungsmöglichkeiten. So verwundert es nicht, dass viele Verbraucher auch Ihre Bankgeschäfte mobil abwickeln. mehr...

News

Das ganze Jahr ist Reisezeit(2002-03-25 12:00:00)

sommerzeitistreisezeit_start.jpgNicht nur das Urlaubsland will mit Bedacht gewählt werden, auch Unterkunft, Krankenversicherung und die Reisekasse sollten in der Planung berücksichtigt werden. forium hat sich für Sie informiert und die günstigsten Zahlungsmöglichkeiten im Ausland zusammengestellt.


Bezahlen mit Bargeld


Wer sich im Urlaub nicht nur auf kleine Plastikkarten oder Reiseschecks verlassen möchte, hat einiges zu Bedenken. Denn geklautes Geld wird nicht zurückerstattet wie eine Kreditkarte oder Traveller Cheques .
Trotzdem bietet echtes Geld gegenüber dem "electronic cash" einige Vorteile.

Bargeld ist besonders dann zu empfehlen, wenn man sich in abgelegene Regionen begibt, in denen es keine Geldautomaten oder Banken gibt. Bares bietet eine gewisse Sicherheit gegen technische Pannen, wie defekte Geldautomaten oder entmagnetisierte Kreditkarten. Auch kann man im Reiseland nicht immer sofort am Flughafen problemlos Geld wechseln oder abheben. Wer sich also lange Suchexpeditionen ersparen will, sollte wenigstens genug Geld für den Taxifahrer dabeihaben.

Geld tauschen
In vielen Ländern Europas müssen wir überhaupt nicht mehr tauschen. Nämlich bei den Ländern, die zur Eurozone gehören. Das sind neben Deutschland auch Belgien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland.

Die Frage wo das Geld eingetauscht werden soll, ob bei der eigenen Bank, oder erst im Urlaubsland, hängt vom Reiseziel ab.Außerhalb des Eurolands gibt es in den westeuropäischen Ländern meist nur geringe Kursabweichungen. Deshalb ist es relativ unwichtig , ob Sie in Deutschland oder im Reiseland tauschen.
Anders ist das bei Ländern mit schwacher Währung, wie den osteuropäischen Ländern oder der Türkei.
Dort erhält der Urlauber wesentlich mehr Geld für den Euro als bei deutschen Banken.




Einfuhrgrenzen für Bargeld beachten


Wer sich schon in Deutschland mit der Landeswährung des Urlaubslandes eindecken will, darf nicht vergessen, dass manche Länder Höchstgrenzen für die Einfuhr von Bargeld haben. Zu diesen Ländern gehören beispielsweise die Tschechische Republik, Ungarn und Malta. In Ländern wie Indien, China und Tunesien ist die Einfuhr der Landeswährung generell verboten. Es ist ratsam, sich vor Reisebeginn bei der entsprechenden Landesvertretung über die Einfuhrbestimmungen zu informieren.

Harte Devisen
In Ländern mit hoher Inflationsrate werden oft lieber Devisen akzeptiert als die eigene Landeswährung. Das gilt beispielsweise für Russland, wo vielerorts mit Euro oder Dollar bezahlt werden kann.
Außerhalb Europas wird der Euro nicht immer gerne akzeptiert. Vor allem in der Karibik und in Mittel- und Südamerika wird vor allem mit amerikanischen Dollar bezahlt.Es wäre also zu empfehlen, bereits in Deutschland amerikanische Dollar einzutauschen.

Empfehlung
Grundsätzlich sollten Sie vor Reiseantritt Informationen über die Zahlungsmodalitäten im Reiseland einholen. Informationen darüber geben die jeweiligen Botschaften und in manchen Fällen auch deutsche Kreditinstitute. Wie viel Bargeld Sie mitnehmen sollten, hängt vom Ziel der Reise ab.

In weniger entwickelten Regionen kann das Bezahlen mit Kreditkarte zum Problem werden, während der Aufenthalt in einer Großstadt mit viel Bargeld in der Tasche auch nicht zu empfehlen ist. Es ist jedenfalls immer besser, außer dem Bargeld noch alternative Zahlungsmittel, wie Reiseschecks, Kreditkarten oder EC-Karten mit sich zu führen.




EC-Karte und Sparcard


Einkaufen, Geld abheben und im Restaurant bezahlen - all dies ist mit EC-Karte inzwischen weltweit möglich. Somit stellt sie eine echte Alternative zur Kreditkarte dar.
Weltweit werden EC-Karten dank Anbindung an das Maestro-System von ungefähr fünf Millionen Stellen in 81 Ländern akzeptiert.

Auch Postbank-Kunden mit Sparkarte können weltweit bei 330.000 Visa-Plus-Automaten Geld abheben. Die Akzeptanz der Sparkarte ist zwar nicht so hoch wie bei der EC-Karte, dafür sind aber die ersten vier Abhebungen im Jahr gebührenfrei.

