Know-how rund um die Wohnungsbauprämie

Know-how rund um die WohnungsbauprämieHäuslebauer hergehört: Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die man bei Abschluss eines Bausparvertrags beantragen kann. Sie kann von jedem Bürger mit Vollendung des 16. Lebensjahres in Anspruch genommen werden, der in Deutschland lebt. Wer sich den Traum von einer eigenen Immobilie erfüllen möchte, mehr...

Risiken einer Baufinanzierung minimieren - Ratgeber und Tipps

Risiken einer Baufinanzierung minimierenDie Zahl der Personen, die eine Baufinanzierung in Anspruch nehmen, ist seit vielen Jahren im Steigen begriffen. Nach einer Statistik auf dem Portal Statista wurden im Jahr 2000 von Banken in Deutschland Wohnungsbaukredite in einer Höhe von insgesamt 683 Milliarden vergeben, 2013 waren es bereits 836 Milliarden. mehr...

Hausbau und Hausbesitz: Gut abgesichert durch alle Lebenslagen

Hausbau und Hausbesitz: Gut abgesichert durch alle Lebenslagen Bauherren und Immobilienkäufer setzen sich mit dem Bau bzw. Erwerb einer Immobilie einem hohen finanziellen Risiko aus. Tritt ein Schaden an ihrem Eigentum auf oder werden Dritte auf ihrem Grundstück geschädigt, müssen sie ohne Versicherungsschutz mit ihrem Privatvermögen für Schäden haften bzw. dafür aus eigener Tasche aufkommen. Um langfristig ruhig schlafen zu können, empfiehlt sich daher der Abschluss einiger Versicherungspolicen, die zumindest einen Teil des finanziellen Risikos für Hausbesitzer schultern. mehr...

News

Bausparen in der Niedrigzinsphase lohnt sich(2005-03-03 12:00:00)

Wenn die Zinsen im Keller sind, ist Bausparen besonders attraktiv. Wer später bauen will, sichert sich so niedrige Darlehenszinsen für die Zukunft. Dank staatlicher Förderung ist der Bausparvertrag aber auch für Anleger interessant.

Bausparen hat sich nicht immer gerechnet


Frau Müller hat Pech gehabt: Vor acht Jahren hat sie einen Bausparvertrag abgeschlossen, der jetzt endlich zuteilungsreif ist. Sie kann ihr Darlehen in Anspruch nehmen - zu einem Zinssatz von 5,5 Prozent. Vor einigen Jahren war das noch günstig, doch dann rutschten die Zinsen in den Keller. Mittlerweile sind Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung schon für rund vier Prozent zu haben. Nimmt Frau Müller jetzt ihr Bauspardarlehen in Anspruch, macht sie Verluste. Besser ist es, wenn sie auf das Darlehen verzichtet und sich das Guthaben auszahlen lässt. Im günstigsten Fall erstattet die Bausparkasse auch die Abschlussgebühr. Fazit: Für Bausparer, deren Verträge in diesen Monaten zuteilungsreif werden, hat sich der Vertrag nicht unbedingt gelohnt. Hypothekenbanken und Sparkassen bieten derzeit günstiges Baugeld ohne lange Ansparphasen. Allerdings war das heutige Zinstief beim Abschluss der Verträge noch nicht absehbar. Und die Hypothekenzinsen werden nicht ewig auf ihrem niedrigen Niveau bleiben. Wer in einigen Jahren bauen will, sollte sich deshalb jetzt günstige Darlehenszinsen sichern. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen wird der Bausparvertrag aber auch für Anleger interessant, die gar kein Baudarlehen brauchen. Die staatliche Förderung macht Bausparen zum Renditebringer für alle, die die Einkommensgrenzen nicht überschreiten.


Billiges Darlehen sichern


Das eigentliche Ziel eines Bausparvertrages ist es, sich unabhängig von der Zinsentwicklung ein günstiges Darlehen zu einem festen Zinssatz zu sichern. So weiß der Bausparer schon heute, welche Zinskosten nach der Zuteilung des Darlehens auf ihn zukommen. Steigen die Zinsen in den nächsten Jahren, kann das dem Bausparer egal sein. Er erhält sein Baudarlehen zu den vorher vereinbarten Konditionen. Die Darlehenszinsen liegen bei Bausparverträgen momentan zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Das ist sehr viel weniger als der langjährige Durchschnitt der Hypothekenzinsen von rund 8 Prozent. Den garantierten Darlehenszinssatz erkauft man sich mit einer niedrigen Guthabenverzinsung. Während der Ansparphase zahlen die Bausparkassen selten mehr als zwei Prozent pro Jahr. Soviel könnte man auch bei einem frei verfügbaren Tagesgeldkonto erreichen. Dennoch kann Bausparen auch für Renditesparer attraktiv sein. Gerade Geringverdiener profitieren von der staatlichen Förderung. Wie Sie mit staatlichen Prämien und Zulagen noch mehr aus Ihrem Bausparvertrag herausholen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.


