Betriebshaftpflicht: Grundversicherung für jeden Betrieb

Betriebshaftpflicht: Das lohnt sich!

Gewerbetreibende haften für Schäden, die sie in Ausübung ihrer Tätigkeit Dritten gegenüber zufügen.

Zuverlässigen Schutz bietet nur die Betriebshaftpflichtversicherung.

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Ratgeber


Grundlagen


Eine der wichtigsten Policen für Unternehmen ist die Betriebshaftpflichtversicherung (BHV). Unternehmen können für einen Schaden unbegrenzt in Haftung genommen werden. Eine Betriebshaftpflichtversicherung, die die Firma bei Schadenersatzansprüchen schützt, ist also von existenzieller Bedeutung.

Für einige Berufszweige ist die Haftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben. So dürfen beispielsweise Ärzte, Steuerberater oder Rechtsanwälte gar nicht unversichert praktizieren. Für andere Unternehmen und Freiberufler ist die Haftpflichtversicherung zwar freiwillig aber unverzichtbar.

Neben dem Versicherungsnehmer (i. d. R. der Unternehmer) sind auch dessen gesetzliche Vertreter (z.B. Geschäftsführer und Prokuristen) versichert und alle anderen Angestellten im Bereich ihrer beruflichen Tätigkeit. Darunter fallen beispielsweise auch Gebäudeverwalter und Reinigungskräfte.

Viele Verträge schließen auch Subunternehmer ein. Fällt allerdings ein größerer Teil des Auftragsvolumens auf Subunternehmer, wird deren Mitversicherung extra berechnet.




Versicherte Risiken


Grundsätzlich sind nur die Eigenschaften und Rechtsverhältnisse versichert, die bei Vertragsabschluss angegeben werden. Die Risiken werden entweder einzeln aufgezählt oder sie gehen aus der Betriebsbeschreibung hervor.

Die meisten Verträge enthalten eine Vorsorgeversicherung, die neue Gefahren vorläufig mitversichert. Zum Ablauf des Vertragsjahrs erhält der Versicherungsnehmer einen Risikoerfassungsbogen, in dem die Änderungen mitgeteilt gemacht werden.

Ob Handel, Industrie, Gastronomie oder Handwerk - die Risiken sind in jeder Branche unterschiedlich. Deshalb bieten die Versicherer auch keine allgemeine Betriebshaftpflichtpolice an, sondern maßgeschneiderte Lösungen.

Der Versicherungsumfang richtet sich unter anderem nach Art, Größe, Tätigkeitsfeld und besonderen Risiken des Unternehmen. Die Grundlage bilden die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB), die branchenüblichen "besonderen Bedingungen" ergänzen den Versicherungsvertrag.

Kern der Betriebshaftpflichtversicherung ist die Abdeckung des Betriebsstättenrisikos. Darunter fallen alle Schäden, die durch Personal, Betriebsmittel aber auch Gebäude und Grundstücke der Firma entstehen.

Rutscht beispielsweise ein Geschäftspartner bei Glatteis auf dem Firmenparkplatz aus oder löst ein Handwerker bei einem Kunden versehentlich einen Wasserschaden aus, fällt dies unter die Betriebsstättenhaftpflicht.

Sie umfasst auch Nebenrisiken wie Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht und Bauherrenhaftpflicht für betriebliche Bauvorhaben. Fahren auf dem Firmengelände nicht zulassungspflichtige Fahrzeuge (z.B. Gabelstapler) oder Arbeitsmaschinen, so sind auch diese mit versichert.




Umwelthaftpflicht


Standardmäßig sind auch Umweltschäden abgesichert, sofern sie durch das normale Betriebsrisiko verursacht sind. Läuft beispielsweise ein Farbeimer aus, zahlt die BHV für die daraus resultierenden Sach- und Personenschäden.

Die Umwelt-Basisdeckung genügt aber nur bei kleineren Gefahren. Befindet sich ein Heizöltank auf dem Gelände oder Anlagen, für die eine amtliche Genehmigung erforderlich ist, muss eine erweiterte Umweltdeckung vereinbart werden.

Produkthaftpflicht Das Produktrisiko umfasst Sach- und Personenschäden durch Erzeugnisse, die vom Unternehmen geliefert oder produziert wurden. Darunter fallen auch Schäden, die nach dem Abschluss von Arbeiten oder Dienstleistungen auftreten.

Schäden, die schon während der Ausführung entstehen, sind unter Umständen nicht abgesichert. Gerade Handwerksbetriebe sollten darauf achten, dass der Vertrag auch Bearbeitungsschäden umfasst. Dann wären beispielsweise auch Farbkleckse auf dem Teppichboden versichert, die ein Maler versehentlich beim Streichen der Decke verursacht hat.