Mit EC-Karte und Sparkarte von der Deutschen Bank 24, können Sie bei der Bank of America (USA), bei Barclays (Großbritannien), bei BNP Paribas (Frankreich), bei der Scotiabank (Kanada) und bei Westpac (Australien) kostenlos Geld holen.
An anderen Stellen wird die Sparkarte der Deutschen Bank nur innerhalb Europas akzeptiert.

Kein Ersatz
Trotzdem haben EC-/ und Spar-Karte im Vergleich zu Kreditkarten einen entscheidenden Nachteil.
Denn sie werden im Verlustfall nicht ersetzt, sondern können nur bei der heimatlichen Bank neu beantragt werden. Auch gibt es für das Sperren der Karten keine internationale Service-Nummer - der Kunde muss in Deutschland anrufen.

Gebühren
Die Gebühren die beim Geldabheben mit der EC-Karte anfallen, sind relativ hoch. Ein Prozent des abgehobenen Betrages, mindestens aber zwischen zwei und fünf Euro, muss der Karteninhaber an Gebühren hinlegen. Nur die ersten vier Abhebungen im Jahr sind mit der Postbank-Sparcard im Jahr gebührenfrei. Danach kostet jede Abhebung fünf Euro.




Bezahlen mit Kreditkarte


Weltweit akzeptiert
Ob das Reiseziel in Afrika, Europa oder Australien liegt, fast überall auf der Welt werden Kreditkarten akzeptiert. Sie können direkt im Geschäft, im Hotel oder an der Tankstelle bezahlen, oder aber Geld beim Automaten abheben. Kreditkarten wie Master Card und VISA werden weltweit von circa 15 Millionen Stellen akzeptiert, während American Express nur auf fünf Millionen Akzeptanzstellen kommt.

Unterschiedliche Akzeptanzdichte
Natürlich ist das Kreditkartennetz je nach Land unterschiedlich gut ausgebaut.
Finden sich in den USA ungefähr vier Millionen Akzeptanzstellen, sind es in Namibia nur 40.
Außerdem besteht meist eine Diskrepanz zwischen Stadt und Land, weswegen Sie sich in stark abgelegenen Gebieten nicht allein auf die Kreditkarte verlassen sollten.

Leihwagen
Vorteilhaft sind Kreditkarten vor allem beim Mieten eines Leihwagens.
Ohne Kreditkarte muss eine hohe Kaution bezahlt werden, während Kreditkarteninhaber nur die Nummer ihrer Karte angeben.

Geringes Risiko
Der größte Vorteil von Kreditkarten ist sicher, dass sie relativ risikofrei genutzt werden können. Denn als Karteninhaber haften Sie im Normalfall nur bis zu 50 Euro, wenn Ihnen die Karte abhanden kommt. Bei Kreditkarten mit Foto fällt diese Haftung häufig ganz weg.




Wenn die Kreditkarte weg ist...


Im Fall eines Verlustes muss die Karte sofort über die entsprechende Notfallnummer des Anbieters gesperrt werden. Und erstatten Sie unbedingt Anzeige bei der Polizei. Ansonsten kann das Kartenunternehmen sich weigern, die Haftung zu übernehmen. Das Ausstellen einer Ersatzkarte geschieht in der Regel gebührenfrei. Nur die Kurierkosten werden meist vom Kunden getragen. Wie lange der Reisende auf das Eintreffen der Ersatzkarte warten muss, ist unterschiedlich - oft stimmt jedoch die Werbung nicht mit der Realität überein.

Sicherheitsvorkehrungen
Damit Sie gar nicht erst in die missliche Lage kommen, plötzlich ohne Kreditkarte dazustehen, beachten Sie einfach einige Sicherheitsvorkehrungen.Tragen Sie die Kreditkarte möglichst immer am Körper mit sich herum.
Lassen Sie die Karte auf keinen Fall im Hotelzimmer liegen, sondern sperren sie gegebenenfalls in den Hotelsafe.

Kurz gesagt, behandeln Sie Ihre Kreditkarte wie Bargeld.Und geben Sie Ihre Kreditkarte auf keinen Fall im fremde Hände. Auch nicht beim Bezahlen im Restaurant! Gehen Sie immer mit, wenn Sie ihre Kreditkarte abgeben.
Denn ein kurzer Augenblick genügt, um eine Kreditkarte zu kopieren.

Gebühren
Die Kosten, die bei der Nutzung von Kreditkarten anfallen, variieren.
Bei einer Barabhebung am Automaten oder Bankschalter, fallen Mindestgebühren von fünf bis sieben Euro bzw. von zwei bis drei Prozent der abgehobenen Summe an. Zahlt man mit Kreditkarte, betragen die Gebühren zwischen ein und zwei Prozent.

Manche Kartenanbieter verzichten innerhalb der Eurozone bereits völlig auf Gebühren. Wie teuer oder billig das Bezahlen mit Kreditkarte wird, hängt von dem Aussteller der jeweiligen Karte ab. Denn auch die Jahresgebühren und die Art der Abrechnung spielen eine Rolle. Benutzen sie den forium Kreditkarten-Vergleich, um sich genauer über die Kosten Ihrer Kreditkarte zu informieren.