Bausparen mit staatlichen Prämien


Wenn Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage (AN-Zulage) und Wohnbauprämie (WOP) besteht, lohnt sich ein Bausparvertrag auf jeden Fall. Besonders rentabel ist der Vertrag, wenn man das Bauspardarlehen nicht in Anspruch nimmt. Dann zahlen die Bausparkassen nämlich in der Regel einen Bonuszins auf das Guthaben. Abhängig von Tarif und der staatlichen Förderung sind Spitzenrenditen bis zu sechs Prozent möglich - für eine sichere Geldanlage nicht schlecht. Renditesparer Wer heute schon weiß, dass er das Darlehen nicht in Anspruch nehmen will, sollte die Bausparsumme nicht zu hoch wählen. Nach sieben Jahren muss der Vertrag zuteilungsreif sein, denn nur so lange unterstützt der Staat das Sparen. Am besten ist ein Vertrag, bei die Abschlussgebühr im Falle eines Darlehensverzichts zurückgezahlt wird. Diese macht zwischen ein und 1,6 Prozent der Bausparsumme aus, die Rückzahlung beeinflusst die Rendite also spürbar. Die meisten Bausparkassen zahlen zudem einen Bonus, wenn man auf das Bauspardarlehen verzichten. Mit einer Bausparsumme zwischen 7.500 und 10.000 Euro liegen Renditesparer bei den meisten Tarifen richtig. Wofür das Geld verwendet wird, spielt nach Ablsauf der Bindungsfrist von sieben Jahren keine Rolle. Wichtig ist aber, dass der Vertrag mindestens sieben Jahre lang läuft. Bei einer früheren Kündigung gehen die Prämien verloren. Renditesparer sollten darauf achten, dass ihre Sparraten nicht über den staatlich geförderten Höchstbeträgen liegen. Denn die Guthabensverzinsung allein macht Bausparen nicht zu einer attraktiven Geldanlage. Unentschlossene Bausparer Ein flexibler Tarif eignet sich für alle, die sich noch unsicher sind, ob sie das Darlehen später brauchen werden. Grundsätzlich kann man natürlich auch bei den klassischen Finanzierer-Tarifen auf das Darlehen verzichten. Dann hat es sich aber nicht unbedingt gelohnt, die niedrigen Guthabenszinsen in Kauf zu nehmen. Wenn man sich dagegen bei einem Rendite-Tarif für das Darlehen entscheidet, muss man mit höheren Kreditkosten rechnen. Eine Kombination aus hohem Guthabens- und niedrigem Darlehenszins bieten die Bausparkassen leider nicht an. Es gibt jedoch durchaus Tarifvarianten, bei denen man sich alle Möglichkeiten offen halten kann. Wer sich noch nicht sicher ist, ob er eine Immobilie bauen oder kaufen möchte, sollte die goldene Mitte wählen, also einen Tarif, bei dem der Darlehenszins so hoch, der Guthabenszins aber so niedrig wie möglich ist. Bei Darlehensverzicht ist bei den meisten Angeboten ein Zinsbonus von zwei Prozent drin. Viele Bausparkassen bieten auch einen Wechsel zwischen den Tarifen an. Manchmal ist auch eine nachträgliche Änderung der Spar- oder Tilgungszeiten möglich. Ob sich ein Tarifwechsel lohnt, hängt vom jeweiligen Vertrag und den darin festgelegten Gebühren ab. Unentschlossene sollten eher niedrige Bausparsummen wählen. Will man das Darlehen doch noch in Anspruch nehmen, kann man die Bausparsumme zum Ende der Laufzeit immer noch erhöhen.