Die Haftpflichtversicherung leistet auch nicht bei Vertragsschäden. Liefert das Unternehmen also Produkte, die nicht die vereinbarten Eigenschaften haben, zahlt die Haftpflichtversicherung nicht. Anders liegt der Fall, wenn durch die mangelhaften Waren Personen oder Sachen zu Schaden kommen.

Produzenten und Händler, die nicht nur an den Endverbraucher liefern, brauchen in der Regel eine zusätzliche Produkthaftpflichtversicherung. Vermögensschäden sind in der regulären Betriebshaftpflichtversicherung nämlich nur enthalten, wenn sie aus Sach- oder Personenschäden hervorgehen.

Echte Vermögensschäden bezahlt aber nur die Produkthaftpflichtversicherung. Sie können insbesondere dann entstehen, wenn Waren zur Weiterverarbeitung produziert werden.

Liefert beispielsweise ein landwirtschaftlicher Betrieb irrtümlich verdorbene Eier, aus denen eine andere Firma Tiefkühltorten herstellt, entsteht ein Vermögensschaden. Schließlich muss die gesamte Tortenproduktion vernichtet werden. Hier greift die Produkthaftpflichtversicherung.




Was leistet die Haftpflichtversicherung?


Stellen Kunden, Auftraggeber oder Dritte Schadenersatzansprüche an das Unternehmen, prüft die Haftpflichtversicherung zunächst, ob diese Ansprüche gerechtfertigt sind. Kommt es dabei zu einem Gerichtsverfahren, werden die Prozess-, Anwalts- und Gutachterkosten übernommen.

Die Haftpflichtversicherung ist also eine passive Rechtsschutzversicherung. Bei berechtigten Ansprüchen leistet die Versicherung im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme. Die Regeldeckungssumme beträgt 2.000.000 Euro für Personen-, 1.000.000 Euro für Sach- und 100.000 Euro für allgemeine Vermögensschäden.

Diese Deckungsbeträge sind aber nur ungefähre Vorgaben, bei Bedarf kann die Deckungssumme erweitert werden. Ein Anhaltspunkt bei der Wahl der Höchstdeckung ist die Frage, wie teuer ein Schaden maximal werden kann.




Deckungserweiterungen


Abhängig von der Betriebsart sind unter anderem folgende Deckungserweiterungen möglich:

  • Abwasserschäden: z.B. wenn durch Abwässer ein Senk- oder Unterspülungsschaden an einem Gebäude entsteht.
  • Auslandschäden: die Standard-Betriebshaftpflicht gilt nur im Inland. Die Deckung kann auf Schadensereignisse im Ausland erweitert werden (oft Einschränkungen bei Export nach USA/Kanada)
  • Be- und Entladeschäden
  • Abhandenkommen bzw. Schäden an Belegschafts-/Besucherhabe
  • Mietsachschäden: Umfassende Deckung gilt für alle Mieträumlichkeiten (nicht nur Messe-/ Ausstellungsräume oder Hotelzimmer) und zahlt nicht nur bei Brand- und Explosionsschäden.
  • Nachhaftung: kann wichtig sein, wenn der Betrieb in absehbarer Zeit aufgegeben werden soll. Dann zahlt die Versicherung auch für Schäden, die zwar während der Versicherungszeit verursacht wurden, aber erst nach Beendigung der Versicherung erkennbar werden.
  • Schlüsselverlust bei kurzfristig überlassenen Schlüsseln
  • Medienverluste: Strom- Gas- oder Wasserverluste infolge fehlerhafter Montage oder Wartung
  • Leitungsschäden




Versicherungsauschlüsse, Kosten und Laufzeit


Kosten
Die Beiträge zur Betriebshaftpflichtversicherung werden individuell ermittelt und richten sich unter anderem nach der Zahl der Beschäftigten, dem Umsatz und der Größe des Betriebes. Die Versicherungsprämie wird geringer, wenn man eine Selbstbeteiligung vereinbart. Bei einigen Risiken ist eine Selbstbeteiligung üblicherweise von vornherein im Vertrag vorgesehen (z.B. Belegschaftshabe, Mietsachschäden oder USA-Exporten).

Laufzeit
Haftpflichtversicherungsverträgen laufen in der Regel ein Jahr, und verlängern sich dann um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht drei Monate vorher gekündigt werden. Die Laufzeit kann auf höchstens fünf Jahre ausgeweitet werden.

Versicherungsausschlüsse
Einige Haftungsfälle sind durch die Betriebshaftpflichtversicherung nicht gedeckt. Dazu zählen beispielsweise:

  • Eigenschäden, die das Unternehmen selbst erleidet
  • Schäden, die vorsätzlich verursacht wurden (grobe Fahrlässigkeit ist jedoch versichert)
  • Strafen und Bußgelder
  • Schäden an geliehenen oder gemieteten Sachen und Kommissionswaren (können eventuell mitversichert werden)