Reiseschecks - wenig Risiko


Eine gute Alternative zum riskanten Bargeld sind Reiseschecks.
Sie werden auf der ganzen Welt akzeptiert und im Fall eines Verlustes zurückerstattet. Reiseschecks können bei Banken und Sparkassen, oder auch direkt beim Aussteller erworben werden. Die Renommiertesten sind American Express, Thomas Cook und Visa.
Diese Firmen betreiben weltweit Büros, in denen Schecks gekauft und getauscht werden können.

Welche Währung?
Es gibt Traveller Cheques in vielen verschiedenen Währungen.
Kaufen Sie die Schecks möglichst in der Währung des Reiselandes.
Ist das nicht möglich greifen Sie auf Schecks in Euro oder Dollar zurück. Auch in Ländern mit hoher Inflationsrate sind Sie mit Dollar-Schecks besser bedient.

Rückerstattung bei Verlust
Der größte Vorteil der Reiseschecks ist, dass sie im Fall eines Verlustes, innerhalb von 24 Stunden zurückerstattet werden. Sie müssen den Verlust nur telefonisch melden und danach einen Tag warten.

Allerdings sollten Sie bestimmte Regeln einhalten, damit die Schecks auch wirklich erstattet werden. Die Schecksaussteller verlangen, dass Sie die Reiseschecks wie Bargeld behandeln, sie also stets am Körper tragen oder in den Hotelsafe einschließen.

Außerdem müssen Kaufquittung und die Liste mit den Schecknummern getrennt von den Schecks aufbewahrt werden.
Die erste Unterschrift auf den Schecks ist beim Kauf zu leisten und die zweite erst beim Einlösen. Nur wenn Sie diese Sicherheitshinweise befolgen, können Sie mit einer widerspruchlosen Rückerstattung rechnen.

Gebühren
Diese Sicherheit muss der Kunde auch bezahlen. Zusätzlich zu den ein
Prozent Gebühren beim Einkauf, fallen beim Umtausch oft noch zusätzliche Kosten von bis zu fünf Euro an. Deswegen ist es besser, Reiseschecks in der Währung des Urlaubslandes mitzuführen, da Sie dann normalerweise nicht für den Umtausch zahlen müssen. Wenn möglich, tauschen Sie ihre Traveller Cheques im Büro des Ausstellers, da dort normalerweise keine Gebühren verlangt werden. Die Adressen erhalten Sie beim Kauf der Schecks oder finden Sie im Internet.

Mit Reiseschecks bezahlen
Praktisch sind Reiseschecks in Ländern wie USA und Kanada, in denen auch direkt mit den Schecks bezahlt werden kann. Natürlich müssen die Schecks dementsprechend in US-Dollar oder Canadian Dollar ausgestellt sein.
Trotzdem sind Reiseschecks nicht nur in den USA sinnvoll. Sie bieten sich vor allem an, wenn man in Regionen reist, die nicht oder nur unzureichend ans Kreditkartennetz angeschlossen sind. Damit sind Reiseschecks eine sinnvolle Alternative zum Bargeld, da sie auch in abgelegenen Regionen der Welt von fast allen Händlern akzeptiert werden.




Geld im Notfall


Das Horrorszenario eines jeden Urlaubers. Sie wurden ausgeraubt und haben kein Geld, keine Kreditkarte, keinen Ausweis.Sicherlich, das ist eine unangenehme Situation aber noch lange kein Grund zur Panik.
Denn Verwandte oder Freunde können Ihnen innerhalb von zehn Minuten Geld an eine Bank in Ihrer Nähe überweisen.

Express-Überweisung
Das amerikanische Unternehmen Western Union bietet diesen Service. Ihre Retter in der Not müssen nur zu einem
Kooperationspartner von Western Union wie beispielsweise der Postbank gehen und können dann sofort das Geld überweisen. Dafür ist kein Konto notwendig.

Das Geld wird bar bezahlt, der Name des Empfängers angegeben und ein Codewort oder eine Codefrage vereinbart. Und schon ist das Geld auf dem Weg. Jetzt muss Ihnen der Absender nur noch mitteilen, bei welcher Bank Sie das Geld abholen können.

Relativ teuer
Natürlich ist eine so prompte Überweisung nicht ganz billig. Für das Verschicken von 50 Euro, fallen 10 Euro Gebühren an. Bei 500 Euro, sind es nur noch 30 Euro.

Deutsche Vertretung
Falls Sie überhaupt kein Geld haben und auch nirgends telefonieren können, wenden Sie sich an eine deutsche Vertretung. Diese gewähren Ihnen eine Überbrückungshilfe zwischen 20 und 50 Euro. Dieses Geld müssen Sie aber zurückzahlen, sobald Sie wieder in Deutschland sind.