Finanzierer: Die "echten" Bausparer


Für alle, die in einigen Jahren bauen oder eine Immobilie kaufen wollen, ist ein Bausparvertrag auf jeden Fall zu empfehlen, um niedrige Darlehenszinsen zu sichern. Die staatliche Förderung sollte dabei nicht ausschlaggebend sein. Wer unter den Einkommensgrenzen liegt, kann sich über einen Prämienzugewinn freuen, der es ermöglicht, das notwendige Mindestguthaben schneller anzusparen. Je eher dieses Ziel erreicht ist, desto früher wird der Bausparvertrag zuteilungsreif und das Darlehen ausgezahlt. Erfolgt die Zuteilung bereits während der siebenjährigen Sperrfrist, kann das Guthaben zu wohnwirtschaftlichen Zwecken verwendet werden. Die staatlichen Prämien und Zulagen gehen in diesem Fall nicht verloren. Die Höhe der Bausparsumme richtet sich vor allem danach, wann das Darlehen ausgezahlt werden soll. Dabei kommt es auch auf den gewählten Tarif und das notwendige Mindestansparguthaben an. Außerdem ist die Guthabens- und Darlehensverzinsung ausschlaggebend. Bei einer monatlichen Sparrate von 250 Euro und einer Ansparphase von sieben Jahren sollte die Bausparsumme zwischen 36.000 und 50.000 Euro liegen. Will man nur vier Jahre bis zur Zuteilung warten, fällt die Bausparsumme mit etwa 24.000 Euro geringer aus, die gleiche Sparrate vorausgesetzt. Eine Übersicht über die aktuellen Konditionen der Bausparkassen und Empfehlungen zu den geeignetsten Finanzierer-Tarifen finden Sie in unserem Bausparvergleich.


Wer wird gefördert?


Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind Zahlungen, die vom Arbeitgeber an die Bausparkasse geleistet werden. Diese Leistungen werden entweder mit dem Gehalt verrechnet oder zusätzlich gewährt (gemäß Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder freiwillig). Bis zu 40 Euro monatlich fördert der Staat mit neun Prozent Zulage. Zahlt der Arbeitgeber keine VL oder nur einen Teil, kann der Arbeitnehmer die monatlichen Beiträge auch aus dem bereits versteuerten Lohn erbringen bzw. aufzahlen. Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage hat jeder Arbeitnehmer, dessen zu versteuerndes Einkommen 17.900 Euro für Ledige bzw. 35.800 Euro für Verheiratete nicht überschreitet. Auf diese Weise fördert der Staat die eigene Sparleistung mit bis zu 42,30 Euro im Jahr. Die staatliche VL-Prämie beantragt man zusammen mit der jährlichen Einkommensteuererklärung. Die Bausparkasse versendet dazu eine Bescheinigung, die der Steuererklärung beigefügt wird. Endet die Laufzeit des Bausparvertrages, werden die VL-Prämien dem Bausparkonto gutgeschrieben. Staatliche Wohnbauprämie Besonders günstig ist der Abschluss eines Bausparvertrages für Sparer, die Anspruch auf Wohnungsbauprämie (WOP) haben. Das sind alle, deren zu versteuerndes Einkommen unter 25.600 Euro (Ledige) bzw. 51.200 Euro (Verheiratete) liegt. Der Staat stockt die Sparleistungen noch mal mit jährlich 8,8 Prozent auf. Um die Wohnungsbauprämie voll auszuschöpfen, muss man zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen 512 Euro bzw. 1.024 Euro pro Jahr auf das Bausparkonto einzahlen. Auf diese Weise sind bis zu 45,06 Euro (90,12 Euro) an staatlicher Zuzahlung möglich. Der Antrag auf Wohnungsbauprämie wird am Anfang des Jahres versandt und muss ausgefüllt an die Bausparkasse zurückgeschickt werden. Die Auszahlung der angesammelten Prämienbeträge erfolgt schließlich in einer Einmalzahlung, sobald die gesetzliche Bindungsfrist des Vertrages abgelaufen ist. Ist das Darlehen schon vorher zuteilungsreif, gehen die Prämien nicht verloren, sofern die Kreditsumme für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet wird. Wichtig: Für die eingezahlten VL-Beiträge kann man nicht gleichzeitig die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie beantragen. Um beide Prämien voll auszuschöpfen, muss die monatliche Sparleistung mindestens 82,60 Euro (40 Euro VL-Leistungen und 42,60 Euro WOP) betragen. Wer VL-Leistungen erhält, aber über der Einkommensgrenze liegt und deshalb keine VL-Prämie bekommt, hat dennoch ein Recht auf die Wohnungsbauprämie.